Was ist Einschwemmkatheter bei Neugeborenen/ Säuglingen?
Ein Einschwemmkatheter ist ein zentralvenöser Zugang, der bei Neugeborenen und Säuglingen über eine periphere Vene gelegt wird. Der flexible Katheter wird von einer Vene an einer geeigneten Körperstelle in Richtung einer großen herznahen Vene vorgeschoben. Die korrekte Lage wird vor der Nutzung medizinisch überprüft.
Der Zugang kommt insbesondere infrage, wenn eine intravenöse Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich ist oder wiederholte venöse Zugänge vermieden werden sollen. Darüber lassen sich beispielsweise Arzneimittel, Flüssigkeiten und parenterale Ernährung verabreichen. Je nach Ausführung steht ein einzelner Zugang oder ein Katheter mit mehreren getrennten Lumina zur Verfügung, sodass unterschiedliche Therapien darüber laufen können. In geeigneten Fällen kann der Katheter auch für Blutentnahmen genutzt werden.
Die Anlage erfolgt durch medizinisches Fachpersonal und wird an die individuelle Behandlungssituation angepasst. Welche Form des venösen Zugangs geeignet ist, hängt unter anderem von Art und voraussichtlicher Dauer der Therapie ab. Der Einschwemmkatheter ergänzt damit die verfügbaren Möglichkeiten zur intravenösen Versorgung im Säuglings- und Neugeborenenalter.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet den Einschwemmkatheter als zentralen venösen Zugang ein und behandelt seine Einsatzgebiete sowie mögliche Alternativen. Dazu gehören Portsysteme, zentrale Venenkatheter und periphere Venenzugänge.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Medikamentenanamnese, Blutgerinnung, Allergien und Unverträglichkeiten sowie Nüchternheit. Er behandelt außerdem die medizinische Umgebung, mögliche Anästhesieverfahren und den Umgang mit Fremdmaterialien und Kosmetika.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem Einbringen des Katheters über einen peripheren Venenzugang und seinem Vorschieben in eine zentrale Vene. Er beschreibt mögliche Anästhesieverfahren, eine ultraschallgestützte Gefäßsuche, die Lagekontrolle mittels Röntgen sowie die Fixierung des Katheters. Auch Infusionsgabe und Katheterspülung werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Schritte und Maßnahmen vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gefäßverletzung, Blutung, Hämatom, kardiale Reizung, Herzrhythmusstörung, lokale Entzündung, Infektion, systemische Infektion, allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Organschäden, Hirnschäden, Sehstörungen, Nervenschäden, Lähmungen, Luftembolie, Herzstillstand, Thrombose, Gefäßverschluss, Embolisation, Fehllage des Katheters, Katheterverlagerung, Katheterschädigung, Katheterverschluss, erfolglose Katheterplatzierung und Verfahrensabbruch.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die Nutzung und Verweildauer des Katheters sowie dessen Entfernung. Weitere Themen sind Katheterpflege, Infektionsprävention, Verbandversorgung, Baden mit Katheter und der Umgang mit möglichen Beschwerden oder Veränderungen am Katheter.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.