Was ist Narbenhernie?
Eine Narbenhernie, auch Narbenbruch genannt, ist eine Schwachstelle der Bauchwand im Bereich einer früheren Operationsnarbe. Durch die Lücke können Bauchfell oder Gewebe aus dem Bauchraum nach außen treten und als Vorwölbung sichtbar oder tastbar werden. Die operative Behandlung kommt insbesondere bei Beschwerden oder einer zunehmenden Bruchlücke infrage; die Entscheidung wird unter Berücksichtigung des individuellen Befunds getroffen.
Bei der Narbenhernienoperation wird der Bruchbereich chirurgisch versorgt und die Bauchwand stabilisiert. Dafür stehen offene und minimalinvasive Verfahren zur Verfügung. Bei einem offenen Vorgehen erfolgt der Zugang über einen Schnitt im betroffenen Narbenbereich; minimalinvasive Techniken nutzen mehrere kleinere Zugänge und eine Kamera. Je nach Situation kann die Bruchlücke durch Naht verschlossen und die Bauchwand zusätzlich mit einem Kunststoffnetz verstärkt werden. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von Größe und Lage des Bruchs sowie der individuellen Vorgeschichte ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Entstehung einer Narbenhernie im Bereich einer früheren Operationsnarbe und die damit verbundene Schwachstelle der Bauchwand. Er stellt das Behandlungsziel sowie die Bedeutung der Beschwerden und des allgemeinen Gesundheitszustands für die Planung des Eingriffs dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die ärztliche und anästhesiologische Aufklärung, die Erhebung medizinischer Vorbefunde sowie den Umgang mit Medikation, Allergien und Implantaten. Auch stationäre oder ambulante Versorgung, präoperative Diagnostik und weitere organisatorische sowie körperliche Vorbereitungsthemen sind enthalten.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Zugang und Verschluss der Bruchlücke. Er stellt laparoskopische, offene und kombinierte Verfahren sowie die Möglichkeit eines Wechsels zum offenen Vorgehen dar. Außerdem behandelt er robotische Assistenz, Netzverstärkung und begleitende Maßnahmen wie Venenzugang, Antibiotikaprophylaxe und Wunddrainage bei Lebererkrankung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktion, Unverträglichkeit gegenüber Arzneimitteln oder Materialien, Kreislaufreaktion, Kapnothorax, Gasembolie, Azidose, Intraoperative Blutung und relevanter Blutverlust, Darmverletzung, Hautnervenverletzung und Sensibilitätsstörung, Fehlpositionierung des Netzes.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatom, Postoperative Bauchschmerzen, Vorübergehende Verdauungsstörung, Narbenhernienrezidiv, Wundinfektion, Thrombose, Embolie, Hypertrophe Narbenbildung, Myokardinfarkt, Herzstillstand, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Tod, Muskelkaterartiger Bauchschmerz, Rippenschmerz, Schulterschmerz, Nachblutung, Wundheilungsstörung, Aszites, Tiefe Wundentzündung, Sepsis, Nabelinfektion, Nabelischämie, Induration, Vorwölbung des Narbenbereichs, Fremdkörperreaktion auf das Netz, Netzmigration, Adhäsionen, Anhaltende Schmerzen, Verdauungsstörungen im Zusammenhang mit dem Netz, Serom.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Betreuung nach dem Eingriff sowie den weiteren Verlauf bei stationärer und ambulanter Behandlung. Er umfasst Mobilisation, Schmerztherapie, Ernährung, Wundkontrolle und Entlassung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen für die Zeit nach der Entlassung, darunter Nachkontrollen, den Umgang mit anhaltenden Beschwerden, Wundheilung und die Rückkehr zu körperlichen Aktivitäten.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.