Was ist Transösophagiale Echokardiographie (TEE)?
Die transösophageale Echokardiographie ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens, bei der ein schlanker, flexibler Schallkopf über den Rachen in die Speiseröhre gelangt. Da diese unmittelbar hinter dem Herzen verläuft, lassen sich Herzstrukturen und herznahe Abschnitte der Hauptschlagader aus geringer Entfernung darstellen. Die Methode ergänzt die Echokardiographie über den Brustkorb, wenn eine besonders detaillierte Beurteilung erforderlich ist.
Zum Einsatz kommt die TEE zur diagnostischen Abklärung von Herzerkrankungen sowie zur Beurteilung von Herzklappen und weiteren kardialen Strukturen. Sie kann außerdem während kathetergestützter Eingriffe zur Bildkontrolle und anschließend zur Einschätzung des Behandlungsergebnisses verwendet werden.
Grundsätzlich lässt sich zwischen einer eigenständigen diagnostischen Untersuchung und der Nutzung als bildgebende Unterstützung bei einem Eingriff unterscheiden. Je nach klinischer Fragestellung kann zusätzlich ein Ultraschallkontrastmittel eingesetzt werden. Die Untersuchung ist mit unterschiedlichen Verfahren zur Betäubung oder Sedierung möglich; die konkrete Wahl richtet sich nach Situation und medizinischer Beurteilung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Einsatzgebiete
Der Aufklärungsbogen ordnet die transösophageale Echokardiographie als bildgebendes Verfahren zur Beurteilung des Herzens und der Hauptschlagader ein. Er erläutert ihren Einsatz bei kathetergestützten Herzklappenbehandlungen, Stentimplantationen und Verschlüssen von Septumdefekten sowie zur Kontrolle von Behandlungsergebnissen. Zudem behandelt er alternative bildgebende Verfahren und den möglichen Rahmen eines Krankenhausaufenthalts.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Erhebung relevanter Vorbefunde, Allergien und Medikamente sowie die Themen Nüchternheit, Diabetes und herausnehmbarer Zahnersatz. Er stellt die Möglichkeiten der Lokalanästhesie, Sedierung und Allgemeinanästhesie, die anästhesiologische Aufklärung sowie den möglichen Einsatz von Ultraschallkontrastmittel über einen venösen Zugang dar. Auch ambulante und stationäre Durchführungsformen werden behandelt.
Untersuchungsablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der transösophagealen Sondenuntersuchung und den begleitenden Überwachungsmaßnahmen. Er stellt Lokalanästhesie, Sedierung und Allgemeinanästhesie als mögliche Verfahren dar und behandelt den venösen Zugang sowie den bedarfsweisen Einsatz von Ultraschallkontrastmittel. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während der Untersuchung
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Würgereiz, Vermehrter Speichelfluss, Aspiration, Atemwegsinfektion, Pneumonie, Vorübergehende Atemprobleme, Kehlkopfverletzung, Verletzung der Speiseröhrenschleimhaut, Ösophageale Blutung, Ösophagusperforation, Mediastinitis, Sepsis, Zahnschäden, Zungenverletzung, Lippenverletzung, Rachenschleimhautblutung, Herzrhythmusstörung, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Allergische Reaktion, Unverträglichkeit, Kreislaufschock, Organschädigung, Hirnschädigung, Lähmung, Übermäßige Sedierung, Unbeabsichtigte Kurzzeitnarkose, Atemdepression, Hypoxämie, Blutdruckabfall.
Risiken nach der Untersuchung
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Halsschmerzen, Heiserkeit, Hämatom an der Einstichstelle, Nachblutung an der Einstichstelle, Infektion an der Einstichstelle, Venenentzündung, Abszess, Gewebeschädigung, Narbenbildung, Sepsis, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Erhöhter Kopfdruck, Luftembolie, Neurologische Störungen, Taubheitsgefühl, Geschmacksstörung, Hautschädigung, Nervenschädigung, Gefäßschädigung, Gefäßwandentzündung, Thrombose, Schmerzen, Entzündung, Gefühlsstörungen, Funktionsstörungen, Lähmung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Erholungsphase und die Überwachung nach der Untersuchung sowie die anschließende Rückkehr auf die Station oder Entlassung. Außerdem behandelt er die Besprechung der Untersuchungsergebnisse und den Entlassungsbrief.
Hinweise für die Zeit nach der Untersuchung
Der Aufklärungsbogen erläutert Themen zur Sicherheit und zum Umgang mit Beschwerden nach der Untersuchung. Dazu gehören die vorübergehende Einschränkung der Reaktionsfähigkeit, Begleitung und Abholung, Verkehrsteilnahme, das Bedienen schwerer Maschinen und wichtige Entscheidungen sowie die ärztliche Abklärung auftretender Beschwerden.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.