Was ist Eierstockerkrankungen-Eierstockkrebs?
Veränderungen an Eierstöcken oder Eileitern können gutartig oder bösartig sein und lassen sich vor einer Operation nicht immer eindeutig einordnen. Bei einem entsprechenden Verdacht dient ein chirurgischer Eingriff dazu, Gewebe zu untersuchen und – abhängig vom Befund – erkrankte Bereiche zu behandeln. Die feingewebliche Untersuchung ist wesentlich für die Diagnose und die weitere Therapieplanung.
Der Zugang richtet sich nach der klinischen Situation: Bei ausgewählten unklaren Befunden kann zunächst eine Bauchspiegelung erfolgen; bei vermutetem oder bestätigtem Eierstockkrebs kommt häufig eine offene Operation infrage. Bei einer Tumoroperation werden Umfang und Ziel der Entfernung an Ausbreitung und Tumoreigenschaften ausgerichtet. In ausgewählten frühen Fällen kann eine fertilitätserhaltende Vorgehensweise erwogen werden. Je nach endgültigem Befund kann sich eine medikamentöse onkologische Behandlung anschließen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zu Eierstockveränderungen und Eierstockkrebs
Der Aufklärungsbogen ordnet Veränderungen an Eierstöcken und Eileitern medizinisch ein und erläutert die Bedeutung der operativen Abklärung bei einem möglichen Eierstockkrebs. Er behandelt außerdem familiäre und berufliche Aspekte, die diagnostische und therapeutische Rolle des Eingriffs sowie mögliche weitere Behandlungswege.
Vorbereitung auf den Eingriff
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Narkoseaufklärung sowie die Mitteilung zur Medikamenteneinnahme. Auch medizinische Ausweise und vorhandene Befunde werden als Vorbereitungsthemen aufgegriffen.
Operativer Ablauf bei Eierstockveränderungen und Eierstockkrebs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der diagnostischen Bauchspiegelung und der anschließenden offenen Tumoroperation. Er stellt Gewebeentnahmen, die Entfernung befallener Organe und gegebenenfalls von Lymphknoten sowie fruchtbarkeitserhaltende Vorgehensweisen und das Vorgehen bei Borderline-Tumoren dar. Weitere Themen sind Drainagen, mögliche Erweiterungen des Eingriffs und das Vorgehen, wenn eine vollständige Tumorentfernung nicht möglich ist. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Vorgehensweisen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung von Gebärmutter, Eileitern, Eierstöcken und Nachbarorganen, Darmverletzung, Bauchfellentzündung, Darmlähmung, Darmverschluss, Harnleiterverletzung, Harnstau und Nierenschädigung, Nierenverlust, Harnblasenverletzung, Urinabgang über die Scheide, Nervenverletzung, Lähmungen, Störungen von Blasen- und Darmentleerung, Scheidentrockenheit und Sensibilitätsveränderungen beim Geschlechtsverkehr, Wundinfektion, Blutvergiftung, Schmerzen und Druckgefühl nach minimalinvasivem Eingriff, Blutung, Schwerer Blutverlust, Infektionsübertragung durch Fremdbluttransfusion, Harnverhalt, Harnröhren- und Blasenentzündung im Zusammenhang mit einem Katheter, Entzündungen im Bereich von Eierstöcken, Eileitern und kleinem Becken, Verklebungen der Eileiter, Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, Narbenwucherungen, Thrombose, Lungenembolie, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Absterben von Darmwandgewebe, Undichtigkeit einer Darmnaht, Komplikationen am künstlichen Darmausgang, Störungen beim Wasserlassen und Stuhlgang, Starker Durchfall, Absinken von Scheide, Blase und Darm, Narbenbruch, Verwachsungen im Bauchraum, Schädigungen von Haut, Weichteilen und Nerven durch Injektionen, Desinfektion oder Lagerung, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, Gasembolie, Lymphflüssigkeitsansammlung im Bauchraum und Lymphzysten, Lymphödeme im Genitalbereich und an den Beinen, Hormonmangel und Wechseljahresbeschwerden, Psychische und soziale Belastungen, Depressive Verstimmungen und Depressionen, Beeinträchtigung des sexuellen Erlebens und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach der Operation, darunter Erholung, Prognose, mögliche zusätzliche Behandlungen und die langfristige Nachsorge. Er behandelt außerdem Anschlussheilbehandlung, soziale Unterstützung und Selbsthilfeangebote sowie Themen rund um Sexualität, körperliche Belastung, Wundpflege und Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollten.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.