Was ist Hiatushernie?
Bei einer Hiatushernie, auch Zwerchfellbruch genannt, verlagert sich ein Teil des Magens durch die natürliche Durchtrittsstelle der Speiseröhre im Zwerchfell in Richtung Brustraum. Je nach anatomischer Form gleitet der Übergang zwischen Speiseröhre und Magen mit nach oben oder Magenanteile treten neben der Speiseröhre durch die Öffnung. Eine operative Korrektur kommt insbesondere infrage, wenn Beschwerden anhalten und eine nicht operative Behandlung keine ausreichende Besserung erzielt.
Ziel der Hiatushernienkorrektur ist, die normale Lage der betroffenen Organe wiederherzustellen und den Zwerchfelldurchtritt anzupassen. Häufig wird der Eingriff minimalinvasiv über kleine Zugänge in der Bauchdecke vorgenommen; in bestimmten Situationen ist ein offenes Vorgehen erforderlich. Abhängig vom Befund kann die Operation mit einer Fundoplikatio kombiniert werden, bei der der obere Magenabschnitt teilweise oder vollständig um die Speiseröhre gelegt wird. Welche operative Variante geeignet ist, wird anhand der individuellen anatomischen und klinischen Situation entschieden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Gründe für den Eingriff
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomischen Grundlagen und die Entstehung einer Hiatushernie sowie das damit verbundene Beschwerdebild. Er stellt das Ziel des operativen Vorgehens der konservativen Behandlung gegenüber und ordnet die Indikation zum Eingriff ein.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Aufklärung und Einwilligung, Narkosegespräch, stationären Aufenthalt, relevante Vorbefunde und Gesundheitsangaben. Weitere Themen sind Medikamentenmanagement, Darmvorbereitung, Anämie, Gewichtsstatus und Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Zugang und operativer Wiederherstellung der Hiatusregion. Er beschreibt laparoskopisches und offenes Vorgehen sowie eine mögliche robotergestützte Instrumentenführung. Weitere behandelte Verfahren sind die Reposition des Magens, die Hiatoplastik, die Fundoplikatio und eine mögliche Netzaugmentation; auch Gastropexie, Drainage und Magenablaufsonde werden berücksichtigt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufreaktion, Kapnothorax, Gasembolie, respiratorische Azidose, Tachykardie, Atemnot, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung, Muskelschwäche, Hypotonie, Ösophagusperforation, Infektion im Brustraum, Empyem, Sepsis, Atemkomplikation, Schock, kardiovaskuläres Versagen, Vagusläsion, Verdauungsstörung, Störung der Magensäuresekretion, Herzrhythmusstörung, Verletzung des Hauptlymphgangs, Blutverlust, Hautnervenläsion, Taubheitsgefühl im Narbenbereich.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nachblutung, Hämatom, Pleuraerguss, Wundinfektion, Sepsis, Dysphagie, Kreislaufstörung, Herzrhythmusstörung, Ischämie der Bauchorgane, Spritzenabszess, Haut- und Weichteilschädigung, Nervenreizung, Venenreizung, Gewebenekrose, Verwachsungen, Ileus, Fistelbildung, Fremdkörperreaktion auf Netzmaterial, Netzverlagerung, Rezidivhiatushernie, anhaltender Schmerz, Verdauungsstörung, verstärkte Narbenbildung, Bauchschmerz, muskelkaterartiger Schmerz, Rippenschmerz, Schulterschmerz, Narbenhernie, Thrombose, Embolie.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Stationsbetreuung sowie den Umgang mit Drainagen und weiteren Zugängen. Er behandelt außerdem Kostaufbau, Verdauungsfunktion, Wundheilung und -kontrolle, Atemtraining, mögliche bildgebende Kontrollen, Mobilisation, Schmerztherapie und Entlassung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Nachkontrollen und die ärztliche Abklärung auftretender Beschwerden. Weitere Themen sind Ernährung, die Fortführung des Atemtrainings, Physiotherapie, Mobilisation und die schrittweise Rückkehr zu körperlicher Belastung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.