Was ist Hysteroskopische Endometriumablation?
Die hysteroskopische Endometriumablation ist ein operatives Verfahren zur Behandlung starker oder anhaltender Gebärmutterblutungen. Dabei wird die Gebärmutterschleimhaut über einen Zugang durch den Gebärmutterhals behandelt. Eingesetzt wird das Verfahren nach entsprechender diagnostischer Abklärung, insbesondere wenn eine medikamentöse Behandlung nicht ausreichend wirkt oder nicht infrage kommt. Es wird üblicherweise bei abgeschlossener Familienplanung erwogen.
Während des Eingriffs ermöglicht ein Hysteroskop die Sicht auf die Gebärmutterhöhle. Die Schleimhaut wird unter Sicht gezielt abgetragen oder verödet, um ihre Funktion und damit die Blutungsstärke zu vermindern. Je nach Verfahren kommen beispielsweise elektrische Energie oder Wärme zum Einsatz; auch eine operative Abtragung mit Instrumenten ist möglich.
Die konkrete Methode richtet sich nach dem klinischen Befund und der individuellen Situation. Ziel ist, die Blutungen zu reduzieren und möglichst eine Entfernung der Gebärmutter zu vermeiden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Anatomie der Gebärmutter und des Endometriums sowie mögliche Ursachen und Auswirkungen abnormaler uteriner Blutungen. Er beschreibt das Behandlungsziel und ordnet die Endometriumablation gegenüber medikamentösen und operativen Alternativen ein.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Aufklärung und Einwilligung, die anästhesiologische Versorgung, die Erfassung der Medikation sowie relevante Ausweise und Vorbefunde.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der hysteroskopischen Behandlung des Endometriums. Er stellt die hormonelle Vorbehandlung, die Gebärmutterspiegelung und die Distension der Gebärmutterhöhle dar. Die Schleimhaut kann je nach Verfahren elektrisch, thermisch, mittels Laser oder Ultraschall sowie mechanisch abgetragen oder behandelt werden; gegebenenfalls wird Gewebe histopathologisch untersucht. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Gebärmutterperforation, starke Blutung, Verletzung benachbarter Organe, Bauchfellentzündung, Bauchschmerzen, Blutverlust, HIV- oder Hepatitisübertragung durch Transfusion, Ansammlung von Blut oder Flüssigkeit in der Gebärmutter, Infektion oder Entzündung der Beckenorgane, Verklebungen der Eileiter, Einschränkung der Eileiterfunktion und Fertilität, Fistelbildung, Thrombose, Lungenembolie, Herz-Kreislauf-Komplikationen, allergische oder Unverträglichkeitsreaktionen, Kreislaufbelastung durch Spülflüssigkeit, Flüssigkeitsansammlung in der Lunge, Gasembolie, Haut- und Weichteilschäden, Nervenschäden, Sensibilitätsstörungen, Lähmungen, dauerhafte Schäden oder Narben, Beschwerden infolge hormoneller Vorbehandlung, Schwangerschaft trotz Behandlung, Fehlgeburt, Frühgeburt, Komplikationen mit dem Mutterkuchen, Notwendigkeit einer Gebärmutterentfernung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den möglichen Verlauf nach dem Eingriff, darunter Behandlungsergebnis, Entlassung und Betreuung sowie Verhalten nach der Entlassung. Weitere Themen sind Warnzeichen, Kontrolluntersuchungen und gegebenenfalls erforderliche Behandlungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Operationsergebnis oder einem Laborbefund.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.