Was ist IUP?
Ein Intrauterinpessar (IUP), umgangssprachlich auch Spirale genannt, ist ein kleines Verhütungsmittel, das in der Gebärmutter platziert wird. Es bietet einen längerfristigen Schutz vor einer Schwangerschaft und kann bei Bedarf ärztlich wieder entfernt werden. Der Begriff umfasst unterschiedliche Systeme, die sich unter anderem durch ihre Materialien und Wirkprinzipien unterscheiden.
Zu den Varianten zählen hormonhaltige Intrauterinsysteme sowie kupferhaltige IUPs. Hormonhaltige Systeme setzen lokal ein Gestagen frei; kupferhaltige Modelle wirken ohne Hormone. Es gibt außerdem Ausführungen mit weiteren Metallbestandteilen. Welches System infrage kommt, hängt von individuellen medizinischen Voraussetzungen und den Präferenzen der Patientin ab. Das Einsetzen und Entfernen erfolgen durch eine Ärztin oder einen Arzt. Das IUP wird sowohl zur längerfristigen Empfängnisverhütung als auch, bei bestimmten kupferhaltigen Modellen, zur Notfallverhütung eingesetzt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zur Verhütung mit einem IUP
Der Aufklärungsbogen erläutert die Verhütung mit einem IUP, stellt die hormonhaltigen und kupferhaltigen Systeme sowie deren Wirkprinzipien vor und ordnet sie in die Möglichkeiten der Familienplanung ein. Außerdem behandelt er alternative Verhütungsmethoden.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Kosten für das System, das Einlegen und Entfernen sowie die Untersuchungen und die mögliche Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Einlage und dem Wechsel hormonhaltiger und kupferhaltiger Systeme, einschließlich Gold- und Silberspiralen sowie Kupferketten. Er behandelt die Gebärmuttersondierung, die Einführung und Lagekontrolle des Systems sowie mögliche Maßnahmen zur Schmerzlinderung. Auch die Notfallkontrazeption mit bestimmten Kupferspiralen wird thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Überempfindlichkeitsreaktionen, Allergische Reaktionen, Unverträglichkeitsreaktionen, Anaphylaktische Reaktionen, Synkope, Epileptische Anfälle, Blutungen, Verletzungen des Muttermunds, Uterusperforation, Verlagerung des Systems in die Bauchhöhle, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Dyspareunie, Vaginaler Ausfluss, Expulsion des Systems, Ungewollte Schwangerschaft, Menstruationsstörungen, Verstärkte Menstruationsblutung, Verlängerte Menstruationsblutung, Dysmenorrhö, Zwischenblutungen, Abgeschwächte oder verkürzte Menstruationsblutung, Amenorrhö, Entzündungen und Infektionen, Salpingitis, Tubenverklebungen, Beeinträchtigung der Fertilität, Sepsis, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Akne, Brustspannen, Hirsutismus, Alopezie, Unwohlsein, Libidoverlust, Ödeme, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Suizidgedanken, Ovarialzysten, Brustkrebs, Eileiterschwangerschaft, Bauchhöhlenschwangerschaft, Fehlgeburt, Infektionen bei bestehender Schwangerschaft, Schwangerschaftsabbruch, Hautschädigungen, Weichteilschädigungen, Nervenschädigungen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungen, Dauerhafte Schäden oder Narben.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des weiteren Verlaufs und der Nachsorge, darunter Kontrolluntersuchungen, die Lagekontrolle des Systems und die Abklärung möglicher Beschwerden. Außerdem behandelt er den Infektionsschutz, die Sichtbarkeit bei bildgebenden Untersuchungen sowie Aspekte im Zusammenhang mit Stillzeit, Diabetes mellitus, bestimmten Medikamenten und Kupferunverträglichkeit.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.