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Aufklärungsbogen · Gynäkologie-Geburtshilfe

Harninkontinenz-OP

Auch: Harninkontinenzoperation, Operation bei Harninkontinenz, Inkontinenzoperation

Operative Verfahren können bei unterschiedlichen Formen der Harninkontinenz eine Behandlungsoption sein. Der Aufklärungsbogen behandelt Indikation, mögliche Verfahren, Vorbereitung, Ablauf, Risiken und den weiteren Verlauf einschließlich Nachsorge.

Stand
6. Februar 2026
Sprachen
1
Themen
110
anpassbare Angaben
0
Zweisprachiger Aufklärungsbogen mit deutschem Original links und Übersetzung rechts, einem Abschnitt aus der Anamnese, einer ärztlichen Ergänzung, zwei Unterschriften und dem Anhang.

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69,00 €Preis inkl. Umsatzsteuer

Nur für Praxen, Kliniken und andere Unternehmen.

Es gelten die Lizenzbedingungen.

Der Bogen bereitet das Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es. Er ersetzt es nicht.

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Was ist Harninkontinenz-OP?

Eine Harninkontinenz-OP umfasst verschiedene Eingriffe zur Behandlung eines unkontrollierten Urinabgangs. Sie kann erwogen werden, wenn Beschwerden den Alltag erheblich beeinträchtigen und nicht operative Ansätze keine ausreichende Besserung erzielt haben. Welche Methode infrage kommt, richtet sich unter anderem danach, ob eine Belastungs-, Drang- oder Mischinkontinenz vorliegt.

Bei einer Belastungsinkontinenz kommen beispielsweise Schlingenverfahren infrage, die den Bereich unter der Harnröhre unterstützen. Alternativ kann eine Substanz in das Gewebe nahe der Harnröhre eingebracht werden, um deren Verschluss zu verbessern. In ausgewählten Fällen lässt sich die Harnröhre auch durch eine operative Fixierung oder körpereigenes Gewebe stabilisieren.

Bei Drangbeschwerden können Injektionen mit Botulinumtoxin in die Blasenwand oder eine sakrale Neuromodulation eingesetzt werden. Letztere beeinflusst über elektrische Impulse die Nervensteuerung der Blase. Bei gleichzeitig bestehenden Inkontinenzformen kann eine Kombination von Behandlungsansätzen geprüft werden. Die Auswahl erfolgt anhand der individuellen Befunde und des Beschwerdebilds.

Aufbau

Was der Aufklärungsbogen behandelt

  1. 01

    Grundlegende Informationen 9 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die Funktion der Harnblase und ordnet verschiedene Formen der Harninkontinenz ein. Er behandelt die Voraussetzungen für eine operative Versorgung, konservative Alternativen sowie die verfügbaren Verfahren. Auch besondere medizinische Voraussetzungen und Einschränkungen für einzelne Behandlungen werden dargestellt.

  2. 02

    Vorbereitungen 9 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die anästhesiologische Planung, die Erfassung von Medikamenten und Vorerkrankungen sowie organisatorische Aspekte des Aufenthalts. Außerdem werden Nüchternheit, implantierte Herzgeräte und ablegbare Gegenstände als Vorbereitungsthemen behandelt.

  3. 03

    Ablauf 20 Themen

    Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den unterschiedlichen operativen Verfahren und Zugangswegen. Er beschreibt Bulking-Agent-Behandlung, Schlingenoperationen mit TVT- oder TOT-Zugang, Botulinumtoxin-Injektion, sakrale Neuromodulation, Kolposuspension und einen Zügel aus körpereigenem Bindegewebe. Auch Anästhesie, mögliche Zugänge, begleitende Maßnahmen und der Wundverschluss werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.

  4. 04

    Risiken während des Eingriffs 12 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen und Blutergüsse, Verletzungen von Blase, Harnleiter, Gefäßen und weiteren Organen, Hautschädigungen, Weichteilschädigungen, Nervenschädigungen, Thrombose, Lungenembolie, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Katheterbedingte Beschwerden und Blasenreizung, Dysurie, Harndrang und unvollständige Blasenentleerung nach Katheterentfernung, Harnwegsinfektion, Intraabdominale Verwachsungen mit erschwertem Eingriff.

  5. 05

    Risiken nach dem Eingriff 39 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Postoperative Bauchschmerzen, Rippen- und Schulterschmerzen, Wundheilungsstörungen, Tiefe Gewebeinfektion am Oberschenkel, Nekrotisierende Weichteilinfektion, Harnwegsinfektion, Blasenentleerungsstörung, Restharn und Harnverhalt, Schmerzhaftes Wasserlassen, Suprapubische Schmerzen, Leisten- und Oberschenkelinnenschmerzen, Anhaltende Beckenschmerzen, Schmerzen an Impulsgeber- oder Elektrodenstelle, Schmerzen im Bereich des Bauchschnitts, Dyspareunie, Perforation der vaginalen Seitenwand, Reizung oder Verletzung von Nerven an der Oberschenkelinnenseite, De-novo-Drang und Blasenüberempfindlichkeit, Erosion von Band- oder Implantatmaterial, Fortbestehende Harninkontinenz, Nachlassende Wirkung der Harnröhrenunterspritzung, Verlagerung eingespritzten Materials, Abszess an der Injektionsstelle, Örtliche Gewebereaktionen und Zysten, Nachlassende Botulinumtoxin-Wirkung, Nachlassen oder Veränderung der Stimulationswirkung, Implantatinfektion, Elektrodenverlagerung, Gewebebildung im Bereich der Elektrode, Erforderliche Anpassung oder Revision des Neuromodulationssystems, Elektrodenbruch, Entfernung des Neuromodulationssystems, Wechselwirkungen mit Herzschrittmachern oder Defibrillatoren, MRT-Einschränkungen bei implantierten Systemen, Senkung von Scheide oder Beckenorganen, Narbenbruch, Intraabdominale Verwachsungen, Darmverschluss infolge von Verwachsungen, Einwachsen eines körpereigenen Bandes in Harnröhre oder Scheide, Beschädigung des Implantats im Zusammenhang mit einer Geburt.

  6. 06

    Weiterer Verlauf 8 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und die möglichen Wege der weiteren Versorgung. Er behandelt Mobilisation, Schmerzbehandlung, Wundkontrollen sowie den Umgang mit Drainage und Blasenkatheter. Auch die abschließende Kontrolle und das Entlassungsgespräch sind Teil dieses Kapitels.

  7. 07

    Verhalten nach Entlassung 13 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Erholung und Nachsorge nach der Entlassung, darunter Arbeitsfähigkeit, Blasenfunktion und die Betreuung implantierter Systeme. Er behandelt außerdem Wundpflege, Körperhygiene, körperliche Aktivität, Beckenbodentraining und sexuelle Aktivität. Weitere Schwerpunkte sind Warnzeichen sowie die ärztliche Nachsorge und Verlaufskontrolle.

Passt sich an den Fall an

In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.

    Mehrsprachig verfügbar

    Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.

    Aufklärung patientenindividuell und digital

    In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie medudoc Aufklärungsbogen und Aufklärungsvideo aus Anamnese und Eingriff erzeugt – zweisprachig und elektronisch signiert.

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