Was ist Extrauterine Schwangerschaft?
Von einer extrauterinen Schwangerschaft, auch ektopische Schwangerschaft genannt, spricht man, wenn sich eine befruchtete Eizelle außerhalb der Gebärmutterhöhle einnistet. Am häufigsten liegt die Schwangerschaft im Eileiter; andere mögliche Orte sind etwa Eierstock, Gebärmutterhals oder Bauchraum. Da sich eine Schwangerschaft an diesen Stellen nicht regulär entwickeln kann, ist eine Behandlung erforderlich.
Je nach Lage und medizinischer Situation kommen unterschiedliche Vorgehensweisen infrage. Dazu zählen eine operative Entfernung des Schwangerschaftsgewebes, eine medikamentöse Behandlung oder – bei ausgewählten frühen Verläufen – engmaschige ärztliche Beobachtung. Bei operativem Vorgehen kann der Zugang minimal-invasiv oder über einen Bauchschnitt erfolgen. Die Wahl richtet sich unter anderem nach dem Befund und individuellen Faktoren wie dem Kinderwunsch.
Die Aufklärung zur Behandlung der extrauterinen Schwangerschaft strukturiert die wesentlichen Themen für das ärztliche Gespräch und ergänzt dieses, ersetzt es jedoch nicht.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur extrauterinen Schwangerschaft
Der Aufklärungsbogen ordnet die Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutterhöhle ein und behandelt mögliche Implantationsorte sowie Ursachen und Risikofaktoren. Er erläutert die grundsätzlich infrage kommenden operativen, medikamentösen und beobachtenden Behandlungsansätze.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate Narkoseaufklärung sowie die Erfassung von Medikamenteneinnahme und Vorerkrankungen. Auch relevante medizinische Ausweise und Unterlagen werden thematisiert.
Ablauf der Behandlung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Behandlung mit Schwerpunkt auf operativen und medikamentösen Verfahren. Er beschreibt die Zugangswege Bauchspiegelung und Bauchschnitt sowie die operative Versorgung je nach Implantationsort und die medikamentöse Therapie. Als mögliche Begleitmaßnahmen behandelt er Blasenkatheter, Wunddrainage und eine zusätzliche Gebärmutterspiegelung mit Absaugung oder Ausschabung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen, Schwerer Blutverlust, Verletzungen von Nachbarorganen, Durchblutungsstörungen, Darmlähmung, Darmverschluss, Bauchfellentzündung, Sepsis, Entzündungen der Gebärmutterhöhle oder der Eileiter, Empfängnisschwierigkeiten und Unfruchtbarkeit, Eileiterverschluss, Verwachsungen der Gebärmutterhöhle und des Gebärmutterhalskanals, Menstruationsstörungen, Harnentleerungsstörungen, Katheterbedingte Beschwerden und Blasenreizung, Harnwegsinfektionen, Narbenwucherungen, Narbenbruch, Fistelbildung, Chronische Schmerzen, Verwachsungen im Bauchraum, Muttermund-Verschlussschwäche, Fehlgeburt, Frühgeburt, Verbleibendes Schwangerschaftsgewebe, Verlängerte Blutungen, Erneute Eileiterschwangerschaft, Postoperative Bauch-, Rippen- und Schulterschmerzen, Gasbedingte Atemnot, Gasembolie, Übelkeit und Erbrechen unter medikamentöser Behandlung, Entzündungen der Mund- und Darmschleimhaut, Haarausfall, Blutbildveränderungen, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Lungenfunktionsstörungen, Fruchtschädigende Wirkung des Medikaments, Anhaltende Schwangerschaftsgewebe-Aktivität, Schädigungen von Haut, Weichteilen und Nerven, Gefühlsstörungen und Taubheitsgefühle, Lähmungen, Thrombose, Lungenembolie, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Schwere allergische Reaktionen, Wundheilungsstörungen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf einschließlich der Rhesusprophylaxe, möglicher Beschwerden nach der Behandlung und der ambulanten oder stationären Versorgung. Er behandelt außerdem die Verlaufskontrollen des Schwangerschaftshormons und weitere Nachsorgetermine.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.