Was ist Endolaryngeale OP an Stimmband/Kehlkopf/Kehlkopfrachen?
Bei einer endolaryngealen Operation behandelt die HNO-Chirurgie krankhafte Veränderungen im Kehlkopfbereich über einen Zugang durch den Mund. Ein endoskopisches Instrument ermöglicht die Sicht auf die betroffenen Strukturen. Der Eingriff kommt unter anderem bei Veränderungen der Stimmlippen und des Kehlkopfes zum Einsatz, etwa wenn Gewebe entfernt oder genauer untersucht werden soll.
Je nach Lage und Ausdehnung des Befundes kann die Operation unterschiedliche Bereiche umfassen. Für die Abtragung oder Entfernung stehen feine chirurgische Instrumente und Laser zur Verfügung; die Arbeit erfolgt häufig unter mikroskopischer Sicht. Das Vorgehen wird auf den jeweiligen Befund abgestimmt.
Ist eine Behandlung über den Mund nicht ausreichend geeignet, können andere operative Zugänge oder ergänzende Therapien in Betracht kommen. Welche Option sinnvoll ist, hängt unter anderem von Art und Ausbreitung der Veränderung ab und wird individuell im ärztlichen Gespräch festgelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet den Kehlkopf anatomisch und funktionell ein und erläutert mögliche Veränderungen in diesem Bereich sowie deren Bedeutung für die Operationsindikation. Er stellt die endolaryngeale Behandlung den im Bogen genannten alternativen Therapieansätzen gegenüber.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die separate anästhesiologische Aufklärung, die stationäre Behandlung sowie die Erfassung von Medikamenten und Vorbefunden. Weitere Vorbereitungsthemen sind Rauchen und Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem transoralen Zugang und der mikroskopischen Behandlung des Kehlkopfbefundes. Er beschreibt die Gewebeabtragung oder -exzision mit Instrumenten oder Laser sowie mögliche Erweiterungen auf angrenzende Kehlkopfstrukturen und eine Entfernung von Halslymphknoten. Auch Narkose, Lagerung, venöser Zugang und Aufwachphase werden behandelt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Kehlkopfschwellung, Schluckstörung, Hustenreiz, Verletzungen und Druckschäden im Mund- und Rachenraum, Halsschmerzen, Anhaltende Heiserkeit, Thrombose, Embolie, Reizung oder Verletzung von Haut, Gewebe und Nerven, Verbrennung, Thermische oder rauchbedingte Atemwegsverletzung, Tracheoösophageale Fistel, Verschiebung im Bereich der Halswirbelsäule, Allergische oder Unverträglichkeitsreaktion, Arzneimittelnebenwirkungen, Arzneimittelinteraktionen, Neurologische Reaktionen, Blutdruckveränderung, Herzrhythmusstörung oder verlangsamter Puls, Magen-Darm-Beschwerden, Beeinträchtigung von Leber- oder Nierenfunktion, Blutbildveränderung, Pilzinfektion, Vermehrung antibiotikaresistenter Bakterien, Magen-Darm-Geschwür, Magen-Darm-Blutung, Leukopenie, Bronchospasmus, Aspiration, Stimmveränderung bis zum Stimmverlust, Zahnschäden, Reizung oder Verletzung des Zungennervs, Geschmacksstörung, Eingeschränkte Zungenbeweglichkeit, Kiefergelenkbeschwerden, Wundheilungsstörung, Wundhämatom oder Flüssigkeitsansammlung, Entzündung im Kehlkopf- oder Halsbereich, Verengung der Atemwege, Sepsis, Narbenbildung oder Gewebewucherung, Verklebung der Stimmbänder, Schwindel, Kribbeln oder Benommenheit, Blutung oder Nachblutung, Blut in den Atemwegen mit Atemwegsverlegung, Sauerstoffmangel, Hirnschädigung, Bewusstlosigkeit, Infektionsübertragung durch Blutprodukte, Verbindung zwischen Rachen und Halshaut, Pneumothorax, Lungenentzündung, Kehlkopfverengung, Dauerhaft schwache oder hauchige Stimme.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Betreuung nach dem Eingriff, einschließlich Überwachung, stationärer Weiterbehandlung und Entlassung. Er behandelt außerdem Schmerzbehandlung, Entlassungsuntersuchung, Verhalten nach der Entlassung, Stimme und Sprechen, Hustenreiz, Inhalation sowie Warnzeichen und Nachuntersuchungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.