Was ist Splenektomie?
Eine Splenektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem die Milz teilweise oder vollständig entfernt wird. Sie kommt unter anderem infrage, wenn eine Verletzung des Organs vorliegt oder eine krankhafte Vergrößerung mit einer zugrunde liegenden Erkrankung verbunden ist. Ob eine operative Behandlung geeignet ist, hängt vom klinischen Befund und der jeweiligen Ursache ab.
Bei einer Teilsplenektomie wird ein begrenzter Abschnitt der Milz entnommen; bei einer vollständigen Splenektomie das gesamte Organ. Der Zugang kann minimalinvasiv über kleine Hautschnitte oder offen über einen größeren Schnitt erfolgen. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der medizinischen Situation und den operativen Voraussetzungen. In einzelnen Fällen kann während des Eingriffs ein Wechsel der Zugangsmethode erforderlich werden.
Die Splenektomie wird in der Allgemeinchirurgie durchgeführt. Das ärztliche Aufklärungsgespräch berücksichtigt die individuelle Ausgangslage und ergänzt die schriftliche Information zum geplanten Verfahren.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Indikationen der Splenektomie
Der Aufklärungsbogen ordnet die Lage und Aufgaben der Milz ein und erläutert die wesentlichen Gründe für eine teilweise oder vollständige Entfernung. Er behandelt außerdem Behandlungsalternativen und mögliche Folgen des Eingriffs.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die ärztliche Aufklärung und Einwilligung, die gesonderte Narkoseaufklärung sowie die Berücksichtigung von Vorbefunden, Bildgebung, Medikation, Allergien und Impfstatus.
Ablauf der Splenektomie
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Allgemeinanästhesie, Lagerung und den möglichen Zugangswegen. Er stellt das laparoskopische und das offene Vorgehen, eine mögliche robotergestützte Instrumentenführung sowie die Option eines Wechsels zum offenen Verfahren dar. Auch die teilweise oder vollständige Entfernung der Milz und die Anlage einer Drainage werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Einwilligungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Kreislaufreaktionen, Gasbedingte Atemnot, Gasembolie, Blutazidose, Verletzungen benachbarter Strukturen, Blutverlust und Transfusionsbedarf, Hautnervenverletzungen und Sensibilitätsstörungen, Blutungen.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hämatome, Intraabdominelle Drucksteigerung und Durchblutungsstörungen der Bauchorgane, Adhäsionen und Darmverschluss, Thrombose und Gefäßverschluss durch Blutgerinnsel, Verstärkte Narbenbildung, Narbenbruch, Bauch-, Rippen- und Schulterschmerzen, Lymphsekretansammlung, Postsplenektomie-Syndrom und eingeschränkte Immunabwehr, Schwere Infektionen und Bauchfellentzündung, Bauchspeicheldrüsenverletzung und Folgekomplikationen, Verbliebene Nebenmilz und Wiederauftreten der Grunderkrankung, Zwerchfellreizung und Pleuraerguss, Gestörte Wundheilung, Wundinfektionen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung auf Intensiv- und Normalstation sowie Themen des weiteren stationären Verlaufs. Dazu gehören Mobilisierung, Kostaufbau, Schmerzbehandlung, Wundkontrollen, Atemtherapie, Physiotherapie und die Vorbereitung der Entlassung.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen für die Zeit nach der Entlassung, darunter Warnzeichen und ärztliche Abklärung, Nachkontrollen, Wundpflege sowie körperliche Belastung. Außerdem behandelt er Infektionsschutz, Impfungen, Physiotherapie und mögliche Bescheinigungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.