Was ist Operation-bei-Reflux?
Eine Refluxoperation behandelt die gastroösophageale Refluxkrankheit, bei der Mageninhalt wiederholt in die Speiseröhre gelangt. Ursache ist häufig eine unzureichende Barriere am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen. Ein operativer Eingriff kommt insbesondere infrage, wenn Beschwerden anhalten und eine dauerhafte Behandlung der zugrunde liegenden Funktionsstörung erwogen wird.
Je nach Befund und individueller Situation stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Bei einer Fundoplikatio wird Gewebe aus dem oberen Magenabschnitt so angeordnet, dass der Übergang zur Speiseröhre unterstützt wird. Eine weitere Möglichkeit ist ein implantierbares Band mit magnetischen Elementen, das den Bereich des unteren Speiseröhrenschließmuskels umgibt. Beide Ansätze sollen den Rückfluss von Mageninhalt vermindern.
Alternativ kann eine endoskopische Behandlung erfolgen: Dabei wird über ein Instrument, das durch den Mund eingeführt wird, Radiofrequenzenergie im Bereich des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen eingesetzt. Die konkrete Verfahrenswahl richtet sich nach den medizinischen Voraussetzungen und wird im ärztlichen Gespräch festgelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen der gastroösophagealen Refluxkrankheit
Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion des Übergangs zwischen Speiseröhre und Magen sowie die Entstehung der gastroösophagealen Refluxkrankheit. Er stellt operative und endoskopische Behandlungsansätze, eine mögliche gleichzeitige Versorgung eines Zwerchfellbruchs sowie konservative Alternativen dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die ärztliche und anästhesiologische Aufklärung, relevante Vorbefunde, den Medikations- und Allergiestatus sowie weitere medizinische Voraussetzungen und organisatorische Aspekte.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Lagerung und möglichen Zugangswegen. Er beschreibt laparoskopische und offene Operationstechniken sowie die robotergestützte Führung der Instrumente. Als weitere Verfahren stellt er die Fundoplikatio, die magnetische Sphinkteraugmentation und die endoskopische Radiofrequenztherapie dar. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Kreislaufreaktionen, Gasverlagerung in den Brustraum mit Lungenkompression, Gasembolie, Azidose, Herzfrequenzsteigerung, Atemnot, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörungen, Muskelschwäche, Blutdruckabfall, Ösophagusruptur oder -perforation, Infektionen, Sepsis, Eiteransammlungen, Atemprobleme, Schock, Herz-Kreislauf-Versagen, Ösophagusverletzung durch Radiofrequenzenergie, Verbrennungen der Speiseröhre, Vagusnervverletzung, Verdauungsstörungen, Störung der Magensäurebildung, Herzrhythmusstörungen, Hauptlymphgangverletzung, Lymphflüssigkeitsaustritt in den Brustkorb, Verletzung benachbarter Strukturen, Erneuter Eingriff, Blutverlust, Verletzung kleiner Hautnerven, Taubheitsgefühle im Narbenbereich.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nachblutung, Bluterguss, Rippenfellerguss, Bauchschmerzen, Vorübergehende Verdauungsveränderungen, Infektion, Sepsis, Schluckbeschwerden, Kreislaufstörungen, Herzrhythmusstörungen, Durchblutungsstörungen der Bauchorgane, Spritzenabszess, Haut- und Weichteilschäden, Nervenreizungen, Venenreizungen, Gewebsnekrose, Verwachsungen, Darmverschluss, Unnatürliche Verbindungen zwischen Geweben, Thrombose, Gefäßverschluss durch abgelöste Blutgerinnsel, Verstärkte Narbenbildung, Muskelkaterartige Bauchschmerzen, Rippenschmerzen, Schulterschmerzen, Narbenbruch, Übelkeit, Blähungen, Brustschmerzen, Vorübergehende Zunahme des Sodbrennens, Ausbleibender Behandlungserfolg, Fortbestehen oder Wiederauftreten der Beschwerden.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung sowie Aspekte des weiteren stationären oder ambulanten Verlaufs. Dazu gehören Mobilisation, Schmerztherapie, Ernährung, Wundversorgung, Atemübungen, physiotherapeutische Maßnahmen und mögliche Kontrollen vor der Entlassung.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge nach der Entlassung, darunter ärztliche Kontrolltermine, den Umgang mit Drainagen und Magensonden, Wundpflege, körperliche Belastung und physiotherapeutische Behandlung. Auch Warnzeichen sowie mögliche Bescheinigungen werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.