Was ist Neck dissection?
Die Neck dissection, auch zervikale Lymphknotendissektion genannt, ist ein chirurgisches Verfahren zur Entfernung ausgewählter Lymphknotenkompartimente am Hals. Sie kommt vor allem bei Tumorerkrankungen im Kopf-Hals-Bereich zum Einsatz, wenn Lymphknoten befallen sind oder ein entsprechender Verdacht besteht. Die Untersuchung des entnommenen Gewebes kann zudem zur Beurteilung der Ausbreitung der Erkrankung beitragen.
Der Umfang richtet sich nach der Lage und Ausdehnung des Tumors sowie den Befunden der Diagnostik. Bei einer selektiven Dissektion werden bestimmte Lymphknotengruppen entfernt; umfassendere Varianten schließen weitere Halsregionen ein. Der Eingriff kann auf einer oder – je nach Erkrankungssituation – auf beiden Halsseiten erfolgen. Welche Ausdehnung sinnvoll ist, wird anhand der individuellen Befunde festgelegt.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen vermittelt grundlegende Informationen zur Anatomie der Halsregion und zur Funktion des lymphatischen Systems. Er ordnet Indikationen und Ziele der Neck Dissection ein und stellt alternative Behandlungsoptionen sowie die Wächterlymphknotenbiopsie als mögliche weniger umfangreiche Maßnahme vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das ärztliche und anästhesiologische Aufklärungsgespräch, die stationäre Aufnahme sowie die Erhebung der Medikation und relevanter medizinischer Unterlagen. Auch Rauchen und Nüchternheit werden als Vorbereitungsthemen aufgegriffen.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Allgemeinanästhesie, Hautschnitt und Entfernung von Halslymphknoten samt umgebendem Gewebe. Er beschreibt unterschiedliche Ausdehnungen der Lymphknotendissektion, mögliche Mitentfernungen benachbarter Strukturen sowie Wundverschluss und Drainage. Auch eine intraoperative Erweiterung des Eingriffs und ein möglicher zusätzlicher Eingriff an der Luftröhre werden berücksichtigt. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Thrombose, Thromboembolie, Haut- und Gewebeschädigung durch technische Verfahren, anhaltende Sensibilitäts- und Funktionsstörungen, allergische Reaktionen und Unverträglichkeiten, Arzneimittelnebenwirkungen, Arzneimittelinteraktionen, neurologische Arzneimittelreaktionen, Blutdruckveränderungen, Herzrhythmusstörungen und Bradykardie, gastrointestinale Arzneimittelwirkungen, gastrointestinale Ulzera und Blutungen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen, Blutbildveränderungen und Leukopenie, Pilzinfektionen, Vermehrung antibiotikaresistenter Bakterien, Gerinnungsstörungen, Bronchospasmus, hypertrophe Narbenbildung, Narbenpigmentierung, anhaltende Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit im Kopf- und Halsbereich, Nachblutung, größerer Blutverlust, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen des Arms, transfusionsbedingte Infektionen, zerebrale und okuläre Durchblutungsstörungen, Sehstörungen und Erblindung, Pleuraverletzung und Pneumothorax, Atembeeinträchtigung, Schwellung und Lymphödem, Hämatom, Schluckstörung, Heiserkeit, Nervenverletzungen mit motorischen oder sensiblen Ausfällen, Kreislaufreaktionen, Wundinfektion, Abszess, Mediastinitis, Sepsis, verzögerte Wundheilung, Hautnekrose und unzureichendes Anwachsen verlagerter Hautanteile, Lymphfistel, kutane Sensibilitätsstörungen, dauerhafte funktionelle Folgen, Behandlungsaussichten, mögliche ergänzende Tumortherapie.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert den weiteren Verlauf nach dem Eingriff. Dazu gehören die postoperative Überwachung und Betreuung, Schmerzmanagement, Drainageentfernung und Entlassung sowie Wundpflege, körperliche Aktivität, Warnzeichen und Nachuntersuchungen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.