Was ist Eingriffe bei Speiseröhren- und Hypopharynxdivertikeln?
Divertikel sind Ausstülpungen der Wand im Bereich des unteren Rachens oder der Speiseröhre. Sie können beim Schlucken Nahrung aufnehmen und Beschwerden wie erschwertes Schlucken verursachen. Eine Operation kommt insbesondere infrage, wenn die Ausprägung der Veränderung und die Beschwerden eine Behandlung erforderlich machen.
Je nach Lage und Befund stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung. Bei einer offenen oder minimalinvasiven Operation wird das Divertikel über einen Zugang am Hals oder im Brust- beziehungsweise Bauchbereich behandelt. Häufig wird die Ausstülpung entfernt; ergänzend kann die angrenzende Muskulatur angepasst werden, um die Passage zu verbessern.
Bei geeigneten Divertikeln im unteren Rachen kann ein endoskopischer Zugang durch den Mund gewählt werden. Dabei wird die trennende Wand zwischen Divertikel und Speiseröhre eröffnet, sodass Nahrung leichter passieren kann. Die Auswahl des Verfahrens richtet sich unter anderem nach Ort und Größe des Divertikels sowie dem individuellen Befund.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen zu Speiseröhren- und Hypopharynxdivertikeln
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zu Anatomie und Funktion von Hypopharynx und Speiseröhre sowie zu Entstehung, Beschwerden und möglichen Folgen von Divertikeln. Er ordnet die Operationsindikation ein und stellt konservative, medikamentöse und endoskopische Behandlungsalternativen vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungs- und Einwilligungsgespräch, die separate Narkoseaufklärung sowie die stationäre oder ambulante Aufnahme. Weitere Themen sind die Erfassung der Medikation, gerinnungshemmende Arzneimittel, relevante medizinische Unterlagen, Rauchen, Nüchternheit und äußere Vorbereitung.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf offener, minimalinvasiver und endoskopischer Laserbehandlung. Er beschreibt die jeweiligen Zugangswege sowie die Entfernung des Divertikels, den Verschluss der Speiseröhre, mögliche Maßnahmen an der Muskulatur und die Wunddrainage. Auch Narkose, Lagerung, venöser Zugang und Aufwachphase werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blutungen und Nachblutungen, Harnwegsinfektionen, Harnwegsverletzungen, Transfusionsbedingte Infektionen, HIV-Übertragung, Hepatitisübertragung, Zahnschädigungen, Verletzungen benachbarter Strukturen, Atembeschwerden, Schluckstörungen, Stimmveränderungen, Instrumentenbedingte Verletzungen von Nase, Rachen, Kehlkopf oder Speiseröhre, Halsschmerzen, Heiserkeit, Nasenverstopfung, Schleimhautschwellungen und -reizungen, Ösophagusperforation, Haut-, Gewebe- oder Nervenreizungen und -verletzungen durch technische Verfahren, Schmerzen, Entzündungen, Narbenbildung, Sensibilitätsstörungen, Bewegungseinschränkungen, Lähmungserscheinungen, Überdehnung von Armnerven, Allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Anaphylaxie, Sehverlust durch Gefäßverschluss, Flüssigkeits- oder Blutansammlungen, Störungen des Lymphsystems, Magenentleerungsstörung, Gastroösophagealer Reflux, Anastomosenstenose, Verletzung des Nervus recurrens, Beidseitige Stimmbandbewegungsstörung, Verletzung des Nervus phrenicus, Zwerchfellparese, Horner-Syndrom, Rippenfrakturen, Säure-Basen-Störung durch Gas, Kreislaufbelastung durch Gas, Subkutanes Emphysem, Schulter- und Nackenschmerzen, Pneumothorax, Gasembolie, Hypertrophe Narbenbildung, Wundinfektion, Sepsis, Anastomoseninsuffizienz, Nahtdehiszenz, Fistelbildung, Thrombose, Embolie, Mediastinitis, Noch nicht vollständig bekannte Risiken neuerer Operationsverfahren, Divertikelrezidiv.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die weitere Betreuung und die Kriterien für Verlegung oder Entlassung. Er behandelt außerdem Schmerzmanagement, Entlassungsgespräch, Nachbehandlung und Kostaufbau sowie körperliche Belastung, Rückkehr zu Arbeit und Sport, Kontrolluntersuchungen und mögliche Warnzeichen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.