Was ist Transzervikale Radiofrequenzablation von Myomen?
Die transzervikale Radiofrequenzablation ist ein gebärmuttererhaltendes Verfahren zur Behandlung von Uterusmyomen. Ein Instrument wird über Scheide und Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingebracht. Unter Ultraschallkontrolle wird Radiofrequenzenergie in das Myom geleitet und dort in Wärme umgewandelt. Das behandelte Gewebe wird nicht unmittelbar entfernt, sondern im Verlauf vom Körper abgebaut.
Das Verfahren kann bei Beschwerden durch Myome erwogen werden, insbesondere bei nicht gestielten Knoten der FIGO-Typen 1 bis 6. Ob es infrage kommt, richtet sich unter anderem nach Lage, Größe und Anzahl der Myome sowie nach den Behandlungszielen und der Familienplanung. Die Behandlung erfolgt ohne Bauchschnitt.
Je nach Befund und individueller Situation stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen medikamentöse Ansätze, die operative Entfernung über die Gebärmutterhöhle oder mittels Bauchzugang sowie Verfahren wie die Uterusarterienembolisation und die Behandlung mit gebündeltem Ultraschall. Bei abgeschlossener Familienplanung kann auch eine Gebärmutterentfernung besprochen werden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zu Uterusmyomen
Der Aufklärungsbogen ordnet Myome anatomisch und nach ihrer Lage ein und behandelt mögliche Beschwerden sowie die Kriterien für eine transzervikale Radiofrequenzablation. Er stellt den gebärmuttererhaltenden Behandlungsansatz in den Zusammenhang mit weiteren Therapieoptionen und der individuellen Familienplanung.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die bildgebende und laborchemische Abklärung, die Prüfung möglicher Ausschlussgründe sowie die anästhesiologische Planung. Zudem behandelt er die Erhebung medizinischer Vorinformationen und organisatorische Aspekte der ambulanten oder stationären Versorgung.
Ablauf der transzervikalen Radiofrequenzablation
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem transzervikalen Zugang und der ultraschallgestützten Radiofrequenzablation. Er beschreibt die möglichen Anästhesieverfahren, die Überwachung während des Eingriffs und die gezielte Behandlung des Myomgewebes mit Radiofrequenzenergie. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Unterbauchschmerzen, Schmerzen im unteren Rücken, Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Erhöhte Körpertemperatur, Wässriger oder bräunlicher Ausfluss, Schmierblutungen, Stärkere Blutungen, Verletzung des Gebärmutterhalses, Perforation der Gebärmutterwand, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Thrombose, Embolie, Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Thermische Verletzung umliegenden Gewebes, Hautreizung, Verbrennung, Infektion der Gebärmutter, Beckeninfektion, Persistierende Myome, Wachstum behandelter Myome, Neubildung von Myomen, Mögliche Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff sowie mögliche Wege bis zur Entlassung. Er behandelt außerdem Mobilisierung, die abschließende Beurteilung bei stationärer Versorgung und Aspekte der Entlassungsplanung.
Verhalten nach Entlassung und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen der Erholung und Nachsorge, darunter die schrittweise Rückkehr zu Alltag und körperlicher Aktivität sowie Maßnahmen zur Infektionsprophylaxe. Er behandelt außerdem die bildgebende Verlaufskontrolle und die ärztliche Abklärung möglicher Warnzeichen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.