Was ist Entfernung-Myome?
Bei einer Myomektomie werden Myome aus der Gebärmutter entfernt, während das Organ grundsätzlich erhalten bleibt. Myome sind gutartige Wucherungen aus Muskelgewebe. Ein Eingriff kann erwogen werden, wenn sie Beschwerden verursachen oder im Zusammenhang mit einem Kinderwunsch beziehungsweise der Fruchtbarkeit relevant sind.
Der operative Zugang richtet sich unter anderem nach Position, Größe und Anzahl der Myome. Liegen sie in der Gebärmutterhöhle, kann die Entfernung hysteroskopisch über Scheide und Gebärmutterhals erfolgen. Bei anderen Befunden kommen ein laparoskopisches Vorgehen mit kleinen Zugängen durch die Bauchdecke oder eine offene Operation über einen Bauchschnitt infrage.
Welche Methode geeignet ist, hängt zudem von den individuellen anatomischen Gegebenheiten und dem Behandlungsziel ab. Die Myome werden aus der Gebärmutter entfernt; bei Eingriffen an der Gebärmutterwand wird das Gewebe anschließend wieder verschlossen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zu Uterusmyomen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Entstehung, Lage und Entwicklung von Uterusmyomen sowie mögliche Beschwerden und Auswirkungen auf Fertilität und Schwangerschaft. Er behandelt Gründe für eine operative Entfernung und stellt konservative sowie interventionelle Behandlungsalternativen vor.
Vorbereitungen
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Narkoseaufklärung, die Erhebung der Medikamentenanamnese und von Vorerkrankungen sowie organisatorische Aspekte der Versorgung und weitere Vorbereitungsthemen.
Ablauf der Myomentfernung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den Zugangswegen Laparoskopie, Laparotomie und Hysteroskopie sowie der möglichen robotergestützten Instrumentenführung. Er beschreibt die Myomresektion aus der Gebärmutterhöhle, die Enukleation von Myomen in der Gebärmutterwand mit anschließender Rekonstruktion und die mögliche Morcellation. Auch Anästhesie, Antibiotikaprophylaxe, Blasenkatheter, Drainage und Wundverschluss werden behandelt. Patientinnen und Patienten kennen damit die möglichen Verfahren vor dem Einwilligungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutung, Blasenverletzung, Harnleiterverletzung, Nervenverletzung, Gefäßverletzung, Verletzung anderer Organe, Bauchfellentzündung, Haut- und Weichteilschädigung, Thrombose, Lungenembolie, Allergische Reaktion und Unverträglichkeit, Verletzung umliegenden Gewebes durch Operationsinstrumente, Blasenkatheterbeschwerden, Harnwegsinfektion, Blasenentleerungsstörung, Erschwerter Eingriff durch Verwachsungen.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Postoperative Schmerzen, Wundheilungsstörung, Blähungen, Bauchkrämpfe, Übelkeit, Übermäßige Aufnahme von Spülflüssigkeit, Kreislauf- und Elektrolytstörungen, Verbreitung maligner Tumorzellen durch Morcellation, Blasen- und Darmentleerungsstörung durch Nervenschädigung, Wiederauftreten oder Wachstum von Myomen, Gebärmutterruptur in einer späteren Schwangerschaft, Verwachsungen im Bauchraum und Darmverschluss, Verklebungen der Gebärmutterhöhle, Narbenbruch, Fortbestehende Beschwerden und mögliche Gebärmutterentfernung, Fistelbildung, Erneuter Eingriff.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die anschließende Mobilisation und die Schmerzbehandlung. Weitere Themen sind Wundversorgung, Drainagen, die Einschätzung vor der Entlassung und die anschließende Begleitung.
Verhalten nach Entlassung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Erholung und Nachsorge nach der Entlassung, darunter Arbeitsunfähigkeit, die ärztliche Abklärung auftretender Beschwerden, Wundheilung und körperliche Belastung. Er behandelt außerdem Schwangerschaftsplanung, Maßnahmen im Hinblick auf ein erneutes Myomwachstum sowie Fadenentfernung und gynäkologische Nachkontrolle.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.