Was ist Conchotomie?
Bei einer Conchotomie, auch Nasenmuschelverkleinerung oder Nasenmuschelreduktion genannt, werden vergrößerte Nasenmuscheln operativ verkleinert. Der Eingriff kommt insbesondere infrage, wenn eine anhaltende Verengung im Bereich der Nasenmuscheln die Nasenatmung beeinträchtigt und andere Behandlungen nicht ausreichend helfen. Meist betrifft die Behandlung die unteren Nasenmuscheln.
Die Nasenmuscheln prägen den Luftstrom in der Nasenhöhle und tragen dazu bei, die Atemluft anzuwärmen, zu befeuchten und zu reinigen. Bei ihrer Verkleinerung soll mehr Raum für die durchströmende Luft entstehen, während möglichst viel funktionsfähiges Schleimhautgewebe erhalten bleibt.
Für den Eingriff stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Gewebe kann gezielt entfernt oder durch Wärmebehandlung reduziert werden, etwa mithilfe von Radiofrequenz, elektrischem Strom oder Laser. Je nach Befund kann auch eine knöcherne Komponente behandelt werden. Welche Methode geeignet ist, richtet sich nach der individuellen Anatomie und der ärztlichen Beurteilung.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomische Einordnung und Funktion der Nasenmuscheln sowie mögliche Beschwerden bei einer Vergrößerung. Er stellt Behandlungsziel und konservative Alternativen dar und weist auf mögliche begleitende Eingriffe an Nase und Nasennebenhöhlen hin.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Kostenklärung, Aufklärung und Einwilligung, mögliche Narkose, ambulante oder stationäre Behandlung sowie die Erhebung der Medikamenten- und Gesundheitsanamnese. Weitere Themen sind erforderliche Voruntersuchungen, Arbeitsunfähigkeit, Nüchternheit und organisatorische Aspekte des Behandlungstages.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Vollnarkose oder örtlicher Betäubung und den unterschiedlichen Verfahren zur Verkleinerung der unteren Nasenmuscheln. Er beschreibt die Abtragung von Gewebe mit dem Skalpell sowie die Behandlung mit Radiofrequenz, Strom oder Laser und geht auf mögliche Knochenresektion, Verlagerung und Stabilisierung der Nasenmuscheln ein. Auch Wundverschluss, Nasentamponade und mögliche begleitende Eingriffe an Nasenscheidewand, äußerer Nase oder Nasennebenhöhlen werden berücksichtigt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutverlust, Transfusionsassoziierte Infektionsübertragung, Tränenwegsverletzung mit Epiphora, Riechnervenverletzung und Riechstörung, Sensibilitätsnervenschädigung mit Wangenhypästhesie, Schädelbasisverletzung mit Liquorrhö, Erforderlicher Folgeeingriff, Elektrische Haut- und Gewebeschädigung, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Anaphylaxie, Sehverlust, Thermische Verbrennung, Schleimhautreizung, Schmerzen, Krustenbildung, Verzögerte Wundheilung, Lagerungsbedingte Nacken- und Rückenbeschwerden, Wirbelverschiebung, Kopfschmerzen, Nachblutung, Nasenschwellung, Behinderte Nasenatmung, Schnupfengefühl, Mundatmung, Mundtrockenheit, Geruchs- und Geschmacksstörungen, Infektion von Nasenweichteilen, Knorpel oder Knochen, Sepsis, Thrombose, Embolie, Tubenventilationsstörung, Druckgefühl in Nase oder Nasennebenhöhlen, Ozäna, Empty-Nose-Syndrom, Atemwegsinfektion.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Nachbetreuung, den Umgang mit Nasentamponaden sowie Aspekte von Wundheilung, Schmerztherapie und Entlassung. Er behandelt außerdem Arbeitsfähigkeit, Kontrolluntersuchungen, Nasenpflege und mögliche Warnzeichen im weiteren Verlauf.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.