Was ist Muttermalentfernung (Entfernung von Hautveränderungen)?
Bei einer Muttermalentfernung wird eine umschriebene Veränderung der Haut behandelt oder abgetragen. Der Eingriff kann der diagnostischen Abklärung dienen, etwa wenn eine auffällige Läsion feingeweblich untersucht werden soll. Weitere Gründe sind funktionelle Beschwerden oder der Wunsch, eine als störend empfundene Veränderung entfernen zu lassen. Auch andere Hautbefunde wie Warzen, Fibrome oder Zysten können Anlass für eine Entfernung sein.
Das Vorgehen richtet sich nach dem Befund und dem Behandlungsziel. Bei einer operativen Entfernung wird das Gewebe mit einem geeigneten Instrument abgetragen oder ausgeschnitten; kleinere Befunde lassen sich teils durch Stanzen oder oberflächliche Abtragung behandeln. Als weitere Verfahren kommen unter anderem Kürettage, Laser- oder Radiofrequenzbehandlung infrage. Welche Methode geeignet ist, hängt auch davon ab, ob Gewebe für eine mikroskopische Untersuchung gewonnen werden soll. Die Planung und Auswahl des Verfahrens erfolgen individuell im ärztlichen Gespräch.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Indikation
Der Aufklärungsbogen ordnet die Entfernung in den Zusammenhang verschiedener gutartiger und bösartiger Hautveränderungen ein. Er behandelt medizinische und kosmetische Behandlungsanlässe, mögliche Einschränkungen der Behandelbarkeit sowie die Behandlungsziele und Alternativen. Auch individuelle Einflussfaktoren auf das Ergebnis und mögliche Folgeeingriffe werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere Einwilligung und Bedenkzeit, Kostenfragen, die Erfassung relevanter Gesundheitsangaben sowie organisatorische Aspekte der ambulanten Behandlung. Weitere Themen sind örtliche Betäubung, Fotodokumentation und Aspekte der Hautpflege vor dem Eingriff.
Ablauf und Verfahren
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf örtlicher Betäubung und unterschiedlichen Verfahren zur Entfernung der Hautveränderung. Er stellt Stanzexzision, Exzision, Shave-Exzision, Kürettage, Laserabtragung, Radiofrequenzabtragung und Elektroabtragung dar. Zudem behandelt er die feingewebliche Untersuchung des entnommenen Gewebes und die Wundabdeckung. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Operative Erweiterung, Thermische Hautschädigung, Pigmentveränderung, Punktförmige Einblutung, Narbenbildung, Entzündung, Allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krämpfe, Herzrasen, Kreislaufschock, Starke Blutung, Bluttransfusion, Transfusionsassoziierte Infektion, Hepatitis, AIDS, Lungenödem, Lungenversagen, Nierenfunktionsstörung, Immunreaktion, Verletzung benachbarter Nerven und Gefäße, Durchtrennung von Hautnerven, Taubheitsgefühl, Verletzung tieferliegender Nerven, Schmerzen, Mimikstörung, Hautschädigung, Weichteilschädigung, Nervenschädigung, Sensibilitätsstörung, Lähmung, Gewebsnekrose.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Wundschmerzen, Entzündung, Wundheilungsstörung, Sepsis, Bluterguss, Hautverfärbung, Nachblutung, Schmerzhafte verhärtete Schwellung, Anhaltende Wundsekretion, Tumorzellverschleppung, Metastasen, Narbenbildung, Auffällige Narben, Narbenwucherung, Narbenzug, Wundranddehiszenz, Gewebeabsterben, Lymphbahnschädigung, Lymphknotenschädigung, Lymphabflussstörung, Lymphödem, Thrombose, Lungenembolie, Herz-Kreislauf-Komplikationen, Rezidiv, Unzufriedenheit mit dem kosmetischen Ergebnis.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf mit Themen wie Wundheilung, Arbeitsfähigkeit und Wundpflege. Er behandelt außerdem Aspekte der Alltagsgestaltung, die Mitteilung des feingeweblichen Befunds sowie Kontrolluntersuchungen und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.