Was ist Epistaxis RF Verödung?
Epistaxis bezeichnet eine Blutung aus der Nase. Bei einer Radiofrequenzverödung wird eine geeignete Blutungsquelle in der Nasenschleimhaut gezielt mit hochfrequenter Energie behandelt. Die dabei entstehende Wärme unterstützt die Blutstillung, indem das betroffene Gewebe beziehungsweise das verantwortliche Gefäß koaguliert wird.
Das Verfahren kommt vor allem bei wiederkehrendem Nasenbluten infrage, wenn sich eine umschriebene Quelle lokalisieren lässt. Häufig liegt diese im vorderen Abschnitt der Nasenscheidewand. Die Behandlung erfolgt über den Naseneingang; je nach Befund und klinischer Situation kann eine örtliche Betäubung eingesetzt werden.
Grundsätzlich kann die Behandlung auf ein einzelnes sichtbares Gefäß ausgerichtet sein oder einen begrenzten Schleimhautbereich einbeziehen. Welche Vorgehensweise gewählt wird, richtet sich nach Lage und Ausdehnung der Blutungsquelle sowie der individuellen klinischen Einschätzung. Das Verfahren und mögliche Behandlungsalternativen werden im ärztlichen Aufklärungsgespräch besprochen.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur Anatomie und Funktion des Kehlkopfes sowie zu möglichen Veränderungen und deren Beschwerden. Er ordnet die operative Behandlung ein und stellt alternative Behandlungswege dar.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungs- und Einwilligungsverfahren, die Narkoseaufklärung, organisatorische Aspekte der stationären Versorgung sowie relevante Informationen zu Medikamenten, Vorbefunden und Gesundheitsunterlagen. Auch Rauchen und Nüchternheit werden als Vorbereitungsthemen behandelt.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf dem transoralen Zugang und der operativen Behandlung unter Sichtkontrolle. Er beschreibt die Gewebeabtragung beziehungsweise -entfernung mit feinen Instrumenten oder Laser und thematisiert mögliche Erweiterungen auf angrenzende Kehlkopfstrukturen sowie die Entfernung zervikaler Lymphknoten. Auch Narkose und Lagerung werden eingeordnet. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Vorgehensweisen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Kehlkopfschwellung, Schluckstörung, Hustenreiz, Rachenreizung, Druckläsionen, Abschürfungen und Blutergüsse an Lippen, Zunge oder Gaumen, Halsschmerzen, Heiserkeit und anhaltende Stimmveränderungen, Thrombose, Embolie, thermische oder elektrische Verletzung von Haut, Gewebe oder Nerven, anhaltende Sensibilitätsstörungen, Lähmungserscheinungen, Verbrennungen, thermische oder rauchbedingte Atemwegsverletzungen, tracheoösophageale Fistel, Verschiebungen im Bereich der Halswirbelsäule, allergische und Unverträglichkeitsreaktionen bis zum Kreislaufschock, Arzneimittelnebenwirkungen und Wechselwirkungen, neurologische Reaktionen auf Medikamente, Blutdruck- und Herzrhythmusstörungen, Magen-Darm-Beschwerden durch Antibiotika, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen und Blutbildveränderungen, Pilzbefall und Vermehrung antibiotikaresistenter Bakterien, Magen-Darm-Schädigungen, Blutungen und Blutbild- oder Gerinnungsstörungen durch Schmerzmittel, Bronchospasmus, instrumentenbedingte Verletzungen von Rachen, Kehldeckel, Lippen, Zunge oder Schleimhaut, länger anhaltende Schluckstörung und Verschlucken, teilweiser oder vollständiger Stimmverlust, Zahnschäden, Nervenverletzungen der Zunge und Kiefergelenkbeschwerden, Wundheilungsstörungen und Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe, Entzündungen des Kehlkopfes oder Halsgewebes, Atemwegsverengung und Atemnot, Luftröhrenschnitt, Sepsis, Narbenbildung, Gewebewucherungen und Verklebungen der Stimmbänder, Blutungen und Nachblutungen, Blut in den Atemwegen mit Atemwegsverlegung und Sauerstoffmangel, Hirnschäden oder Bewusstlosigkeit infolge von Sauerstoffmangel, Infektionsübertragung durch Bluttransfusionen, Verbindung zwischen Rachen und Halshaut mit Speichelaustritt, Pneumothorax, Lungenentzündung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die postoperative Überwachung und Betreuung, den Entlassungsprozess sowie Themen rund um Schmerzbehandlung, Sprechen und Stimme. Darüber hinaus behandelt er die Nachsorge, mögliche Warnzeichen und regelmäßige Kontrolluntersuchungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.