Was ist Ersttrimester-Screening?
Das Ersttrimester-Screening (ETS) ist ein nicht-invasives Verfahren der Pränataldiagnostik im ersten Schwangerschaftsdrittel. Es dient dazu, Hinweise auf bestimmte chromosomale Besonderheiten und ausgewählte Entwicklungsmerkmale des ungeborenen Kindes zu gewinnen. Das Ergebnis ist eine statistische Einschätzung und keine Diagnose.
Bei der kombinierten Untersuchung werden sonografische Beobachtungen mit biochemischen Markern aus einer Blutprobe der Schwangeren zusammengeführt. Zusätzlich können mütterliche und schwangerschaftsbezogene Faktoren in die Berechnung einfließen. Der Ultraschall ermöglicht außerdem eine orientierende Beurteilung der frühen Entwicklung.
Je nach medizinischer Fragestellung kommen ergänzend andere Screening- oder diagnostische Verfahren infrage, darunter Bluttests auf zellfreie fetale DNA sowie invasive Untersuchungen. Diese Methoden unterscheiden sich darin, welche Informationen sie liefern und wie sicher eine Diagnose gestellt werden kann. Die Wahl und Einordnung des Vorgehens erfolgen im ärztlichen Gespräch.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet das Ersttrimester-Screening in die Pränataldiagnostik ein und erläutert dessen Ziel, Bestandteile und Aussagekraft als Wahrscheinlichkeitsabschätzung. Er behandelt die Entscheidungsfreiheit und das Recht auf Nichtwissen sowie ergänzende Beratungsangebote. Zudem stellt er weitere Untersuchungsmöglichkeiten vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere ärztliche Aufklärung, genetische Beratung und Einwilligung. Er behandelt außerdem die Kosteninformation, den ambulanten Rahmen und den Mutterpass als relevantes Dokument.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Ultraschalluntersuchung und Bluttest. Er stellt die transabdominale und transvaginale Ultraschalluntersuchung sowie die Blutentnahme und anschließende statistische Risikoberechnung dar. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Untersuchungswege bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: erschwerte Untersuchbarkeit, nicht auswertbarer Befund, falsch-positiver Befund.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Einordnung der Befunde und mögliche Schritte zur weiteren Abklärung. Er behandelt Beratungsangebote bei auffälligen Befunden sowie Unterstützungs- und Nachsorgemöglichkeiten im weiteren Verlauf.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.