Sicherheit, die sich prüfen lässt
medudoc verarbeitet Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO. Die Plattform ist deshalb von Grund auf für diesen Schutzbedarf gebaut – durchgehend verschlüsselt, streng zugriffsgeschützt und unabhängig geprüft.
- Im Zentrum geschützt sind die Gesundheitsdaten Ihrer Patient:innen.
- Verschlüsselung: AES-256 · TLS 1.2+
- Zugriffsschutz: Rollen · Mandantentrennung
- Überwachung: Protokolle · Alarmierung
- Nachweise: ISO 27001 · BSI C5
Grundsatz
Sicherheit ist Teil der Architektur, kein Zusatzmodul
Präoperative Daten gehören zu den sensibelsten Daten einer Klinik – Anamnese, Medikation, Befunde und Einwilligungen. medudoc schützt sie auf jeder Ebene, von der Übertragung über die Speicherung bis zum Zugriff einzelner Personen. Die Maßnahmen sind als technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) nach Art. 32 DSGVO vertraglich festgeschrieben und werden regelmäßig unabhängig geprüft.
- Datenverarbeitung in Deutschland
- KI-Verarbeitung ausschließlich in der EU
- Keine Übermittlung in Drittländer
- Ein Vertragspartner, eine Auftragsverarbeitung
Nachweise
Unabhängig geprüft, nicht nur versprochen
Zertifikate und Prüfberichte belegen, dass die Maßnahmen wirksam sind. Den aktuellen Stand finden Sie jederzeit im Trust Center.
ISO/IEC 27001:2022
Zertifiziert seit April 2026, gültig bis März 2029
Das Informationssicherheits-Managementsystem (ISMS) der medudoc gmbh umfasst Entwicklung, Betrieb, Wartung und Vertrieb der medudoc Plattform einschließlich der Verarbeitung patientenbezogener Informationen.
BSI C5
BSI C5 Typ 2 geprüft
Der Kriterienkatalog C5 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) definiert Anforderungen an sichere Cloud-Dienste. Eine Typ-2-Prüfung bestätigt, dass die Kontrollen über einen Prüfzeitraum hinweg wirksam waren.
DSGVO
Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO
medudoc verarbeitet Patientendaten ausschließlich auf Weisung Ihrer Einrichtung. Auftragsverarbeitungsvertrag und TOMs sind Teil des Vertragswerks; ein externer Datenschutzbeauftragter ist bestellt.
Verschlüsselung
Verschlüsselt auf dem Weg und am Speicherort
Patientendaten sind bei medudoc zu keinem Zeitpunkt unverschlüsselt unterwegs oder abgelegt. Die Verschlüsselung ist fest in der Architektur verankert und lässt sich nicht abschalten.
Transport mit TLS 1.2 oder höher
Jede Verbindung zur Plattform läuft ausschließlich über HTTPS mit TLS 1.2 oder höher und Forward Secrecy gemäß BSI TR-02102-2. Unverschlüsselte Verbindungen sind technisch nicht möglich.
Speicherung mit AES-256
Anamnesen, Befunde, IC Sheets und Einwilligungen liegen mit AES-256 verschlüsselt vor – ausnahmslos, auch in allen Datensicherungen.
Zentral verwaltete Schlüssel
Kryptografische Schlüssel liegen in einer dedizierten Schlüsselverwaltung und werden automatisch rotiert. Niemand bei medudoc kann Schlüsselmaterial einsehen oder exportieren; jede Schlüsseloperation wird protokolliert.
Unveränderbare Dokumente
Signierte IC Sheets und Einwilligungen werden versioniert abgelegt und sind technisch gegen Löschung geschützt. So bleibt der Consent-Trail – die lückenlose Dokumentation des Aufklärungsverlaufs – vollständig erhalten.
Zugriffsschutz
Nur Berechtigte sehen Patientendaten
Wer welche Daten sieht, legt Ihre Einrichtung fest. medudoc setzt das Prinzip der minimalen Rechtevergabe (Least Privilege) technisch durch – für Ihr Fachpersonal, für Patient:innen und für das eigene Team.
Rollen und Rechte in Ihrer Hand
Ihre Administrator:innen legen Benutzerkonten selbst an, vergeben Rollen und deaktivieren Zugänge. Jede Rolle erhält nur die Rechte, die sie für ihre Aufgabe braucht. Mehr-Faktor-Authentifizierung steht für alle Konten zur Verfügung.
Strikte Mandantentrennung
Bei jeder Anfrage prüft medudoc, zu welcher Einrichtung ein Konto gehört. Ein Zugriff auf Daten anderer Kliniken ist technisch ausgeschlossen.
Patientenzugang ohne Konto und Passwort
Patient:innen erhalten einen persönlichen, zeitlich begrenzten Access Code für ihren Fall. Über diesen Zugang lassen sich keine gespeicherten Daten abrufen; Zugriffsversuche werden protokolliert und auf Auffälligkeiten überwacht.
Kein Zugriff durch medudoc ohne Ihre Zustimmung
Mitarbeitende von medudoc haben standardmäßig keinen Zugriff auf Daten Ihrer Einrichtung. Braucht der Support Einblick, schalten Ihre Administrator:innen den Zugang gezielt frei und bestimmen selbst, wann er endet. Jede Freischaltung und jeder Zugriff wird protokolliert.
Abgesicherte Administration
Änderungen erreichen die Plattform ausschließlich über eine automatisierte, geprüfte Bereitstellung. Direkte Eingriffe in die Produktivumgebung sind technisch unterbunden, privilegierte Zugänge durch Mehr-Faktor-Authentifizierung gesichert.
Protokollierung und Überwachung
Jeder Zugriff bleibt nachvollziehbar
Bei Gesundheitsdaten reicht Schutz allein nicht – Sie müssen ihn auch belegen können. medudoc protokolliert sicherheitsrelevante Ereignisse lückenlos und überwacht die Plattform kontinuierlich.
Audit-Trail für jede patientenbezogene Aktion
Zugriffe, Änderungen und Signaturen werden mit Zeitstempel, Einrichtung und Benutzerkonto protokolliert. Zusammen mit dem Consent-Trail ist der Weg jeder Einwilligung belegbar.
Manipulationsgeschützte Protokolle
Protokolle werden schreibgeschützt abgelegt und kryptografisch gegen nachträgliche Veränderung gesichert. Auch Änderungen an der Protokollierung selbst werden erfasst.
Automatisierte Überwachung
Auffällige Zugriffsmuster, gehäufte Fehlanmeldungen und sicherheitskritische Konfigurationsabweichungen lösen automatisch einen Alarm bei der Sicherheitsverantwortung aus.
Geregelter Umgang mit Sicherheitsvorfällen
Vorfälle werden nach festem Verfahren bewertet, eingedämmt und aufgearbeitet. Bei einer Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten informiert medudoc Ihre Einrichtung spätestens innerhalb von 24 Stunden.
Verfügbarkeit und Wiederherstellung
Verlässlich verfügbar, auch im Ernstfall
Aufklärung und Einwilligung finden unmittelbar vor dem Eingriff statt. medudoc ist deshalb auf hohe Verfügbarkeit und schnelle Wiederherstellung ausgelegt.
- Dienstverfügbarkeit, vertraglich zugesichert im höchsten Service-Level
- 99,9 %
- Recovery Time Objective (RTO) – maximale Dauer bis zur vollständigen Wiederherstellung
- 4 h
- Recovery Point Objective (RPO) – maximaler Datenverlust im Ernstfall
- 1 h
- Aufbewahrung der Datensicherungen, passend zu medizinischen Dokumentationspflichten
- 10 Jahre
- Redundanter Betrieb über mehrere räumlich getrennte Rechenzentren in Deutschland
- Kontinuierliche Sicherung mit sekundengenauer Wiederherstellung und wöchentliche Vollsicherungen, verschlüsselt
- Wiederherstellung und Notfallplan werden mindestens jährlich praktisch getestet
- Neue Versionen werden ohne Wartungsfenster und ohne Unterbrechung eingespielt
Organisation
Sicherheit als gelebter Prozess
Managementsystem nach ISO 27001
Risiken werden systematisch bewertet, behandelt und nachverfolgt. Die Geschäftsführung verantwortet die Informationssicherheit und überprüft das ISMS mindestens jährlich.
Schwachstellen mit festen Fristen
Software-Abhängigkeiten werden automatisiert auf bekannte Schwachstellen überwacht. Kritische Schwachstellen werden innerhalb von sieben Tagen behoben; regelmäßige Penetrationstests ergänzen die Prüfung.
Kontrollierte Änderungen
Jede Änderung durchläuft getrennte Entwicklungs-, Test- und Produktivumgebungen. Produktionsdaten werden nicht für Tests oder Entwicklung verwendet.
Geschulte Mitarbeitende
Alle Mitarbeitenden sind zur Vertraulichkeit verpflichtet. Vor dem ersten Systemzugang und danach jährlich absolvieren sie Schulungen zu Informationssicherheit und Datenschutz.
Transparenz
Was Sie für Ihre Prüfung erhalten
Als Verantwortliche müssen Sie Ihren Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO prüfen. medudoc stellt die Nachweise dafür bereit – öffentlich, im Vertragswerk oder auf Anfrage.
Zertifikate und Subauftragsverarbeiter
ISO-Zertifikat, Informationen zur BSI-C5-Prüfung und die aktuelle Liste der Subauftragsverarbeiter.
Umgang mit Metadaten
Welche Nutzungsdaten beim Betrieb anfallen, wofür medudoc sie verwendet und wann sie gelöscht werden.
Auftragsverarbeitungsvertrag und TOMs
Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO mit den technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO.
Sicherheitsleitfaden für Einrichtungen
Empfehlungen zur sicheren Konfiguration, Rollenvergabe und Authentifizierung in Ihrer Einrichtung.
Systembeschreibung und C5-Prüfbericht
Ausführliche Beschreibung der Sicherheitsarchitektur und der Prüfergebnisse für Ihre IT-Sicherheit und Ihren Datenschutz.
Ergebnisse der Wiederherstellungstests
Gemessene Wiederherstellungszeiten und Ergebnisse der jährlichen Notfallübungen.
Fragen Ihrer IT-Sicherheit oder Ihres Datenschutzes?
Wir beantworten sie direkt – auch im Rahmen Ihrer Prüfung als Verantwortliche.