Was ist die operative Behandlung von Nasenbein- und Nasenscheidewandbrüchen?
Frakturen im Bereich der Nase können den knöchernen Nasenrücken, die knorpeligen oder knöchernen Anteile der Nasenscheidewand oder mehrere dieser Strukturen betreffen. Eine operative Versorgung kommt insbesondere dann infrage, wenn Bruchstücke verschoben sind, die äußere Nasenform verändert ist oder die Stellung der Scheidewand die Nasenpassage beeinträchtigt. Welche Behandlung geeignet ist, richtet sich nach Art und Ausmaß der Verletzung.
Bei einer geschlossenen Reposition werden verschobene Anteile ohne größeren operativen Zugang neu ausgerichtet. Sind die Bruchverhältnisse komplexer oder ist eine gezielte Korrektur der Nasenscheidewand erforderlich, kann ein Zugang über das Naseninnere genutzt werden. Je nach Befund werden ergänzende Maßnahmen zur Stabilisierung der korrigierten Strukturen eingesetzt. Die operative Versorgung soll die anatomische Ausrichtung verbessern und die Funktion der Nase unterstützen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen vermittelt die für den Eingriff relevante Anatomie und Funktion der Nase. Er erläutert die Gründe für eine operative Versorgung, deren Behandlungsziele und mögliche Folgen einer ausbleibenden Behandlung. Auch alternative Behandlungsoptionen werden eingeordnet.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die gesonderte Narkose- beziehungsweise Betäubungsaufklärung sowie organisatorische Aspekte einer ambulanten oder stationären Behandlung. Weitere Themen sind die Medikamentenanamnese, vorhandene medizinische Unterlagen, Rauchen, Nüchternheit und äußere Vorbereitung.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Reposition der gebrochenen oder verschobenen Nasenanteile. Er beschreibt die Korrektur ohne äußeren Schnitt sowie den zusätzlichen Zugang über einen Schnitt im Naseninneren, wenn eine direkte Ausrichtung erforderlich ist. Auch die Versorgung offener Verletzungen und stabilisierende Maßnahmen wie Tamponaden und Schienen werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen und Nachblutungen, erheblicher Blutverlust, Blutaspiration, Sauerstoffmangel, transfusionsassoziierte Infektionen, Zahnschäden, Tränenwegsverletzung und verstärkter Tränenfluss, Riechnervenverletzung, Riechstörung, Sensibilitätsstörung im Wangenbereich, Schädelbasisverletzung, Liquoraustritt, Haut- und Gewebeschäden, Verbrennungen, allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Arzneimittelnebenwirkungen und Wechselwirkungen, Sehstörungen bis hin zum Sehverlust, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Schwindel, Hautausschlag, Kreislaufstörungen, Herzrhythmusstörungen, Atemprobleme, Unruhe, Krampfanfälle, Pilzinfektionen, Leber- und Nierenbelastung, Magenbeschwerden, Geschwüre und Blutungen, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen, Taubheitsgefühle im Nasenbereich und an den Schneidezähnen, Krustenbildung, Schwellung der Nase, vorübergehende Mundatmung, Tamponadenverlagerung mit Würgereiz und Gefährdung der Atemwege, blutiges Nasensekret, Geschmacksstörungen, Wundheilungsstörungen und Narbenaufbruch, Septumhämatom, Blutergüsse und Schwellungen im Bereich der Augen, Septumperforation, Septumabszess, Infektionen von Weichteilen, Knorpel und Knochen, Sepsis, übermäßige Knochenbildung und Verbreiterung der Nase, Gewebeverlust und Sattelnase, sichtbare Narben, äußere Formveränderungen und Fehlstellungen der Nase, erneute Verschiebung von Bruchstücken, Verwachsungen und Verengungen der Nasengänge, Beeinträchtigung der Nasenatmung, Thrombose, Embolie, Störung des Druckausgleichs der Ohren, Druckgefühl in Nase und Nasennebenhöhlen, anhaltende Geruchsbeeinträchtigung, Nervenschmerzen.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, den weiteren stationären oder ambulanten Verlauf und die Kontrollen der Heilung. Er behandelt außerdem die Entlassung, die Arbeitsunfähigkeit sowie Themen der Nachsorge, darunter Nasenpflege, körperliche Belastung und mögliche Warnzeichen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.