Was ist Hyposensibilisierung SCIT?
Die subkutane Immuntherapie (SCIT), auch spezifische oder allergenspezifische Immuntherapie genannt, ist ein Verfahren zur Behandlung bestimmter allergischer Erkrankungen. Sie kommt insbesondere bei Beschwerden durch eingeatmete Auslöser wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierallergene infrage. Ziel ist, die Immunantwort auf den jeweils festgestellten Auslöser über einen längeren Zeitraum gezielt zu beeinflussen.
Bei der SCIT wird ein auf die individuelle Allergiediagnose abgestimmter Allergenextrakt wiederholt unter die Haut injiziert. Die Behandlung beginnt üblicherweise mit einem schrittweisen Dosisaufbau; daran schließt sich eine Phase mit regelmäßigen Injektionen in gleichbleibender Dosierung an. Die konkrete Auswahl und Gestaltung richten sich nach dem verantwortlichen Allergen und der klinischen Situation.
Als weitere Form der allergenspezifischen Immuntherapie gibt es die sublinguale Behandlung, bei der Allergenpräparate über die Mundschleimhaut aufgenommen werden, etwa als Tropfen oder Tabletten. Die SCIT wird ärztlich durchgeführt und ergänzt das individuelle Aufklärungsgespräch, ersetzt es jedoch nicht.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen behandelt Inhalationsallergien und ordnet die subkutane allergenspezifische Immuntherapie in die Behandlung ein. Er erläutert Wirkprinzip und Behandlungsziel sowie die individuelle Allergenrezeptur, Behandlungsdauer und saisonale Einordnung. Auch Steigerungs- und Erhaltungsphase, der erwartete Behandlungseffekt sowie die sublinguale Immuntherapie und die symptomatische Pharmakotherapie als Alternativen werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Kontraindikationen und Begleiterkrankungen sowie Schwangerschaft und Stillzeit. Weitere Themen sind Infektionserkrankungen, Schutzimpfungen und die Medikamentenanamnese. Zudem behandelt er Verordnung, Beschaffung und sachgerechte Lagerung der Allergenlösung sowie Alkoholkonsum.
Durchführung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der subkutanen Injektion am Oberarm und der vorherigen Einschätzung des Gesundheitszustands sowie der Verträglichkeit vorangegangener Injektionen. Er behandelt außerdem die Beobachtungszeit nach der Injektion und die Verabreichung mehrerer Allergenlösungen. So kennen Patientinnen und Patienten das Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Komplikationen und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: lokales Erythem, lokaler Pruritus, lokales Ödem, Induration an der Injektionsstelle, Fatigue, Kopfschmerzen, systemische allergische Reaktion, Rhinitis, Niesreiz, Exanthem, Gesichtsödem, Dyspnoe, Kreislaufbeschwerden, gastrointestinale Beschwerden, anaphylaktischer Schock, Kreislaufversagen.
Verhalten nach der Behandlung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge, darunter Beschwerden nach dem Praxisaufenthalt und die ärztliche Nachbetreuung. Er behandelt außerdem Termine und Injektionsintervalle, Behandlungsunterbrechungen und mögliche Dosisanpassungen sowie die Abstimmung mit Schutzimpfungen und Reisen. Weitere Themen sind körperliche Belastung, Hitzeexposition, Allergenkarenz und Kreuzallergien.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.