Was ist Varikose der oberflächlichen Beinvenen sowie Perforansvenen?
Bei einer Varikose sind oberflächliche Beinvenen dauerhaft erweitert und geschlängelt. Ursache ist häufig eine gestörte Venenklappenfunktion, durch die der Bluttransport zum Herzen beeinträchtigt wird. Auch undichte Perforansvenen, die das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem verbinden, können zu auffälligen Venenveränderungen beitragen. Je nach betroffenem Abschnitt werden unter anderem Stammvenen-, Seitenast- und Perforansvarizen unterschieden.
Eine Behandlung kommt insbesondere bei Beschwerden oder ausgeprägten Venenveränderungen in Betracht. Welche Methode geeignet ist, richtet sich nach dem Venenbefund und der individuellen Situation. Zur Verfügung stehen endovenöse Verfahren, bei denen die betroffene Vene beispielsweise durch Wärme, Klebstoff oder Schaum von innen verschlossen wird. Bei anderen Methoden werden erkrankte Venenabschnitte über kleine Zugänge entfernt oder operativ herausgelöst.
Ergänzend beziehungsweise alternativ können Verfahren zur Unterbrechung krankhafter Verbindungen oder zur Erhaltung der Stammvene eingesetzt werden. Die Behandlung kann sich auf einzelne Venenabschnitte beschränken oder mehrere Bereiche umfassen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur Varikose
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur venösen Anatomie und zur Entstehung der Varikose und ordnet die verschiedenen Varizentypen ein. Er behandelt Beschwerden und den möglichen Krankheitsverlauf sowie operative, minimal-invasive und konservative Behandlungsansätze. Zudem erläutert er Behandlungsziele, Erfolgsaussichten und die Möglichkeit eines erneuten Auftretens von Varizen.
Vorbereitung auf den Eingriff
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erhebung relevanter Vorbefunde, die Medikamentenanamnese sowie Angaben zu Allergien und implantierten kardialen Geräten. Er behandelt die präoperative Ultraschalluntersuchung, die Festlegung des geeigneten Verfahrens, den Behandlungsrahmen und die möglichen Anästhesieverfahren.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den verschiedenen Verfahren zur Behandlung der Varikose. Er beschreibt endovenöse Methoden wie Lasertherapie, Radiofrequenzablation, Gewebekleber und Schaumsklerotherapie sowie Mini-Phlebektomie und Stripping. Ergänzend stellt er CHIVA, Valvuloplastie und Venenunterbindung dar und behandelt Anästhesie, Ultraschallkontrolle, Gefäßzugang, Tumeszenzanästhesie und Kompression. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen, Druckgefühl, Spannungsgefühl, Hämatome, Schwellungen, Verhärtungen, Vorübergehende Taubheit, Venöser Zugschmerz, Hautschäden an der Einstichstelle, Gewebeschäden, Nervenschäden, Entzündungen, Gewebsnekrose, Gefäßreizungen, Gefäßentzündungen, Narbenbildung, Sensibilitätsstörungen, Funktionsstörungen, Lähmungen, Anhaltende Schmerzen infolge einer Nervenschädigung, Pigmentstörungen, Störende Narben, Hautverfärbungen, Narbenschmerzen, Bewegungseinschränkungen, Tastbarer Venenstrang, Matting, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Sepsis, Venenerweiterung, Arteriovenöse Fistel, Blutungen, Nachblutungen, Gefäßverletzungen, Gefäßrisse, Bleibende Durchblutungsschäden, Extremitätenverlust, Transfusionsassoziierte HIV-Infektion, Transfusionsassoziierte Hepatitis, Muskelreizung, Muskelverletzung, Bindegewebereizung, Bindegewebsverletzung, Thrombose, Embolie, Gefäßverschluss, Durchblutungsstörungen, Funktionsverlust, Schlaganfall, Niereninfarkt, Darminfarkt, Ausdehnung eines Thrombus in das tiefe Venensystem, Gefäßverengung, Gefäßverstopfung, Entzündliche Reaktion, Blutungsrisiko unter Gerinnungshemmung, Gerinnungsstörung, Heparininduzierte Thrombozytopenie, Lymphgefäßverletzung, Lymphleckage, Lymphansammlung, Lymphokutane Fistel, Lymphödem, Persistierende Beinschwellung, Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Organschäden, Hirnschäden, Sehstörungen, Überdosierung beruhigender Mittel, Übergang in eine Vollnarkose, Beatmungspflicht, Sauerstoffmangel, Sauerstoffmangel in Organen, Blutdruckabfall, Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Technische Nichtdurchführbarkeit, Wechsel des Behandlungsverfahrens, Zusätzliche Eingriffe, Varizenrezidiv.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Erholungsphase nach dem Eingriff sowie mögliche Beschwerden im weiteren Verlauf. Weitere Themen sind Schmerzmittel, Kompression, frühe Mobilisierung und Kontrolluntersuchungen einschließlich der Ultraschallkontrolle.
Wichtige Verhaltenshinweise
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des Verhaltens nach dem Eingriff, darunter Reaktionsfähigkeit, Alltag und Bewegung, körperliche Belastung, Wärmeeinwirkung sowie den Umgang mit Verband und Kompression. Er behandelt außerdem Warnzeichen, Selbstbeobachtung und die Abklärung von Beschwerden an der Einstichstelle.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.