Was ist Pankreaschirurgie?
Pankreaschirurgie umfasst operative Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse. Sie kommt unter anderem bei Tumoren, ausgewählten Zysten sowie bei bestimmten Formen einer chronischen Entzündung infrage, wenn eine Operation medizinisch angezeigt ist. Welche Bereiche behandelt werden, richtet sich nach Lage und Ausdehnung des Befunds sowie der individuellen Situation der Patientinnen und Patienten.
Je nach Erkrankung kann ein Teil der Drüse entfernt werden: der kopfseitige Abschnitt oder der mittlere beziehungsweise schwanzseitige Bereich. In besonderen Fällen ist die Entfernung des gesamten Organs erforderlich. Bei Eingriffen am Pankreaskopf können auch angrenzende Strukturen betroffen sein; danach werden die Verbindungen im Verdauungstrakt chirurgisch wiederhergestellt.
Der Zugang erfolgt offen über einen Bauchschnitt oder minimalinvasiv mit kleinen Zugängen. Welche Methode geeignet ist, wird anhand des Befunds und der operativen Anforderungen festgelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Indikation
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur Anatomie und Funktion der Bauchspeicheldrüse und ordnet die Erkrankungen ein, die eine operative Behandlung begründen können. Er behandelt die Zielsetzung des Eingriffs sowie mögliche Folgen einer Entscheidung dagegen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Medikamentenmanagement, die Nüchternheit, die Allgemeinanästhesie und die präoperativen Untersuchungen. Außerdem werden relevante Gesundheitsangaben, Unterlagen und die Vorbereitung des Operationsgebiets thematisiert.
Operationsablauf und Begleitmaßnahmen
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Zugangswegen und dem Umfang der möglichen Pankreasresektionen. Er behandelt offene und minimalinvasive Verfahren sowie die mögliche robotergestützte Instrumentenführung und beschreibt ergänzende operative Schritte und Begleitmaßnahmen. So kennen Patientinnen und Patienten die grundlegenden Möglichkeiten vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung angrenzender Organe und Strukturen, Darmwandverletzung, Darmperforation mit Austritt von Darminhalt, Blutverlust, Bluttransfusionsbedarf, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Übelkeit, muskelkaterartige Bauchschmerzen, Rippen- und Schulterschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten, Wundheilungsstörung, Wundinfektion, Abszess, Bauchfellentzündung, Sepsis, chylöser Aszites, Nachblutung, intestinale Anastomoseninsuffizienz, Pankreasfistel, Anastomosenstenose, Darmverschluss, gestörte Darmmotilität, Wunddehiszenz, Eviszeration, Thrombose, Embolie, Narbenbruch, hypertrophe Narbenbildung, intraabdominelle Verwachsungen, Stoma-assoziierte Wundheilungsstörung und Hautschädigung, Stomablutung, Stomainfektion, Stomaprolaps, Stomaretraktion, Stomastenose, Stomainchämie, Stomanekrose, parastomaler Bruch.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung von der Überwachung und Mobilisation bis zur stationären Weiterbehandlung und Entlassung. Er behandelt unter anderem Schmerztherapie, Ernährung, Wundversorgung, mögliche Stoffwechsel- und Verdauungsfolgen sowie Nachsorge- und Rehabilitationsaspekte.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen rund um die Zeit nach der Entlassung, darunter die Entlassungsunterlagen, die weitere Behandlung, die körperliche Belastung und die ärztlichen Nachkontrollen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.