Was ist Feigwarzen?
Feigwarzen, medizinisch Kondylome genannt, sind meist durch humane Papillomviren (HPV) verursachte Wucherungen im Genital- und Analbereich. Sie können an Haut und Schleimhäuten auftreten und in unterschiedlicher Ausprägung vorkommen. Die Behandlung richtet sich unter anderem nach Befund und Lokalisation.
Neben medikamentösen Verfahren kommen Methoden infrage, bei denen das veränderte Gewebe gezielt abgetragen oder entfernt wird. Bei einer Kondylomexzision werden die Wucherungen operativ entnommen; je nach klinischer Situation können auch andere abtragende Verfahren eingesetzt werden. Die Auswahl erfolgt im ärztlichen Gespräch unter Berücksichtigung der individuellen Befundsituation.
Der Aufklärungsbogen zur Feigwarzenentfernung behandelt die wesentlichen Aspekte des Eingriffs, darunter Behandlungsoptionen, Ablauf, Betäubung, Risiken sowie die Vor- und Nachsorge. Er unterstützt die strukturierte Vorbereitung des Aufklärungsgesprächs und ergänzt den persönlichen Austausch zwischen Ärztinnen und Ärzten sowie Patientinnen und Patienten.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen beschreibt Feigwarzen und ordnet die operative Behandlung nach erfolgloser konservativer Therapie ein. Er behandelt außerdem die Untersuchung entnommenen Gewebes, alternative Behandlungsoptionen und die möglichen Folgen einer Entscheidung gegen den Eingriff.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erfassung der Medikation und des Gesundheitszustands, die Nüchternheit, präoperative Untersuchungen sowie den Umgang mit Vorbefunden, Allergien und weiteren relevanten Unterlagen.
Ablauf der operativen Behandlung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Anästhesieverfahren und der operativen Behandlung der Feigwarzen. Er beschreibt die Exzision mit Skalpell oder Strom sowie Verätzung und Vereisung als weitere Behandlungsmöglichkeiten. Auch Lagerung, sterile Vorbereitung, venöser Zugang, Überwachung und Wundbehandlung werden thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Intraoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung angrenzender Blutgefäße, Verletzung angrenzender Nerven, Schließmuskelverletzung, Inkontinenz, Haut- und Gewebeschädigung, Blutung, Transfusionsbedarf, Erneuter Eingriff, Blutdruckabfall, Atemstörung, Allergische Reaktion auf Arzneimittel oder Materialien.
Postoperative Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Druckgeschwür, Druckgefühl, Schwellung, Schmerzen, Bluterguss, Nachblutung, Thrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Entzündung, Infektion, Eiteransammlung, Blutvergiftung, Fistelbildung, Wundheilungsstörung, Gewebsnekrose, Analkanalstenose, Wiederauftreten der Feigwarzen.
Postinterventioneller Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den postinterventionellen Verlauf mit Themen wie Rückkehr auf die Station oder nach Hause, Ernährung und Stuhlregulation. Auch postoperative Beschwerden, Schmerztherapie, Entlassung und mögliche Nachwirkungen einer Anästhesie werden behandelt.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Nachsorge nach der Entlassung, darunter Wundpflege, Stuhlregulation und Hygiene. Er behandelt außerdem Warnzeichen, Kontrolluntersuchungen sowie die Besprechung histopathologischer Befunde.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.