Was ist Magenresektion?
Eine Magenresektion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein erkrankter Abschnitt oder – bei entsprechender Indikation – der gesamte Magen entfernt wird. Der Fachbegriff Gastrektomie wird häufig für die vollständige Magenentfernung verwendet. Das Verfahren kommt insbesondere bei bösartigen Magenerkrankungen, bestimmten schwerwiegenden Geschwürleiden sowie ausgeprägten Verengungen des Magenausgangs infrage.
Bei einer Teilresektion bleibt ein Anteil des Magens erhalten; bei einer totalen Gastrektomie wird das Organ vollständig entfernt. Damit Nahrung und Verdauungssäfte anschließend weiter durch den Verdauungstrakt gelangen können, wird die Verbindung zwischen Speiseröhre, verbliebenem Magen und Dünndarm entsprechend der gewählten Operationsvariante neu hergestellt. Bei einer Tumorerkrankung können zudem regionale Lymphknoten in das operative Vorgehen einbezogen werden. Der Zugang kann minimalinvasiv oder über einen offenen Bauchschnitt erfolgen. Welche Variante geeignet ist, richtet sich unter anderem nach Erkrankung und Ausdehnung des Befunds.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Lage und Aufgaben des Magens sowie Erkrankungen, die eine Teil- oder vollständige Entfernung erforderlich machen können. Er behandelt die Zielsetzung des Eingriffs, die mögliche Bedeutung der Lymphknoten und konservative Behandlungsoptionen. Auch die möglichen Folgen einer Entscheidung gegen die Operation werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungs- und Einwilligungsverfahren, die separate Narkoseaufklärung sowie die Berücksichtigung von Vorbefunden, Begleiterkrankungen und Medikation. Weitere Themen sind die Nüchternheit, medizinische Geräte, mögliche Transfusionsmaßnahmen, Atemtraining, körperliche Belastbarkeit und der stationäre Aufenthalt.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Zugangswegen und den Operationsvarianten der Teilresektion und vollständigen Magenentfernung. Er beschreibt die möglichen Rekonstruktionen der Nahrungspassage sowie den Einsatz robotergestützter Instrumente, die Lymphknotenentfernung und begleitende Maßnahmen wie Katheter und Drainagen. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Intrathorakale Gasverlagerung mit Atemnot, Gasembolie, Azidose des Blutes, Austritt von Lymphflüssigkeit in den Brustkorb, Größerer Blutverlust, Hautnervenverletzung mit Sensibilitätsstörungen, Verletzung angrenzender Strukturen, Verletzung umliegender Nerven, Verletzung größerer Blutgefäße, Verletzung der Bauchspeicheldrüse, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, Fistelbildung an der Bauchspeicheldrüse.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Vorübergehende Lähmung des Magen-Darm-Trakts, Verdauungsstörungen, Nachblutung, Bluterguss, Pleuraerguss, Wundinfektion, Blutvergiftung, Erhöhter Druck in der Bauchhöhle, Durchblutungsstörung der Bauchorgane, Spritzenabszess, Haut- und Weichteilschäden, Nervenreizung, Venenreizung, Gewebsnekrose, Verwachsungen, Darmverschluss, Thrombose, Embolie, Verstärkte Narbenbildung, Bauchschmerzen, Rippenschmerzen, Schulterschmerzen, Wundheilungsstörung, Narbenbruch, Ansammlung von Lymphsekret, Kalorienmangel, Vitaminmangel, Mineralstoffmangel, Durchblutungsstörung des Darms, Absterben von Darmgewebe, Undichtigkeit von Nähten, Bauchfellentzündung, Abszessbildung, Gallenblasenentzündung, Gallensteinbildung, Engstellen im Nahtbereich, Beeinträchtigter Nahrungstransport, Allgemeine Schwäche, Müdigkeit, Hitzegefühl und Schweißausbrüche, Schwindel, Kopfschmerzen, Blutdruckabfall, Druck- und Völlegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Durchfall, Rückfluss von Gallenflüssigkeit, Magengeschwür, Speiseröhrengeschwür, Blähungen, Laktoseunverträglichkeit, Appetitverlust, Frühes Sättigungsgefühl, Angst vor Schmerzen, Gestörte Nahrungsverwertung, Mangelernährung, Gewichtsverlust, Depression, Verstimmungen, Ängstlichkeit, Rückfluss von Dünndarminhalt in die Speiseröhre, Sodbrennen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung, die Mobilisierung sowie den Kostaufbau und eine mögliche Ernährungsberatung. Weitere Themen sind Schmerzbehandlung, Wundkontrollen, Atemübungen, ergänzende Untersuchungen und die abschließende Einschätzung vor der Entlassung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen der Nachsorge nach der Entlassung, darunter ärztliche Kontrollen, die Überprüfung der Nährstoffversorgung, Ernährung, Atemtraining und Physiotherapie. Auch der Umgang mit Beschwerden sowie die schrittweise Rückkehr zu körperlicher Belastung werden als Inhalte aufgegriffen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.