Was ist Femoralisblockade?
Die Femoralisblockade, auch Femoralnervenblockade genannt, ist ein regionalanästhesiologisches Verfahren. Dabei wird die Weiterleitung von Schmerzsignalen über den Nervus femoralis vorübergehend unterbrochen. Dieser Nerv versorgt Bereiche des vorderen Oberschenkels und trägt zur Sensibilität sowie zur Steuerung von Bewegungen im Hüft- und Kniebereich bei.
Das Verfahren kommt zur Schmerzausschaltung bei Eingriffen an der unteren Extremität und zur Schmerzbehandlung nach einer Operation oder unabhängig davon infrage. Es kann mit anderen anästhesiologischen Verfahren kombiniert werden; in ausgewählten Situationen kann die regionale Betäubung auch als eigenständiges Anästhesieverfahren dienen.
Die Durchführung ist als einmalige Injektion eines Lokalanästhetikums oder mit einem Katheter möglich. Über einen Katheter lässt sich das Medikament wiederholt oder über einen längeren Zeitraum verabreichen. Welche Variante geeignet ist, richtet sich nach dem klinischen Anlass und dem individuellen Behandlungskonzept.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die Femoralisblockade als Verfahren zur Betäubung bei Eingriffen sowie zur Schmerztherapie ein. Er behandelt die Anwendung als Einmalinjektion oder über einen Katheter und erläutert mögliche Kombinationen mit weiteren Anästhesieverfahren. Auch Alternativen und Kontraindikationen sind Themen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Medikamenteneinnahme, Blutgerinnung, relevante Ausweise und Nüchternheit. Weitere Themen sind entfernbare Gegenstände, Hilfsmittel und Kosmetika.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Femoralisblockade als Einmalinjektion oder Katheterverfahren. Er beschreibt die Lokalisierung des Zielnervs mittels Ultraschall oder Nervenstimulation sowie begleitende Maßnahmen wie Überwachung und venösen Zugang. Auch Sedierung und Narkose einschließlich der Atemwegssicherung mit Atemmaske, Kehlkopfmaske oder Beatmungsschlauch werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hypotonie, Übelkeit, Pruritus, Exanthem, Hämatome, Blutungen, Entzündung an der Einstichstelle, Abszess, Sepsis, Haut- und Gewebeschäden durch Druck oder Lagerung, Nervenschädigung, Lähmung, Systemische Lokalanästhetikatoxizität, Neurologische Störungen, Krampfanfälle, Bradykardie, Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, Parästhesien, Taubheitsgefühl, Starke Schmerzen, Vorübergehende Einschränkung von Bewegung und Gefühl im Bein, Sturz, Allergische Reaktion, Aspiration von Mageninhalt mit Lungenentzündung, Beeinträchtigung von Bewusstsein und Denken, Verwirrtheit, Unruhe, Verstärkte Wirkung von Beruhigungs- oder Narkosemedikamenten mit unbeabsichtigter Vollnarkose, Brechreiz und Erbrechen, Kreislaufstörungen, Atemstörungen, Herz-Kreislauf-Versagen, Atemstillstand, Fieber, Stoffwechselstörungen, Intraoperative Awareness, Schluckbeschwerden, Heiserkeit, Verletzungen von Rachen, Kehlkopf und Stimmbändern, Bleibende Stimmbandschäden, Schäden an Zähnen, Implantaten und festsitzendem Zahnersatz, Zahnverlust, Aspiration eines gelösten Zahns, Umstellung auf Vollnarkose bei Komplikationen, Unzureichende Betäubungswirkung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit den Themen Überwachung, Verlegung oder Entlassung und Mobilisation. Außerdem werden allgemeine Verhaltensaspekte nach der Entlassung sowie mögliche Einschränkungen der Verkehrsteilnahme und Entscheidungsfähigkeit behandelt.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.