Was ist Diagnostische Laparoskopie?
Die diagnostische Laparoskopie, auch Bauchspiegelung genannt, ist ein endoskopisches Verfahren zur Untersuchung der Organe im Bauch- und Beckenraum. Über einen Zugang durch die Bauchwand wird ein optisches Instrument eingebracht, dessen Bilder eine Beurteilung der inneren Organe ermöglichen. In der Gynäkologie kann das Verfahren helfen, Beschwerden im Unterbauch abzuklären oder bei unerfülltem Kinderwunsch relevante Befunde zu untersuchen.
Je nach Fragestellung dient die Laparoskopie ausschließlich der Diagnostik oder wird mit begrenzten therapeutischen Maßnahmen kombiniert. Dazu können etwa die Entnahme von Gewebeproben oder die Behandlung geeigneter Befunde während desselben Eingriffs gehören. Bei der herkömmlichen Technik werden Zugänge für Optik und Instrumente getrennt angelegt; bei einer Ein-Zugang-Variante erfolgen sie gebündelt über eine Stelle. Für die Instrumentenführung kann außerdem ein Robotersystem eingesetzt werden. Welche Vorgehensweise infrage kommt, richtet sich nach dem Untersuchungsziel und dem individuellen Befund.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet die diagnostische Laparoskopie bei unklaren Unterbauchbeschwerden und Unfruchtbarkeit ein. Er behandelt die Abklärung möglicher Ursachen, daraus folgende Behandlungsoptionen und alternative bildgebende Untersuchungen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die Narkoseplanung, die Erfassung der Medikation, relevante medizinische Ausweise, den ambulanten oder stationären Rahmen sowie Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem laparoskopischen Zugang und der optischen Untersuchung des Bauchraums. Er beschreibt zusätzliche Arbeitszugänge, mögliche Gewebeentnahmen und kleinere operative Maßnahmen sowie alternative Zugangs- und Insufflationsverfahren und eine robotergestützte Instrumentenführung. Begleitende Maßnahmen wie Blasenkatheter, Uterussonde oder Katheter, Farbstoffprüfung der Eileiter, Spülung und Drainage werden ebenfalls behandelt; auch eine mögliche Erweiterung des Zugangs und die Gewebeuntersuchung sind umfasst. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen und schwerer Blutverlust, Bluttransfusion, Verletzungen von Gebärmutter, Eileitern, Eierstöcken, Nachbarorganen, Blutgefäßen und Nerven, Bauchfellentzündung, Darmlähmung, Darmverschluss, Künstlicher Darmausgang, Harnleiter- oder Harnblasenverletzungen mit Urinabgang über die Scheide, Verwachsungen, Unfruchtbarkeit, Verdauungsbeschwerden, Haut-, Weichteil- und Nervenschädigungen mit Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühl, Lähmung, Schmerzen oder bleibenden Narben, Thrombose, Lungenembolie, Blasenentleerungsstörungen, Harnwegsinfekte, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen bis hin zu Atemnot, Krämpfen und Kreislaufschock, Wundheilungsstörungen und Blutvergiftung, Narbenwucherungen mit Hautveränderungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, Entzündungen von Gebärmutter, Eierstöcken oder Eileitern, Verklebungen der Eileiter, Narbenbruch, Kreislaufstillstand und Kreislaufstörungen bei Eileiterspülung, mit möglichen Organschäden und verminderter körperlicher Leistungsfähigkeit, Bauch-, Rippen- und Schulterschmerzen, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge mit erschwerter Atmung, Gasübertritt in die Blutbahn.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Entlassung nach dem Eingriff, das Verhalten nach der Entlassung sowie postoperative Warnzeichen. Er behandelt außerdem die Kontrolluntersuchung mit Blick auf Wundheilung und Infektionszeichen sowie die Befundbesprechung und mögliche weiterführende Behandlungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.