Was ist Subtotale Kolektomie?
Bei einer subtotalen Kolektomie wird der größte Teil oder nahezu der gesamte Dickdarm operativ entfernt. Der Mastdarm bleibt dabei je nach Ausdehnung des Eingriffs erhalten. Das Verfahren kommt unter anderem bei bestimmten chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Darmkrebs oder erblich bedingter Bildung zahlreicher Darmpolypen infrage.
Um die Darmpassage wiederherzustellen, kann der verbleibende Dünndarm mit dem Mastdarm verbunden werden. Abhängig von der individuellen Operationsplanung kann zusätzlich vorübergehend ein künstlicher Darmausgang angelegt werden. Ob und wann dieser zurückverlegt werden kann, richtet sich nach dem Behandlungsverlauf.
Der Zugang erfolgt entweder über einen Bauchschnitt oder minimalinvasiv über kleinere Hautschnitte. In geeigneten Fällen können die Instrumente robotergestützt geführt werden. Welche Variante zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der Erkrankung und den medizinischen Voraussetzungen ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Indikation
Der Aufklärungsbogen ordnet den Eingriff in die Anatomie und die Aufgaben des Darms ein. Er behandelt die Erkrankungen, die eine Kolektomie begründen können, sowie das Behandlungsziel, mögliche Alternativen und die Folgen eines Verzichts auf die Operation.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die anästhesiologische Planung, die Erhebung des Gesundheitszustands und die gegebenenfalls erforderliche Anpassung der Antikoagulation. Zudem umfasst das Kapitel präoperative Untersuchungen, die Vorbereitung des Darms und die operative Hautvorbereitung.
Ablauf und Begleitmaßnahmen
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Allgemeinanästhesie, minimalinvasivem oder offenem Vorgehen und robotergestützter Instrumentenführung. Er beschreibt außerdem die Entfernung des Dickdarms, mögliche Erhaltungs- und Rekonstruktionsschritte sowie die Anlage eines protektiven Stomas. Begleitmaßnahmen wie Lagerung, Antibiotikaprophylaxe, Blasenkatheter und Wunddrainage werden ebenfalls behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Umstieg auf ein offenes Operationsverfahren, Verletzung von Blutgefäßen, Verletzung von Nerven, Verletzung weiterer Darmabschnitte, Harnleiterverletzung, Harnblasenverletzung, Verletzung der Geschlechtsorgane, Darmwandverletzung, intraoperativer Blutverlust.
Risiken nach der Operation
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Bauchschmerzen, vorübergehende Verdauungsstörungen, Übelkeit, Thrombose, Wunddehiszenz, Nachblutung, intraabdominelle Entzündung, Sepsis, intraabdomineller Abszess, enterale Fistelbildung, Nervenverletzung mit Stuhlregulationsstörung, erektile Dysfunktion, Blasenentleerungsstörung, Anastomosenstenose, veränderte Stuhlgewohnheiten, Darmverschluss, gestörte Darmmotilität, intraabdominelle Adhäsionen, Anastomoseninsuffizienz, laparoskopiebedingte Bauchschmerzen, Rippen- und Schulterschmerzen, Narbenbruch, Wundheilungsstörung, Operationswundinfektion, verstärkte Narbenbildung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Betreuung nach dem Eingriff, einschließlich Überwachung, Schmerztherapie und Ernährungsaufbau. Weitere Themen sind die Versorgung und Kontrolle der Operationswunde, mögliche Unterstützung der Darmfunktion sowie die Planung von Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation.
Verhalten nach der Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert die medizinische Weiterbetreuung nach der Entlassung und greift Themen wie Ernährungsberatung, Nachkontrollen und die geplante Rückverlagerung des Stomas auf. Auch die Schulung zur Stomapflege und die körperliche Belastbarkeit im weiteren Verlauf werden behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.