Was ist Adrenalektomie?
Eine Adrenalektomie, auch Nebennierenentfernung genannt, ist ein operativer Eingriff an einer oder beiden Nebennieren. Je nach Befund wird das gesamte Organ, ein Teil davon oder eine umschriebene Veränderung entfernt. Die Nebennieren bilden Hormone, die unter anderem Blutdruck, Stoffwechsel und die Reaktion des Körpers auf Belastungen beeinflussen.
Der Eingriff kommt beispielsweise bei hormonproduzierenden Tumoren, bei bösartigen Erkrankungen der Nebenniere oder bei Absiedlungen anderer Tumoren infrage. Auch eine krankhafte Hormonüberproduktion kann Anlass für eine operative Behandlung sein. Welche Vorgehensweise geeignet ist, richtet sich unter anderem nach Art und Ausdehnung des Befunds.
Der Zugang kann minimal-invasiv über den Bauchraum oder über den Rücken beziehungsweise die Flanke erfolgen. Alternativ ist eine offene Operation möglich. Bei ausgewählten Eingriffen können die Instrumente robotergestützt geführt werden. Die Wahl des Verfahrens hängt von den individuellen medizinischen Gegebenheiten ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsziele
Der Aufklärungsbogen erläutert Aufbau und hormonelle Funktion der Nebenniere sowie Erkrankungen, die Anlass für eine Adrenalektomie sein können. Er stellt die Behandlungsziele und die mögliche Entfernung von Lymphknoten dar und ordnet die Indikationsstellung sowie die Planung des Eingriffs ein.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungs- und Einwilligungsgespräch sowie die gesonderte Narkoseaufklärung. Weitere Themen sind Vorbefunde, Allergien, Medikationsangaben, implantierte Herzgeräte und die stationäre Überwachung.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Patientenpositionierung und den möglichen operativen Zugängen. Er beschreibt laparoskopische, retroperitoneoskopische und offene Verfahren sowie eine mögliche robotergestützte Instrumentenführung. Darüber hinaus behandelt er unterschiedliche Resektionsumfänge, mögliche Erweiterungen des Eingriffs und begleitende Maßnahmen wie Drainagen und Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Gasübertritt in den Brustraum mit Atemnot, Gasembolie, Azidose des Blutes, Verletzung großer Blutgefäße, Blutverlust und Transfusionsbedarf, Verletzung kutaner Nerven mit Sensibilitätsstörungen, Katecholaminfreisetzung mit hypertensiver Krise und Tachykardie, Verletzung von Nachbarorganen.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Versterben, Cortisolmangel, Nebennierenkrise, Nierenfunktionsstörung, Postoperative gastrointestinale Motilitätsstörung und Verdauungsbeschwerden, Bauchwandvorwölbung, Nachblutung, Durchblutungsstörung der Bauchorgane, Verwachsungen, Darmverschluss, Fistelbildung, Thrombose, Embolie, Verstärkte Narbenbildung, Postoperative Bauch-, Rippen- und Schulterschmerzen, Gestörte Wundheilung, Narbenbruch, Wundinfektion.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung auf den verschiedenen Stationen sowie die Kontrollen von Wunden und Allgemeinzustand. Er behandelt außerdem Schmerztherapie, Mobilisation, Atemtraining, Wundversorgung und den Übergang in die Entlassung.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen, die nach der Entlassung für die weitere Betreuung relevant sind. Dazu zählen Warnzeichen, Kontrolluntersuchungen einschließlich hormoneller Laborkontrollen, ein möglicher Hormonersatz sowie Nachsorge, physiotherapeutische Unterstützung, körperliche Belastung und psychische Veränderungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.