Was ist Karzinome der Gebärmutter?
Unter dem Begriff werden unterschiedliche bösartige Tumorerkrankungen des Uterus zusammengefasst. Dazu zählen vor allem Tumoren der Gebärmutterschleimhaut und des Gebärmutterhalses sowie seltene Sarkome, die aus Muskel- oder anderem Bindegewebe der Gebärmutter hervorgehen. Die Einordnung richtet sich nach dem Ursprungsgewebe und den Merkmalen des Tumors.
Die Behandlung wird auf Tumorart und Ausbreitung abgestimmt. Bei vielen Erkrankungen ist eine Operation ein wesentlicher Therapiebaustein. Je nach Befund kann sie die Entfernung der Gebärmutter umfassen; bei bestimmten Tumorarten werden zusätzlich angrenzende Gewebe oder Lymphknoten einbezogen. Der Zugang kann offen über einen Bauchschnitt oder minimalinvasiv erfolgen. Bei ausgewählten Patientinnen und bestimmten frühen Tumorstadien kann ein organerhaltendes Vorgehen geprüft werden.
Abhängig von der individuellen Situation kommen auch Strahlentherapie, medikamentöse Tumortherapie oder eine Kombination verschiedener Behandlungen infrage. Der Aufklärungsbogen unterstützt das ärztliche Gespräch zu Eingriff und Behandlungsmöglichkeiten, ersetzt dieses jedoch nicht.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zu Karzinomen der Gebärmutter
Der Aufklärungsbogen ordnet die Erkrankung anhand der betroffenen Gewebe und ihrer Ausbreitung ein. Er behandelt die Grundlagen der Therapieplanung sowie operative und nichtoperative Behandlungsoptionen.
Vorbereitungen
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch, die separate Narkoseaufklärung, die Medikamenteneinnahme sowie relevante Vorbefunde und Bildgebung.
Ablauf der Operation
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den offenen und minimalinvasiven Operationszugängen sowie dem möglichen Einsatz eines Operationsroboters. Er stellt die je nach Erkrankungsausdehnung möglichen Organentfernungen, Lymphknotenentnahmen und Eingriffe an weiteren Bauchorganen dar und behandelt auch Gewebeuntersuchungen, organerhaltende Ansätze sowie mögliche Anpassungen des Vorgehens. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blasenverletzung, Harnleiterverletzung, Darmverletzung, Gefäßverletzung, Durchblutungsstörung, Nervenschädigung, Intraabdominelle Entzündung, Darmatonie, Darmverschluss, Künstlicher Darmausgang, Harnleiterstenose, Harnstauung, Nierenverlust, Harnfistel, Sensibilitätsstörung im Narbenbereich, Wundinfektion, Sepsis, Bauchschmerz nach minimalinvasivem Eingriff, Schulter- und Rippenschmerz, Blutung, Schwerer Blutverlust mit Transfusionsbedarf, Transfusionsbedingte Infektion, Miktions- und Blasenentleerungsstörung, Dauerhafte Blasenfunktionsstörung, Narbenwucherung, Thrombose, Lungenembolie, Allergische und Unverträglichkeitsreaktion, Scheidenstumpfdehiszenz, Darmvorfall durch die Scheide, Blasen- und Darmfunktionsstörung, Restharnbildung, Verstopfung, Harn- und Stuhlinkontinenz, Beckenorganabsenkung, Narbenbruch, Verwachsungen, Katheterbedingte Blutung, Harnwegsinfektion, Harnwegsverletzung durch Katheter, Haut- und Weichteilschädigung, Gasembolie, Lymphozele, Lymphödem.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert mögliche körperliche und psychische Veränderungen nach der Behandlung, Aspekte der Prognose sowie die Bedeutung der Gewebeuntersuchung für den weiteren Verlauf. Außerdem behandelt er Schwangerschaftsmöglichkeiten nach organerhaltenden Ansätzen, die postoperative Erholungsphase und Beschwerden, die ärztlich abgeklärt werden sollten.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.