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Aufklärungsbogen · Herzchirurgie/Kardiologie

Hybrider VSD-Verschluss

Auch: VSD-Verschluss, Kammerseptumdefektverschluss, Ventrikelseptumdefektverschluss

Der hybride VSD-Verschluss verbindet einen chirurgischen Zugang mit einem kathetergestützten Defektverschluss. Der Aufklärungsbogen behandelt Grundlagen, Vorbereitung, Ablauf, Risiken und den weiteren Verlauf und ergänzt das ärztliche Aufklärungsgespräch.

Stand
8. Juli 2026
Sprachen
1
Themen
142
anpassbare Angaben
0
Zweisprachiger Aufklärungsbogen mit deutschem Original links und Übersetzung rechts, einem Abschnitt aus der Anamnese, einer ärztlichen Ergänzung, zwei Unterschriften und dem Anhang.

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Es gelten die Lizenzbedingungen.

Der Bogen bereitet das Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es. Er ersetzt es nicht.

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Was ist Hybrider VSD-Verschluss?

Ein Ventrikelseptumdefekt (VSD) ist eine Öffnung in der Wand zwischen den beiden Herzkammern. Je nach Größe und Lage kann dadurch die normale Verteilung des Blutstroms beeinträchtigt werden. Ein Verschluss kommt insbesondere infrage, wenn der Defekt eine relevante Belastung für Herz oder Lunge verursacht oder mit Beschwerden verbunden ist.

Beim hybriden VSD-Verschluss werden chirurgische und kathetergestützte Vorgehensweisen kombiniert. Über einen begrenzten operativen Zugang wird das Herz erreicht; der Verschluss des Defekts erfolgt mithilfe eines über einen Katheter eingebrachten Implantats. Das Verfahren kann bei ausgewählten Befunden eine Alternative zu einem rein katheterbasierten Verschluss oder einer offenen Operation sein. Welche Methode geeignet ist, richtet sich unter anderem nach Anatomie und Lage des Defekts sowie der individuellen klinischen Situation. Der Aufklärungsbogen ergänzt das ärztliche Gespräch über den geplanten Eingriff und ersetzt es nicht.

Aufbau

Was der Aufklärungsbogen behandelt

  1. 01

    Grundlegende Informationen zum Kammerseptumdefekt 11 Themen

    Der Aufklärungsbogen vermittelt grundlegende Informationen zur Herzanatomie und zum Kammerseptumdefekt. Er behandelt dessen Entstehung, Lageformen und hämodynamische Bedeutung sowie Kriterien für einen Verschluss. Zudem ordnet er das Hybridverfahren gegenüber medikamentösen und anderen interventionellen oder chirurgischen Möglichkeiten ein.

  2. 02

    Vorbereitung 18 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Voruntersuchungen und die Erfassung des Gesundheits- und Medikationsstatus. Weitere Themen sind die medikamentöse Vorbereitung, Implantatmaterial und Nickelallergie, Nüchternheit, allgemeine körperliche Vorbereitung, Vollnarkose und stationäre Aufnahme.

  3. 03

    Ablauf des hybriden VSD-Verschlusses 16 Themen

    Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem hybriden Vorgehen und dem chirurgischen Zugang zum Herzen. Er beschreibt den Verschluss mittels Implantat sowie die bildgebende Kontrolle durch Röntgendurchleuchtung und transösophageale Echokardiografie. Zudem werden Überwachung, venöse Zugänge, Antibiotikaprophylaxe, Defibrillatorvorsorge, mögliche zusätzliche Maßnahmen und der Abschluss des Eingriffs behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.

  4. 04

    Intraoperative Risiken 23 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nervenverletzung, Herzrhythmusstörungen, Blutung, Transfusionsbedingte Infektionen, Lungenödem, Lungenversagen, Nierenfunktionsstörung, Immunreaktionen auf Fremdblut, Druckgeschwüre, Haut- und Gewebeschäden, Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Kreislaufschock, Organschäden, Nierenversagen, Luftembolie, Schlaganfall, Herzstillstand, Atemstillstand, Tod, Verletzung von Speiseröhre, Kehlkopf oder Luftröhre, Aspiration von Sekret oder Magensaft, Aspirationspneumonie, Zahnschäden.

  5. 05

    Postoperative Risiken 47 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nachblutung, Herzbeuteltamponade, Sehstörungen, Hämatome, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Abszesse, Implantatinfektion und Endokarditis, Mediastinitis, Brustbeinosteomyelitis, Ausbleibende knöcherne Heilung des Brustbeins, Thoraxinstabilität, Eingeschränkte Lungenfunktion, Perikarditis, Perikarderguss, Sepsis, Verstärkte Narbenbildung, Narbenbedingte Bewegungseinschränkung, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Thrombosen, Embolien, Durchblutungsstörungen, Lungenembolie, Schlaganfall, Nierenversagen, Blutungen unter Gerinnungshemmung, Gerinnungsstörungen, Heparin-induzierte Thrombozytopenie, Pulmonale Hypertonie, Ateminsuffizienz, Verlängerte Beatmung, Pneumonie, Luft- oder Flüssigkeitsansammlung im Brustraum, Verminderte Herzleistung, Magen- und Darmgeschwüre, Postoperative Verwirrtheit, Gedächtnis-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Sprachstörungen, Depressive Verstimmungen, Implantatverlagerung, Gewebeschädigung durch Scheuern des Implantats, Implantatdrahtbruch, Einblutung in den Herzbeutel, Unvollständiger Verschluss des Defekts, Funktionsbeeinträchtigung des Implantats, Nickelallergie, Beschwerden im Brustbereich.

  6. 06

    Weiterer Verlauf 17 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung und den weiteren Behandlungsverlauf. Dazu gehören Überwachung und Stationsversorgung, Wund- und Schmerzmanagement, Entlassungsunterlagen sowie implantatbezogene Ausweise und Aspekte der Endokarditisprophylaxe. Weitere Themen sind die medikamentöse Nachbehandlung, Rehabilitation, Unterstützung nach dem Klinikaufenthalt, Kontrolluntersuchungen und die Beurteilung des Behandlungserfolgs.

  7. 07

    Wichtige Verhaltenshinweise 10 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des Verhaltens nach dem Eingriff, darunter Atemübungen, Mobilisation, Wundschutz und körperliche Belastung. Er behandelt außerdem Physiotherapie, Sport, Sexualität, Reisen sowie Beschwerden, die eine ärztliche Rücksprache erforderlich machen.

Passt sich an den Fall an

In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.

    Mehrsprachig verfügbar

    Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.

    Aufklärung patientenindividuell und digital

    In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie medudoc Aufklärungsbogen und Aufklärungsvideo aus Anamnese und Eingriff erzeugt – zweisprachig und elektronisch signiert.

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