Was ist Sterilisation der Frau?
Die Sterilisation der Frau ist ein operativer Eingriff zur dauerhaften Empfängnisverhütung. Dabei wird der Transportweg durch die Eileiter unterbrochen, sodass eine Befruchtung erschwert beziehungsweise verhindert wird. Sie kommt für Frauen infrage, die sich für eine langfristige, nicht aufhebbare Verhütung entschieden haben. Die Entscheidung berücksichtigt persönliche Lebensplanung und individuelle Präferenzen.
Der Zugang zu den Eileitern erfolgt häufig minimalinvasiv mittels Bauchspiegelung; in bestimmten Situationen kann ein offenes operatives Vorgehen erforderlich sein. Für die Unterbrechung des Eileiterdurchgangs kommen unterschiedliche Verfahren infrage: Gewebe kann thermisch behandelt oder durch Clips verschlossen werden. Als weitere Möglichkeit können Teile eines Eileiters oder beide Eileiter vollständig entfernt werden. Welche Variante angewendet wird, richtet sich nach der medizinischen Situation und dem geplanten operativen Vorgehen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die Sterilisation als dauerhafte Methode der Empfängnisverhütung, stellt verschiedene Zugangs- und Verfahrenstechniken vor und ordnet die Methode im Spektrum alternativer Verhütungsformen ein. Zudem behandelt er die individuelle Entscheidungsfindung und die Beratung zu Vor- und Nachteilen.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Einwilligung, die Narkoseaufklärung, die Kostenklärung sowie die Erfassung von Medikamenten und Vorerkrankungen. Auch medizinische Ausweise, die ambulante oder stationäre Planung, Nüchternheit, entfernbare Gegenstände und Kosmetika werden als Vorbereitungsthemen aufgegriffen.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Vollnarkose, Atemwegssicherung und operativem Zugang. Er stellt Bauchspiegelung und Eröffnung der Bauchdecke sowie den Eileiterverschluss durch Hitze oder Clip und die teilweise oder vollständige Entfernung der Eileiter dar. Begleitend werden venöser Zugang, Überwachung, Lagerung und Wundverschluss behandelt. So erhalten Patientinnen und Patienten vor dem Aufklärungsgespräch einen Überblick über die Verfahren; der Bogen bereitet das Gespräch vor und dokumentiert es, ersetzt es jedoch nicht.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen und Blutverlust, Verletzungen von Blase und Harnleiter, Gefäßverletzungen, Nervenverletzungen, Verletzungen von Darm, Milz, Leber und Nieren, Bauchfellentzündung, Haut- und Weichteilschäden, Sensibilitätsstörungen, Taubheitsgefühle und Lähmungen, Narbenbeschwerden, Thrombosen und thromboembolische Ereignisse, Heparin-assoziierte Gerinnselbildung, allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Gasübertritt in den Brustraum mit Lungenkompression, Gasembolie.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Harnentleerungsstörung, Harnwegsinfektion, Wundheilungsstörung, Wundabszess, Sepsis, Verwachsungen, Darmverschluss, Narbenbruch, Narbenwucherung, Hautverfärbung, Schmerzen, Bewegungseinschränkung, Unterbauchschmerzen, Clipmigration, Schwangerschaft trotz Sterilisation, Eileiterschwangerschaft und Bauchhöhlenschwangerschaft, Veränderung der Ovarialdurchblutung, hormonelle Störungen, vorzeitiger Eintritt der Wechseljahre, seelische Belastungen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des weiteren Verlaufs nach ambulanter oder stationärer Behandlung. Dazu gehören Aspekte der Nachsorge, des Verhaltens nach der Entlassung, der Wundversorgung sowie der Erkennung von Warnzeichen und ihrer ärztlichen Abklärung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.