Was ist Trastuzumab, Brustkrebstherapie?
Trastuzumab ist eine zielgerichtete Antikörpertherapie für Brustkrebs mit HER2-Überexpression. HER2 ist ein Merkmal bestimmter Tumorzellen, das anhand von Gewebeproben untersucht wird. Der Wirkstoff bindet an dieses Merkmal und kann dadurch Wachstumssignale beeinflussen sowie die Immunabwehr gegen Tumorzellen unterstützen.
Die Behandlung kommt je nach Krankheitsstadium und Therapieziel vor einer Operation, im Anschluss daran oder bei fortgeschrittener Erkrankung infrage. Sie kann mit einer Chemotherapie oder anderen medikamentösen Behandlungen kombiniert werden; die Auswahl richtet sich unter anderem nach den Tumoreigenschaften und bereits erfolgten Therapien. Trastuzumab wird entweder als Infusion in eine Vene oder als Injektion unter die Haut verabreicht. Auch zugelassene Biosimilars können eingesetzt werden. Die konkrete Therapieplanung erfolgt individuell und berücksichtigt die jeweilige klinische Situation.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen der Trastuzumabtherapie
Der Aufklärungsbogen erläutert die Bedeutung des HER2-Status für die Therapieentscheidung und den Wirkmechanismus von Trastuzumab. Er ordnet die Behandlung in unterschiedliche Erkrankungssituationen und Therapieziele ein und behandelt mögliche Kombinationen mit weiteren Verfahren sowie Trastuzumab-Biosimilars. Auch die Verabreichungsformen und mögliche Therapiealternativen werden dargestellt.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für die Behandlung, insbesondere die Erhebung der Medikamentenanamnese und relevanter Vorerkrankungen sowie die Abklärung von Allergien, Unverträglichkeiten und Schwangerschaftsstatus. Weitere Themen sind die HER2-Diagnostik, die Beurteilung der Tumorausbreitung und die Untersuchung der Herzfunktion.
Behandlungsablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Behandlung mit Schwerpunkt auf intravenöser Infusion und subkutaner Injektion. Er beschreibt die Anlage eines Venenzugangs und die Überwachung während der Medikamentengabe sowie mögliche Anpassungen des Behandlungsablaufs. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verabreichungsformen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Fieber, Schüttelfrost, grippeähnliche Symptome, Hautrötung, Hautausschlag, Juckreiz, Blutdruckveränderungen, Atemnot, Schwellungen, Unwohlsein, Überempfindlichkeitsreaktionen, Infektionen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Hautveränderungen, Geschmacksveränderungen, Blutbildveränderungen, Verminderung der Herzleistung, Herzmuskelschwäche, Herzinsuffizienz, schwerwiegende Lungenerkrankungen, Schmerzen an der Injektionsstelle, sonstige lokale Reaktionen an der Einstich- oder Injektionsstelle.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des weiteren Behandlungsverlaufs, darunter Behandlungstermine, die Kontrolle der Herzfunktion und Nachsorgeuntersuchungen. Er behandelt außerdem die Beurteilung des Therapieansprechens, mögliche weitere Behandlungen oder Therapieanpassungen sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote. Auch der Umgang mit Beschwerden und Veränderungen während der Behandlung wird thematisiert.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.