Was ist Ohrlochstechen?
Beim Ohrlochstechen wird eine kleine Öffnung im äußeren Ohr angelegt, durch die anschließend ein Ohrring getragen werden kann. Das Verfahren zählt zu den kosmetischen Körpermodifikationen und dient vor allem dem Tragen von Schmuck. Die Platzierung erfolgt häufig am Ohrläppchen; je nach gewünschtem Schmuck und anatomischer Situation kommen auch andere Bereiche der Ohrmuschel infrage.
Es können ein einzelnes Loch oder mehrere Öffnungen an einem oder beiden Ohren angelegt werden. Das Vorgehen richtet sich nach der vorgesehenen Position und dem gewünschten Ergebnis. Ohrlochstechen wird in unterschiedlichen medizinischen und nichtmedizinischen Einrichtungen angeboten; bei einer ärztlichen Durchführung erfolgt die Behandlung im HNO-Kontext. Der Begriff Ohrlochpiercing wird ebenfalls verwendet.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen ordnet das Ohrlochstechen als kosmetischen Eingriff ein und behandelt die Verwendung von Ohrschmuck sowie die Kosten des Eingriffs und einer möglichen Nachbehandlung.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere relevante Vorerkrankungen, Allergien, die Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente sowie Aspekte der Schmuck- und Materialverträglichkeit und den Einfluss von Alkohol und Drogen.
Durchführung
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Vorbereitung und Markierung der Einstichstelle sowie der Ohrlochbildung mit dem STUDEX-System und dem Einsetzen des Ohrschmucks. Ergänzend behandelt er die abschließende lokale Versorgung. So erhalten Patientinnen und Patienten vor dem Einwilligungsgespräch einen Überblick über das Vorgehen; der Bogen bereitet das ärztliche Aufklärungsgespräch vor und dokumentiert es, ersetzt es aber nicht.
Komplikationen und Nebenwirkungen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Infektion, verzögerte Wundheilung, epileptischer Anfall, Infektionsübertragung, Schwindel, Ohnmacht, Sturz, Verletzung, kardiale Belastung, Herzrasen, Herzrhythmusstörung, Brustschmerz, Engegefühl, Atemnot, Blutung.
Verhalten danach
Der Aufklärungsbogen erläutert die Themen Heilungsverlauf, Pflege des Ohrlochs und Umgang mit dem Ohrschmuck. Zudem behandelt er die ärztliche Rücksprache bei Beschwerden, die Kontrolluntersuchung und die schriftliche Einwilligung in den Eingriff.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.