Was ist Operativer Schwangerschaftsabbruch?
Ein operativer Schwangerschaftsabbruch beendet eine Schwangerschaft durch einen Eingriff an der Gebärmutter. Er kommt infrage, wenn die Schwangerschaft nicht fortgeführt werden soll oder medizinische Gründe gegen eine Fortsetzung sprechen und die operative Methode gewählt wird. Die konkrete Vorgehensweise richtet sich unter anderem nach dem Schwangerschaftsalter und der individuellen Situation.
Am häufigsten wird das Schwangerschaftsgewebe durch eine Absaugung aus der Gebärmutter entfernt. Eine weitere Möglichkeit ist die instrumentelle Entfernung durch Ausschabung. Beide Verfahren erfolgen über den Gebärmutterhals; anschließend wird geprüft, ob die Gebärmutter vollständig entleert ist. Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden.
Als Alternative steht in einem frühen Schwangerschaftsstadium ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch zur Verfügung. Die Wahl des Verfahrens erfolgt im ärztlichen Gespräch und berücksichtigt die medizinischen Voraussetzungen sowie die individuellen Umstände.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zum Schwangerschaftsabbruch
Der Aufklärungsbogen erläutert die rechtlichen Voraussetzungen und unterschiedlichen Indikationen eines Schwangerschaftsabbruchs. Außerdem behandelt er die Schwangerschaftskonfliktberatung sowie Alternativen und unterstützende Angebote.
Vorbereitung auf den Eingriff
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Gespräch und die Einwilligung, die diagnostischen Untersuchungen, die Betäubungsplanung sowie organisatorische und kostenbezogene Aspekte.
Ablauf des operativen Schwangerschaftsabbruchs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Muttermundvorbereitung, den Betäubungsverfahren und den operativen Methoden Vakuumaspiration und Ausschabung. Er beschreibt außerdem die anschließende Kontrolle der Gebärmutter und eine mögliche Laboruntersuchung des entnommenen Gewebes. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Einwilligungsgespräch. Der Bogen bereitet dieses Gespräch vor und dokumentiert es, ersetzt es aber nicht.
Risiken des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Schmerzen, Blutungen, schwerer Blutverlust und Bluttransfusion, Gebärmutterverletzung und Gebärmutterperforation, Verletzung benachbarter Organe, Bauchfellentzündung, Darmlähmung, Darmverschluss, Gebärmutterentfernung, verbliebenes Schwangerschaftsgewebe, erneuter Eingriff, Haut-, Weichteil- und Nervenschädigungen, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle und Lähmungen, dauerhafte Schäden und Narbenbildung, Thrombose, Lungenembolie und Herz-Kreislauf-Komplikationen, Muttermundverschlusswäche, Frühgeburt und Fehlgeburt, allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten mit Hautausschlag, Juckreiz, Schwellungen, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krämpfen, Herzrasen oder Kreislaufschock, Infektion der Gebärmutter und Ausbreitung auf die Eileiter, Eileiterverklebungen, Unfruchtbarkeit, Abszess in der Bauchhöhle, Entfernung von Eileitern oder Teilen der Eierstöcke, psychische und emotionale Belastungen einschließlich Depressionen, sexueller Schwierigkeiten, anderer psychischer Störungen und Suizidgedanken, Schädigung der Gebärmutterschleimhaut und unvollständige Erneuerung, Verklebungen in der Gebärmutter, Abschwächung oder Ausbleiben der Monatsblutung, Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, fortbestehende Eileiterschwangerschaft mit Schmerzen oder inneren Blutungen, Gebärmutterriss, Nebenwirkungen vorbereitender Medikamente mit vaginalen Blutungen, Unterbauchschmerzen, Krämpfen, Magen-Darm-Beschwerden, Kreislaufproblemen, Unwohlsein, Schwindel, Kopfschmerzen, Fieber oder Schüttelfrost, nicht vollständig erfolgreicher Schwangerschaftsabbruch.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Nachsorge nach dem Eingriff. Er behandelt die Anti-D-Prophylaxe, mögliche Beschwerden und deren ärztliche Abklärung, die Kontrolluntersuchung sowie Themen rund um Regelblutung, Rückbildung der Gebärmutter und Verhütung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.