Was ist Hämorrhoidektomie?
Als Hämorrhoidektomie wird ein operativer Eingriff zur Behandlung eines symptomatischen Hämorrhoidalleidens bezeichnet. Dabei wird vergrößertes Hämorrhoidalgewebe chirurgisch behandelt. Eine Operation kommt insbesondere bei ausgeprägten oder wiederkehrenden Beschwerden in Betracht, wenn weniger invasive Maßnahmen nicht infrage kommen oder nicht ausreichend geholfen haben.
Je nach Befund und gewähltem Operationsverfahren kann das Gewebe entfernt oder durch andere operative Methoden behandelt werden. Dazu zählen unter anderem Verfahren, bei denen die Blutversorgung des Hämorrhoidalgewebes vermindert oder das Gewebe angehoben wird. Die Auswahl richtet sich nach dem individuellen Befund und der Ausprägung des Leidens. Begleitend können vergrößerte Hautfalten am Analrand mitbehandelt werden. Die Hämorrhoidektomie wird in der Allgemeinchirurgie durchgeführt; das ärztliche Aufklärungsgespräch bleibt Grundlage der individuellen Behandlungsentscheidung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen des Hämorrhoidalleidens
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion des Hämorrhoidalpolsters und die Einteilung des Hämorrhoidalleidens nach Goligher. Thematisiert werden außerdem wiederkehrende Beschwerden, alternative Behandlungsansätze und die mögliche Entfernung vergrößerter Hautfalten am Analrand.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die gesonderte Anästhesieaufklärung sowie die ambulante oder stationäre Versorgung. Auch die Erhebung des Gesundheitszustands und der Medikation, die Antikoagulation und die möglichen Anästhesieverfahren werden behandelt.
Ablauf der Hämorrhoidektomie
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den verschiedenen operativen Verfahren. Er beschreibt die ultraschallgestützte Ligatur der zuführenden Gefäße mit Raffung des Hämorrhoidalpolsters, die Stapler-Hämorrhoidopexie sowie die exzisionelle Entfernung, gegebenenfalls mit einem Versiegelungsgerät. Auch Wundverschluss und postoperative Überwachung werden thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung umliegender Blutgefäße, Nerven und Schließmuskeln, Haut- und Gewebeschäden, Darmwandverletzung, Verletzung der Scheidenhinterwand, anovaginale Fistel, intraoperative Blutung, größerer Blutverlust mit möglicher Transfusionspflicht.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Druckgefühl, Stuhldrang, Schwellung, Schmerzen, Hämatom, Nachblutung, Thrombose, Embolie, Harnverhalt, Schließmuskelverletzung, Stuhlinkontinenz, Entzündung, Abszess, Fistelbildung zwischen Darm und anderen Organen oder der Körperoberfläche, Wundheilungsstörung, Gewebsnekrose, Analkanalstenose, Rezidiv des Hämorrhoidalleidens.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach dem Eingriff. Dazu gehören die postoperative Überwachung und ärztliche Untersuchung, die Versorgung im ambulanten oder stationären Rahmen sowie Mobilisation, Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, Schmerztherapie und Körperpflege.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Zeit nach der Entlassung, darunter Verkehrsteilnahme, Warnzeichen, Stuhlregulation und Wundpflege. Auch Kontrolluntersuchungen sowie Bescheinigungen zu Aufenthalt und Arbeitsunfähigkeit werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.