Was ist Aortocoronarer-Bypass?
Der aortokoronare Bypass, auch ACVB oder CABG genannt, ist ein herzchirurgisches Verfahren zur Wiederherstellung einer ausreichenden Durchblutung des Herzmuskels. Dabei wird ein körpereigenes Gefäß als Transplantat eingesetzt, um eine Verbindung zu einem Herzkranzgefäß hinter einer relevanten Engstelle herzustellen. Als Ausgangspunkt dient je nach Gefäßwahl die Hauptschlagader oder ein anderer geeigneter Gefäßabschnitt.
Eine operative Revaskularisation kann bei koronarer Herzkrankheit erwogen werden, wenn der Befund und die individuelle Situation für eine Bypassversorgung sprechen. Bei mehreren betroffenen Herzkranzgefäßen können mehrere Transplantate erforderlich sein. Die Auswahl und Anzahl richten sich nach der Gefäßanatomie und dem Behandlungsplan.
Für die Bypassanlage kommen arterielle oder venöse Gefäße infrage. Der Eingriff kann mit Unterstützung einer Herz-Lungen-Maschine bei vorübergehend stillgelegtem Herzen oder am schlagenden Herzen erfolgen. Der Zugang wird abhängig von der Operationsplanung offen über eine Eröffnung des Brustkorbs oder in ausgewählten Fällen minimal-invasiv angelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zum aortokoronaren Bypass
Der Aufklärungsbogen erläutert die krankhaften Veränderungen der Herzkranzgefäße und die Gründe für eine Bypassoperation. Er beschreibt das Grundprinzip der Umleitung des Blutflusses sowie die Einteilung nach der Zahl der Bypässe. Auch ein möglicher vorübergehender Herzschrittmacher wird thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erfassung der Medikamenteneinnahme sowie von Allergien und Unverträglichkeiten. Weitere Themen sind medizinische Unterlagen, Nüchternheit, entfernbare Gegenstände, Kosmetika und die Vorbereitung des Operationsgebiets. Zudem werden präoperative Untersuchungen und das ärztliche Gespräch abgedeckt.
Ablauf der Bypassoperation
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf der Operation mit Schwerpunkt auf den Zugangswegen und den Verfahren zur Stabilisierung des Herzens. Er stellt die Sternotomie und den minimalinvasiven Zugang sowie die Operation mit Herz-Lungen-Maschine und den Eingriff am schlagenden Herzen dar. Weitere Themen sind die Entnahme und Verbindung der Bypassgefäße, ein möglicher vorübergehender Herzschrittmacher und der Wundverschluss. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzungen angrenzender Strukturen, Juckreiz, Hautausschläge, Druckgeschwüre, Allergische Reaktionen, Organschäden, Hirnschäden, Sehstörungen, Nervenschäden, Lähmungen, Nierenfunktionsstörungen, Nierenversagen, Blutungen, Erheblicher Blutverlust, Hirn- oder Sehnervenschäden durch Blutverlust, Erblindung, Blutgerinnselbildung, Arterielle Embolien, Luftembolien, Herzinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie, Entzündungsreaktionen, Funktionsstörungen lebenswichtiger Organe, Hirnleistungsstörungen, Atemprobleme, Lungenentzündung, Blutdruckabfall, Durchblutungsstörungen, Rippenbrüche.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verwirrtheit, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Sprachschwierigkeiten, Sehbeeinträchtigungen, Sehverlust, Blutergüsse, Schmerzen, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Sepsis, Thrombosen und Embolien, Blutungen, Nachblutungen, Gerinnungsstörungen, Immunvermittelte Thrombozytenverklumpung, Gefäßverschlüsse, Verstärkte Narbenbildung, Bewegungseinschränkungen durch Narben, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Nerven- oder Gefäßverletzungen, Nervenschäden, Lähmungen, Heiserkeit, Sprechstörungen, Herzrhythmusstörungen, Atemstörungen, Herzinfarkt, Undichtigkeiten an den Nähten, Blutansammlungen im Herzbeutel, Herzbeutelentzündung, Herzinsuffizienz, Bedarf an herzunterstützender Pumpe, dauerhaftem Herzschrittmacher oder Defibrillator, Brustbeinheilungsstörung, Mediastinitis, Infektionen des Brustbeins, Anhaltende Brustschmerzen, Pneumothorax, Flüssigkeitsansammlung im Brustkorb, Depressive Verstimmungen, Zwerchfellzucken, Schluckauf, Fehlfunktionen des vorübergehenden Herzschrittmachers, Fehlprogrammierung des Herzschrittmachers, Batterieprobleme des Herzschrittmachers, Gewebeverletzung bei Entfernung der Schrittmachersonden, Erneuter Eingriff.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung auf der Intensiv- oder Überwachungsstation und den weiteren Übergang in die Nachsorge. Er behandelt Schmerztherapie, Gerinnungshemmung, die Kontrolle eines vorübergehenden Herzschrittmachers sowie Entlassung, Wundheilung und Nachkontrollen. Auch mögliche Beschwerden als Warnzeichen nach dem Eingriff werden abgedeckt.
Verhalten nach dem Eingriff
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen zur Erholung und zum Verhalten nach dem Eingriff. Dazu gehören Atemübungen, Mobilisation, Körperpflege, körperliche Belastung, Sport sowie Ernährung und Gewichtsmanagement. Auch der Umgang mit Schrittmachersonden, die Nachsorge und die Berücksichtigung kardiovaskulärer Risikofaktoren werden thematisiert.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.