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Aufklärungsbogen · Herzchirurgie/Kardiologie

Sondenloser Herzschrittmacher Implantation

Auch: Implantation eines kabellosen Herzschrittmachers, Kapselherzschrittmacher-Implantation

Die Implantation eines sondenlosen Herzschrittmachers dient der elektrischen Unterstützung des Herzens. Der Aufklärungsbogen umfasst Indikation, Vorbereitung, Ablauf, Risiken, Nachsorge und wichtige Hinweise zum weiteren Verlauf und ergänzt das ärztliche Aufklärungsgespräch.

Stand
9. Juli 2026
Sprachen
1
Themen
119
anpassbare Angaben
0
Zweisprachiger Aufklärungsbogen mit deutschem Original links und Übersetzung rechts, einem Abschnitt aus der Anamnese, einer ärztlichen Ergänzung, zwei Unterschriften und dem Anhang.

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69,00 €Preis inkl. Umsatzsteuer

Nur für Praxen, Kliniken und andere Unternehmen.

Es gelten die Lizenzbedingungen.

Der Bogen bereitet das Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es. Er ersetzt es nicht.

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Was ist die Implantation eines sondenlosen Herzschrittmachers?

Bei bestimmten Herzrhythmusstörungen schlägt das Herz zu langsam oder die elektrische Erregungsleitung ist beeinträchtigt. Wenn eine dauerhafte elektrische Unterstützung angezeigt ist, kann ein sondenloser Herzschrittmacher eingesetzt werden. Das kleine Gerät vereint Impulsgeber und Energieversorgung in einer Kapsel und wird unmittelbar im Herzen platziert. Im Unterschied zu herkömmlichen Systemen verbindet kein Elektrodendraht das Implantat mit dem Herzen.

Die Implantation erfolgt üblicherweise über einen venösen Zugang. Ein Katheter führt die Kapsel bis zur vorgesehenen Position im Herzen; dort wird sie befestigt und auf ihre Funktion geprüft. Die konkrete Ausführung richtet sich nach der zugrunde liegenden Rhythmusstörung und dem individuellen Behandlungsbedarf.

Je nach System wird eine einzelne Kapsel in der rechten Herzkammer eingesetzt. Für eine Versorgung, bei der zusätzlich der rechte Vorhof einbezogen wird, kommen Systeme mit zwei Kapseln infrage. Welche Variante geeignet ist, entscheiden Ärztinnen und Ärzte anhand der klinischen Situation.

Aufbau

Was der Aufklärungsbogen behandelt

  1. 01

    Grundlegende Informationen 9 Themen

    Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur Erregungsleitung des Herzens und zu Herzrhythmusstörungen. Er erläutert die Funktion und mögliche Ausstattungen sondenloser Einkammer- und Zweikammer-Schrittmacher sowie alternative Behandlungswege und mögliche Folgen einer Entscheidung gegen den Eingriff.

  2. 02

    Vorbereitung 14 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Voruntersuchungen, relevante Gesundheits- und Medikationsangaben sowie die möglichen Formen der Betäubung. Weitere Themen sind organisatorische Aspekte eines ambulanten oder stationären Aufenthalts und die erforderlichen Untersuchungen.

  3. 03

    Ablauf 12 Themen

    Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem venösen Zugang über die Leiste und der Implantation einer oder zweier Schrittmacherkapseln. Er beschreibt die Röntgenkontrolle, die Prüfung der Gerätefunktion sowie den Verschluss der Zugangsstelle und die abschließende Programmierung. Auch Überwachung, Venenzugang, Antibiotikaprophylaxe und Kontrastmittel werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Verfahrensschritte bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.

  4. 04

    Risiken während des Eingriffs 20 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Änderung oder Erweiterung des Eingriffs und verlängerte Eingriffsdauer, Fehlplatzierung der Kapsel und Scheitern des Eingriffs, Umstellung auf ein offenes Verfahren unter Vollnarkose, Verletzung von Herz, Blutgefäßen oder Lymphgefäßen, Nervenverletzung mit Sensibilitäts- oder Bewegungsstörungen, Lagerungsschäden und Druckgeschwüre, Haut- und Gewebeschäden, Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Organschäden, darunter Hirn-, Seh-, Nerven- und Nierenschäden, Blutungen und Blutverlust, Transfusionsbedingte Infektionen, Transfusionsreaktionen, darunter Lungenödem, Nierenfunktionsverschlechterung und Immunreaktionen, Luftembolie, Herzrhythmusstörungen bis hin zu Kammerflimmern, Röntgenstrahlenbedingte Hautveränderungen und mögliche Spätfolgen, Nierenfunktionsstörung bis hin zum Nierenversagen, Herz-Kreislauf-Stillstand, Atemstillstand, Infektion, Tod.

  5. 05

    Risiken nach dem Eingriff 38 Themen

    Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Nachblutung, Verstärkte Narbenbildung, Narbenbedingte Bewegungseinschränkung, Taubheitsgefühl im Narbenbereich, Bluterguss, Pseudoaneurysma und Ruptur, Arteriovenöse Fistel, Gefäßverschluss und Durchblutungsstörung, Lymphgefäßverletzung mit Lymphstau oder Lymphfistel, Wundheilungsstörung, Wundentzündung, Abszess, Brustschmerzen, Entzündung des Herzens mit möglicher Schrittmacherentfernung, Veränderungen des Herzmuskels mit möglicher Lagekorrektur der Kapsel, Thrombus und Embolie, Obere-Hohlvenen-Obstruktion, Blutungen und Gerinnungsstörungen unter gerinnungshemmender Medikation, Heparin-induzierte Thrombozytopenie, Blutvergiftung, Kontrastmittelbedingte Nierenfunktionsverschlechterung, Metformin-assoziierte Übersäuerung, Kontrastmittelinduzierte Schilddrüsenüberfunktion, Blutansammlung im Herzbeutel mit Einschränkung der Herzfunktion, Perforation der Herzinnenwand durch die Kapsel, Atemprobleme bis hin zur Ateminsuffizienz, Lungenentzündung nach längerer Beatmung, Undichtigkeit einer Herzklappe, Fehlfunktion des Geräts, Fehlprogrammierung, Vorzeitige Batterieentladung, Lösung der Kapselverankerung, Schrittmachersyndrom, Überwachsen der Kapsel mit körpereigenem Gewebe und erschwerte Entfernung, Magen- und Darmgeschwüre, Vorübergehende Verwirrtheit, Gedächtnis-, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Sprachstörungen.

  6. 06

    Weiterer Verlauf 11 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Betreuung und Schmerztherapie sowie Entlassung, Wundversorgung und Rehabilitation. Er behandelt außerdem den Herzschrittmacherausweis, die Nachsorge mit Geräte- und Funktionskontrollen, die Batterielaufzeit und den möglichen Wechsel des Schrittmachers.

  7. 07

    Wichtige Verhaltenshinweise 15 Themen

    Der Aufklärungsbogen erläutert Themen des Alltags nach der Implantation, darunter körperliche Aktivitäten, Verkehr, Reisen und den Umgang mit elektrischen Geräten. Er informiert auch über medizinische Untersuchungen, die Anpassung an die neue Lebenssituation, Herzmedikamente und Beschwerden, die eine ärztliche Abklärung erfordern.

Passt sich an den Fall an

In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.

    Mehrsprachig verfügbar

    Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.

    Aufklärung patientenindividuell und digital

    In einer Demo zeigen wir Ihnen, wie medudoc Aufklärungsbogen und Aufklärungsvideo aus Anamnese und Eingriff erzeugt – zweisprachig und elektronisch signiert.

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