Was ist Portimplantation?
Bei einer Portimplantation wird ein venöser Zugang vollständig unter der Haut eingesetzt. Das System besteht aus einer kleinen Kammer, die über einen dünnen Katheter mit einem großen Blutgefäß verbunden ist. Für die Nutzung wird die Kammer durch die Haut mit einer geeigneten Nadel erreicht. So steht ein längerfristiger Zugang für wiederholte Behandlungen zur Verfügung; über ihn können unter anderem Medikamente und Infusionslösungen verabreicht sowie Blutproben entnommen werden.
Ein Port kommt beispielsweise bei länger dauernden medikamentösen Therapien, etwa einer Chemotherapie, zum Einsatz. Auch für die Zufuhr von Ernährung über die Vene oder für wiederholte Schmerzbehandlungen kann er infrage kommen. Das Reservoir wird häufig im Brustbereich platziert, während der Katheter in ein zentrales Blutgefäß führt. Je nach medizinischer Situation kann der Zugang zum Gefäß auf unterschiedliche Weise geschaffen werden. Als weitere Formen des venösen Zugangs gibt es Katheter, die teilweise außerhalb des Körpers liegen und nicht vollständig unter der Haut eingebracht sind. Die Portimplantation kann mit örtlicher Betäubung oder in Narkose erfolgen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur Portimplantation
Der Aufklärungsbogen erläutert Aufbau und Funktion des Portsystems sowie mögliche Einsatzgebiete. Er ordnet die längerfristige Nutzung und Entfernung ein und stellt alternative venöse Zugänge gegenüber.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die medizinische Beurteilung anhand von Vorbefunden, Medikationsübersicht, körperlicher Untersuchung und Laborwerten. Er behandelt außerdem die mögliche Gefäßbildgebung sowie Lokalanästhesie, ergänzende intravenöse Medikation und die Option einer Vollnarkose mit Beatmung.
Ablauf der Portimplantation
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Zugangswegen zur Vene und der Platzierung des Portsystems. Er beschreibt die Einführung des Katheters über ein geeignetes Gefäß sowie die direkte Venenpunktion mit Drahttechnik. Zur Kontrolle der Funktion und Lage stellt er elektrokardiografische und radiologische Verfahren dar; dabei kann Kontrastmittel zum Einsatz kommen. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensmöglichkeiten vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung von Blutgefäßen, Nervenverletzung, Lungenverletzung, Herzverletzung, Verletzung der Lymphbahnen, Verletzung von Gewebe und Muskulatur, Brustfellverletzung, Blutung, Pneumothorax, Hämatom, Schwellung, größerer Blutverlust, Transfusionsbedarf, Herzrhythmusstörung, allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufreaktion, fehlgeschlagene Katheterplatzierung, Abbruch des Eingriffs.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Wundschmerz, Bewegungseinschränkung des Arms, Infektion und Entzündung des Gewebes am Port, Sepsis, Wundheilungsstörung, Entzündung der Operationswunde, Portdysfunktion, Portverschluss, Katheterabknickung, Katheterperforation, Katheterabriss, Embolisierung von Katheterfragmenten, Gefäßverschluss, Katheterfehllage, Verdrehung der Portkammer, Einklemmung des Katheters zwischen erster Rippe und Schlüsselbein, Thrombose am Port, Verschleppung von Blutgerinnseln, Organschäden durch verschleppte Gerinnsel.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung sowie mögliche Übergänge zwischen Tagesstation und Normalstation. Er behandelt außerdem die Kontrolle der Lunge mittels Röntgenaufnahme und den weiteren Verlauf der Wundheilung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen nach der Entlassung, darunter Port-Pass und Portnutzung, bildgebende Verfahren, Alltagsaktivitäten sowie Wund- und Schmerzmanagement. Weitere Inhalte sind Kontrolluntersuchung und Fadenentfernung, der Umgang mit Beschwerden und die Aufenthalts- beziehungsweise Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.