Was ist OP äußere Geschlechtsorgane?
Operationen an der Vulva und den angrenzenden Bereichen umfassen verschiedene chirurgische Maßnahmen. Sie kommen beispielsweise bei Gewebeveränderungen, Zysten oder Abszessen sowie bei Beschwerden durch Narben oder anatomische Besonderheiten infrage. Welches Verfahren geeignet ist, richtet sich nach dem jeweiligen Befund und dem Behandlungsziel.
Zum Spektrum gehören die Entnahme von Gewebe zur diagnostischen Abklärung, die Entfernung veränderter Areale sowie Eingriffe zur Behandlung von Flüssigkeitsansammlungen oder entzündlichen Befunden. Daneben sind korrigierende und rekonstruktive Verfahren möglich. Sie können darauf abzielen, Beschwerden zu mindern oder die Funktion und Form betroffener Strukturen zu verbessern. Je nach Eingriff und individuellem Befund erfolgt die Operation unter örtlicher Betäubung, Regionalanästhesie oder Vollnarkose.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen behandelt die Anatomie und Funktion der äußeren Geschlechtsorgane sowie mögliche Anlässe für operative Eingriffe, darunter Veränderungen der Vulva, Zysten, Narben und anatomische Besonderheiten. Er stellt außerdem nichtoperative und medikamentöse Behandlungsoptionen sowie die Möglichkeit einer Beobachtung dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die möglichen Narkose- und Betäubungsverfahren sowie die Erfassung der aktuellen Medikation. Auch die separate Narkoseaufklärung und blutgerinnungshemmende Medikamente werden als Vorbereitungsthemen aufgegriffen.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Entfernung oder Behandlung unterschiedlicher Veränderungen an Vulva und Scheideneingang. Er beschreibt die Exzision, Kryotherapie, Laserbehandlung und Elektrokoagulation sowie Gewebeproben, Wundverschluss, Zysten- und Abszessbehandlung einschließlich Drainagehilfen. Weitere Verfahren betreffen die Narbenkorrektur, die Hymenotomie oder Hymenrekonstruktion und die Behandlung eines Vaginalseptums; eine Antibiotikagabe wird ebenfalls thematisiert. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Intra- und postoperative Blutung, erheblicher Blutverlust, Hämatom, Verletzung benachbarter Organe, Entzündung, Sepsis, verzögerte Wundheilung, Wundheilungsstörung, Wunddehiszenz, vermehrte Wundsekretion, Schmerzen, Klitorisverletzung, sexuelle Empfindungsstörung, Beeinträchtigung des Klitorisschutzes, persistierende Klitoriserregung, Harnwegsinfektion, Blasenentleerungsstörung, Narbenwucherung, Hautverfärbung, Bewegungseinschränkung, Missempfindungen, sexuelle Beschwerden, Vaginalstenose, Fistelbildung, Haut-, Weichteil- und Nervenschädigung, Thrombose, Lungenembolie, allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Anaphylaxie und Kreislaufschock, ästhetisch unbefriedigendes Ergebnis, Fortbestehen oder Wiederauftreten von Beschwerden, Bedarf an weiteren Behandlungen oder Eingriffen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des weiteren Verlaufs, darunter Wundheilung und Nachsorge, die ambulante Entlassung sowie die Nachuntersuchung. Auch der Umgang mit Beschwerden und der Zeitpunkt der Wiederaufnahme des Geschlechtsverkehrs werden angesprochen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.