Was ist Implantation eines LVAD?
Ein linksventrikuläres Unterstützungssystem (LVAD) ist eine mechanische Herzpumpe, die die Arbeit der linken Herzkammer ergänzt. Sie kommt vor allem bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz infrage, wenn das Herz den Kreislauf nicht ausreichend versorgt und andere Behandlungen keine genügende Unterstützung bieten. Die Therapie kann dazu dienen, die Zeit bis zu einer Herztransplantation zu überbrücken oder langfristig eingesetzt werden, wenn eine Transplantation nicht möglich ist.
Bei der Implantation wird die Pumpe im Brustraum platziert und an den Blutfluss zwischen linker Herzkammer und Hauptschlagader angeschlossen. Ein Kabel verbindet das implantierte Gerät mit einem außerhalb des Körpers getragenen Steuergerät und einer Stromversorgung. Die konkrete Systemwahl und der operative Zugang richten sich nach dem Gerät sowie nach der individuellen klinischen Situation. Je nach Verfahren erfolgt der Eingriff über einen weniger invasiven Zugang oder mit operativer Eröffnung des Brustkorbs.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen des LVAD
Der Aufklärungsbogen führt in die Funktion des linksventrikulären Unterstützungssystems und seine Rolle bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz ein. Er behandelt Einsatzmöglichkeiten als Überbrückung bis zu einer Herztransplantation oder als Langzeittherapie, die Bestandteile des Systems sowie weitere Formen der mechanischen Kreislaufunterstützung. Auch die Eignungsprüfung und die medikamentöse Behandlung werden eingeordnet.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Voruntersuchungen, die multidisziplinäre und psychosoziale Beurteilung sowie die stationäre Aufnahme. Er behandelt außerdem Allgemeinanästhesie, Nüchternheit, Medikationsanamnese, Allergien und die Erhebung der Gerinnungsanamnese.
Ablauf der LVAD-Implantation
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Zugangswegen: Katheterverfahren, minimal-invasiver Zugang und offene Herzoperation. Er beschreibt außerdem den Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, die Implantation und den Anschluss des LVAD sowie Verbindungskabel, Steuergerät und externe Stromversorgung. Auch die postoperative intensivmedizinische Überwachung und die anschließende Systemschulung werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren und Maßnahmen vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Narkosekomplikationen, Blutungen, Wundheilungsstörungen, Infektionen, Transfusionsbedingte Infektionen, Lungenödem, Lungenversagen, Nierenfunktionsstörungen, Immunreaktionen, Schlaganfall, Pumpenthrombose, Herzrhythmusstörungen, Rechtsherzversagen, Aortenklappeninsuffizienz, Leberfunktionsstörungen, Psychische Belastungen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Erholungsphase nach der Operation, die medizinische Überwachung und die Schulung im Umgang mit dem LVAD. Weitere Themen sind die Versorgung der Driveline-Austrittsstelle, die Entlassung, die Nachsorge und die Prognose.
Wichtige Verhaltenshinweise
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des Alltags mit einem LVAD, darunter Stromversorgung, Gerätewarnungen, Hygiene und Driveline-Pflege. Er behandelt zudem Medikamenteneinnahme, Antikoagulation, Kontrollen, Warnzeichen sowie Aktivitäten, Körperpflege und Reisen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.