Was ist Abszess-OP?
Bei einer Abszess-OP wird eine örtlich begrenzte, meist infektionsbedingte Ansammlung von Eiter chirurgisch entlastet. Der Eingriff wird auch Abszessspaltung, Abszesseröffnung oder Abszessinzision genannt. Er kommt bei Abszessen an unterschiedlichen Körperstellen zum Einsatz, darunter im gynäkologischen Bereich, etwa bei einem Empyem der Bartholin-Drüse.
In der Regel wird der Eiterherd eröffnet, damit das Sekret abfließen kann. Je nach Befund können weitere Maßnahmen zur Versorgung des betroffenen Gewebes oder zur Ableitung von Wundflüssigkeit hinzukommen. Die Wunde kann zunächst offen bleiben, sodass sie schrittweise aus der Tiefe heilt. Welche Vorgehensweise geeignet ist, richtet sich unter anderem nach Lage, Ausdehnung und Beschaffenheit des Abszesses.
Bei einer Bartholin-Drüsen-Erkrankung kann zusätzlich ein neuer Abflussweg geschaffen werden, damit sich Sekret nicht erneut staut. Je nach Situation kommen dafür unterschiedliche operative Verfahren infrage. Die Abszess-OP wird in der Regel durch ein ärztliches Aufklärungsgespräch vorbereitet.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet den Abszess als Krankheitsbild ein und erläutert das Empyem als besondere Erscheinungsform mit Bezug zur Bartholin-Drüse. Er behandelt typische Symptome, mögliche Lokalisationen und Akne inversa sowie die festgestellte Behandlungsindikation.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die schriftliche Einwilligung. Zudem werden die möglichen Anästhesieverfahren und die gesonderte narkoseärztliche Aufklärung thematisiert.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Abszessinzision und Eiterentlastung sowie den ergänzenden Maßnahmen zur Wundbehandlung. Er stellt unter anderem Débridement, Spülung, Abstrichentnahme, Tamponade, Drainage und Vakuumtherapie dar. Für das Bartholin-Empyem beschreibt er Marsupialisation, Katheteranlage und Zystektomie; außerdem behandelt er Antibiotikatherapie und mögliche spätere Wundverschlüsse oder Korrektureingriffe. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Vorgehensweisen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutung, Blutverlust, Transfusionsbedarf, Verletzung benachbarter Gewebe, postoperative Entzündung, Sepsis, Abszessrezidiv, kosmetische Beeinträchtigung, Narbenbildung, Narbenhypertrophie, Hautverfärbung, Schmerz, Bewegungseinschränkung, Fistelbildung, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Taubheitsgefühl, Lähmung, Thrombose, Embolie, Lungenembolie, Herz-Kreislauf-Komplikation, allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krampfanfall, Tachykardie, Kreislaufschock.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des weiteren Verlaufs, darunter Wundheilung, Medikamenteneinnahme, Wundpflege und Hygiene. Außerdem behandelt er die ambulante Entlassung, Betreuung, mögliche Warnzeichen, Nachuntersuchung und Verlaufskontrollen sowie Aspekte des Stillens.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.