Was ist Ohrmuschelkorrektur/-Verkleinerung?
Eine Ohrmuschelkorrektur, auch Otoplastik genannt, ist ein Eingriff zur Veränderung der Form oder Position der Ohrmuschel. Sie kommt insbesondere infrage, wenn eine oder beide Ohrmuscheln deutlich vom Kopf abstehen oder im Verhältnis zur übrigen Ohrform als zu groß empfunden werden. Da die Ohrmuschel überwiegend aus Knorpel besteht, richtet sich die Korrektur vor allem auf dessen Form und die Kontur des äußeren Ohres.
Bei der operativen Ohrmuschelplastik wird der Knorpel chirurgisch umgeformt und gegebenenfalls verkleinert, um die gewünschte Ohrposition und -kontur zu erreichen. Je nach Ausgangsbefund kann eine Korrektur des Ohrmuschelrandes oder des Ohrläppchens einbezogen werden. Die konkrete Vorgehensweise wird anhand der individuellen anatomischen Situation festgelegt.
Als weitere Möglichkeiten stehen weniger invasive Verfahren zur Verfügung: Bei der Fadenmethode wird die Ohrform durch eingebrachte Fäden beeinflusst; bei einer Clip-Technik übernehmen kleine Implantate die Formgebung des Knorpels. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem vom Befund und dem angestrebten Korrekturumfang ab.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlagen und Behandlungsmöglichkeiten
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur Ohrmuschelanatomie und zu möglichen Ursachen abstehender Ohren. Er stellt operative Korrektur und Verkleinerung sowie Fadentechnik und Earfold-Clips als Behandlungsoptionen vor und ordnet nichtoperative Alternativen ein. Zudem behandelt er das individuelle Behandlungsziel und psychische Voraussetzungen für den Eingriff.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen, Aufklärung und Einwilligung sowie die mögliche Narkoseaufklärung. Weitere Themen sind die Erfassung der Medikation, Nüchternheit, Fotodokumentation, Rauchen, Haarwäsche und die voraussichtliche Arbeitsfähigkeit.
Ablauf des Eingriffs
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der operativen Ohrmuschelkorrektur und -verkleinerung, der Fadentechnik sowie der Earfold-Clips-Methode. Er behandelt außerdem Allgemein- und Lokalanästhesie und beschreibt die Lagerung, den venösen Zugang sowie den Abschluss des Eingriffs mit Hautverschluss und Verband. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken und mögliche Komplikationen
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Haut- und Gewebeschädigungen, Allergische und Unverträglichkeitsreaktionen, Schmerzen, Sensibilitätsstörungen einschließlich Taubheit und Berührungsempfindlichkeit, Nachblutung, Hämatome, Wundheilungsstörung, Narbenbruch, Infektion der Ohrmuschel oder des Ohrknorpels, Sepsis, Knorpelverlust, Entzündungsbedingte Ohrmuschelverformung, Gehörgangsverengung, Hörbeeinträchtigung, Thrombose, Embolie, Verstärkte Narbenbildung, Pigmentverschiebungen, Narbenkontraktur, Bewegungseinschränkung, Druckschäden durch Verband oder Fäden, Durchblutungsstörung, Haut- oder Knorpelnekrose, Fadenriss, Abstoßung oder Durchdrücken von Fäden oder Clips, Ungünstige Ohrmuschelform, Wiederauftreten abstehender Ohren, Unzufriedenheit mit dem Ergebnis, Asymmetrie, Dauerhafte Entzündung, Funktionsstörungen, Lähmungen, Narbenbildung.
Weiterer Verlauf und Nachsorge
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung und Entlassung nach dem Eingriff sowie Heilungsverlauf und Schmerzbehandlung. Er behandelt Kontrolluntersuchungen, Warnzeichen mit ärztlichem Abklärungsbedarf und die Antibiotikaprophylaxe. Weitere Themen sind Verband und Schlafen, Körperpflege, Aktivitäten, Ohrschmuck, Brillentragen, Narbenheilung und die Beurteilung des Ergebnisses.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.