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Aufklärungsbogen · Anästhesiologie

Supraklavikuläre-Plexusblockade

Auch: Supraklavikulärer Plexusblock, Supraklavikuläre Plexusanästhesie

Die supraklavikuläre Plexusblockade ist ein regionalanästhesiologisches Verfahren für Eingriffe an Schulter und Arm. Der Aufklärungsbogen behandelt Einsatzgebiete, Vorbereitung, Ablauf, mögliche Risiken und den weiteren Verlauf.

Stand
3. November 2026
Sprachen
1
Themen
113
anpassbare Angaben
6
Zweisprachiger Aufklärungsbogen mit deutschem Original links und Übersetzung rechts, einem Abschnitt aus der Anamnese, einer ärztlichen Ergänzung, zwei Unterschriften und dem Anhang.

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Der Bogen bereitet das Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es. Er ersetzt es nicht.

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Was ist Supraklavikuläre-Plexusblockade?

Die supraklavikuläre Plexusblockade, auch supraklavikulärer Plexusblock oder supraklavikuläre Plexusanästhesie genannt, ist ein regionalanästhesiologisches Verfahren. Dabei wird der Plexus brachialis – das Nervengeflecht, das wesentliche Bereiche der oberen Extremität versorgt – in der Nähe des Schlüsselbeins betäubt. So lassen sich Schmerzempfinden und je nach Ausprägung auch die Beweglichkeit im versorgten Gebiet beeinflussen.

Das Verfahren kommt insbesondere bei Eingriffen an Ober- und Unterarm sowie an der Hand zum Einsatz; auch Operationen im Schulterbereich können dafür infrage kommen. Es kann zur Anästhesie während eines Eingriffs oder zur postoperativen Schmerzlinderung eingesetzt werden.

Die Blockade wird entweder als einmalige Injektion angelegt oder über einen Katheter fortgeführt, über den eine wiederholte beziehungsweise kontinuierliche Medikamentengabe möglich ist. Je nach klinischer Situation kann sie mit einer Sedierung oder einem weiteren Anästhesieverfahren kombiniert werden.

Aufbau

Was der Aufklärungsbogen behandelt

  1. 01

    Grundlegende Informationen 12 Themen

    Der Aufklärungsbogen beschreibt die supraklavikuläre Plexusblockade als regionales Anästhesieverfahren und ordnet sie den Einsatzgebieten an Arm und Schulter sowie der postoperativen Schmerztherapie zu. Er stellt Einmalinjektion und Katheterverfahren vor und behandelt mögliche Kombinationen mit weiteren Anästhesieverfahren sowie Alternativen.

  2. 02

    Vorbereitung 11 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Medikamentenanamnese, relevante Vorerkrankungen und Ausweise sowie Nüchternheit. Weitere Themen sind Rauchen, entfernbare Fremdmaterialien und Kosmetika.

  3. 03

    Ablauf 20 Themen

    Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der ultraschallgestützten Nervenlokalisation sowie der Injektion über eine Hohlnadel oder der Katheteranlage. Er behandelt begleitende Überwachung und Venenzugang sowie mögliche Sedierungs- und Narkoseformen einschließlich der Atemwegssicherung mit Atemmaske, Kehlkopfmaske oder Beatmungsschlauch. Auch die Überprüfung der Blockadewirkung und die Aufwachphase werden dargestellt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.

  4. 04

    Risiken 62 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Hypotonie, Übelkeit, Lokalanästhetika-Systemtoxizität, neurologische Symptome, Krampfanfälle, Bradykardie, Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, Gefäßverletzung, Hämatom, Blutung, Infektion der Einstichstelle, Abszess, Sepsis, Pruritus, Hautausschlag, schwere allergische Reaktion, Blockade laryngealer Nerven, Heiserkeit, Atemnot, Beklemmungsgefühl beim Atmen, Lungenverletzung beziehungsweise Pneumothorax, Thoraxschmerz, Phrenikusblockade, Parästhesien, Taubheitsgefühl, Schmerzen, Nervenschädigung, Lähmung, Schädigung des okulären Nervengeflechts, Miosis, Ptosis, Haut- und Gewebeschäden, lagerungsbedingte Nervenschädigung, verstärkte Wirkung von Sedativa und Narkosemitteln, unbeabsichtigte Vollnarkose, Brechreiz, Aspiration von Mageninhalt, Aspirationspneumonitis, Bewusstseinsminderung, kognitive Einschränkung, Verwirrtheit, Unruhe, Kreislaufstörungen, Atemstörungen, Herz-Kreislauf-Versagen, Atemstillstand, Fieber, Stoffwechselstörungen, Schluckbeschwerden, Rachenverletzung, Kehlkopfverletzung, Stimmbandverletzung, bleibende Stimmbandschäden, Zahnschäden, Schäden an Implantaten, Schäden an festsitzendem Zahnersatz, Zahnverlust, Aspiration eines gelösten Zahns, intraoperative Wachheit, intraoperative Schmerzen, unzureichende Blockadewirkung.

  5. 05

    Weiterer Verlauf 8 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff und die anschließende Verlegung oder Entlassung. Er behandelt außerdem die Themen Begleitung, Verkehrs- und Entscheidungsfähigkeit, körperliche Schonung, Mobilisierung und weitere Verhaltenshinweise.

Passt sich an den Fall an

In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.

  • Aufenthalt und Entlassung
  • Anwendungsgebiet
  • Injektionstechnik
  • Zusätzliche Anästhesie
  • Zusatzinformationen zu Vollnarkose
  • Nüchternheit

Mehrsprachig verfügbar

Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.

Aufklärung patientenindividuell und digital

In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie medudoc Aufklärungsbogen und Aufklärungsvideo aus Anamnese und Eingriff erzeugt – zweisprachig und elektronisch signiert.

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