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Aufklärungsbogen · Herzchirurgie/Kardiologie

Protheseninfekt, Endokarditis

Bei Infektionen an Herzklappenprothesen oder kardialen Implantaten kann eine herzchirurgische Behandlung erforderlich sein. Der Aufklärungsbogen umfasst Indikationen, operative Behandlungswege, Risiken, Vorbereitung und Nachsorge.

Stand
9. Juli 2026
Sprachen
1
Themen
155
anpassbare Angaben
0
Zweisprachiger Aufklärungsbogen mit deutschem Original links und Übersetzung rechts, einem Abschnitt aus der Anamnese, einer ärztlichen Ergänzung, zwei Unterschriften und dem Anhang.

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Der Bogen bereitet das Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es. Er ersetzt es nicht.

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Was ist Protheseninfekt, Endokarditis?

Eine infektiöse Endokarditis ist eine durch Erreger verursachte Erkrankung der Herzinnenhaut. Sind eine künstliche Herzklappe oder anderes im Herzen befindliches Fremdmaterial betroffen, spricht man von einer Prothesen- beziehungsweise Implantatinfektion. Die Erkrankung kann die Funktion der betroffenen Herzstrukturen beeinträchtigen und erfordert eine gezielte medizinische Behandlung.

Die Therapie umfasst in der Regel eine Erregerbehandlung mit Antibiotika. Ob zusätzlich ein Eingriff erforderlich ist, richtet sich unter anderem nach dem Ausmaß der Infektion, dem betroffenen Material und der Herzfunktion. Bei einer Operation können infizierte Bestandteile entfernt und geschädigte Herzklappenstrukturen rekonstruiert oder durch eine Prothese ersetzt werden. Auch die Entfernung eines infizierten Schrittmacher- oder Defibrillatorsystems kann Teil der Behandlung sein.

Der Zugang zum Herzen kann offen-chirurgisch oder in geeigneten Fällen minimal-invasiv erfolgen. Welche Vorgehensweise infrage kommt, wird anhand der individuellen Befunde und der notwendigen Behandlungsschritte festgelegt.

Aufbau

Was der Aufklärungsbogen behandelt

  1. 01

    Grundlegende Informationen 10 Themen

    Der Aufklärungsbogen vermittelt medizinische Grundlagen zur infektiösen Endokarditis, zu möglichen betroffenen Herzstrukturen und Implantaten sowie zu Ursachen und Krankheitszeichen. Er erläutert die medikamentöse Behandlung und mögliche operative Maßnahmen einschließlich der Versorgung von Herzklappen und Implantaten.

  2. 02

    Vorbereitung 19 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die diagnostischen Untersuchungen, die Erfassung relevanter Vorbefunde und Medikamente sowie die Abklärung möglicher Infektionsquellen. Weitere Themen sind Nüchternheit, das Medikamentenmanagement, die Anästhesieplanung und die Vorbereitung auf den Eingriff.

  3. 03

    Ablauf 17 Themen

    Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Entfernung infizierter Prothesen, Implantate und Sonden. Er beschreibt offene und minimal-invasive Zugänge sowie die wesentlichen Operationsschritte, einschließlich des möglichen Einsatzes einer Herz-Lungen-Maschine und der anschließenden Gewebeuntersuchung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Vorgehensweisen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.

  4. 04

    Risiken während der Operation 55 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Komplikationen der örtlichen Betäubung, Narkosekomplikationen, Kreislaufreaktionen, Hämatome, Nachblutungen, Wundschmerzen, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Gefäßverletzungen, Blutungen in den Brustraum, Herzmuskelverletzungen, Herzklappenverletzungen, Perikardblutung, Herztamponade, Verletzungen der oberen Hohlvene, Lungenverletzungen, Pneumothorax, Transfusionsbedingte Infektionen, Lungenödem, Nierenfunktionsstörungen, Immunreaktionen, Gerinnungsstörungen, Thromboembolien, Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Dialysepflichtiges Nierenversagen, Lungenembolie, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufbelastung, Unvollständige Sondenentfernung, Technisch erschwerte Eingriffe, Bleibende Schäden, Lebensbedrohlicher Verlauf, Hautschäden, Gewebeschäden, Nervenschäden, Schmerzen, Entzündungen, Gewebsnekrosen, Narbenbildung, Sensibilitätsstörungen, Funktionsstörungen, Luftembolie, Herzinfarkt, Druckgeschwüre, Allergische Reaktionen, Unverträglichkeiten, Atemprobleme, Beatmungsassoziierte Pneumonie, Entzündungsreaktionen unter Herz-Lungen-Maschine, Organfunktionsstörungen, Organversagen, Zerebrale Embolien, Zerebrale Funktionsstörungen, Lähmungen.

  5. 05

    Risiken nach der Operation 20 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Sehbeeinträchtigungen, Sehverlust, Hämatome an der Einschnittstelle, Nachblutungen am Herzen, Blutansammlung im Herzbeutel, Beeinträchtigung der Herzpumpfunktion, Wundheilungsstörungen, Wundinfektionen, Blutvergiftung, Verstärkte Narbenbildung, Bewegungseinschränkungen, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Luft im Brustraum, Flüssigkeit im Brustraum, Lockerung einer Prothese, Verschleppung einer Prothese, Gefäßverschluss, Herzinfarkt, Depressive Verstimmungen, Erneute Entzündungsherde.

  6. 06

    Weiterer Verlauf 20 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff und die weitere Behandlung, darunter die Fortsetzung der Antibiotikatherapie sowie Kontrollen von Infektionsverlauf, Herzfunktion und Wundheilung. Er behandelt außerdem mögliche erneute Implantationen, die Nachsorge und die Entlassung.

  7. 07

    Wichtige Verhaltenshinweise 14 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert Themen für die Zeit nach der Entlassung, darunter die Beobachtung der Operationsstelle, Medikamentenumgang, körperliche Belastung, Wundpflege und Nachsorge. Weitere Inhalte betreffen Implantatausweise, spätere Behandlungen, Antibiotikaprophylaxe sowie die Rückkehr zu Aktivitäten und Reisen.

Passt sich an den Fall an

In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.

    Mehrsprachig verfügbar

    Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.

    Aufklärung patientenindividuell und digital

    In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie medudoc Aufklärungsbogen und Aufklärungsvideo aus Anamnese und Eingriff erzeugt – zweisprachig und elektronisch signiert.

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