Was ist OP Halszyste/Halsfistel?
Bei einer Halszyste handelt es sich um einen umschriebenen, meist flüssigkeitsgefüllten Hohlraum im Halsgewebe. Eine Halsfistel ist ein kanalartiger Gang, der eine solche Veränderung mit der Haut oder dem Rachen verbindet. Beide Formen sind häufig entwicklungsbedingt und können seitlich oder in der Halsmitte liegen. Eine operative Entfernung kommt insbesondere bei wiederkehrenden Beschwerden oder Entzündungen infrage.
Bei der Exzision einer Halszyste oder Halsfistel entfernt das HNO-ärztliche Operationsteam das betroffene Gewebe. Bei einer Fistel richtet sich das Vorgehen nach Lage und Verlauf des Gangs; Ziel ist, die Veränderung vollständig zu beseitigen. Seitliche Veränderungen und mittige Halszysten unterscheiden sich in ihrer anatomischen Lage und können daher unterschiedliche operative Zugänge erfordern. Bei mittigen Formen kann auch angrenzendes Gewebe in die Behandlung einbezogen werden.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert die anatomischen Grundlagen und beschreibt seitliche sowie mittige Halszysten und Halsfisteln. Er ordnet die operative Entfernung ein und stellt alternative Behandlungsansätze vor.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die Betäubungsformen sowie den stationären oder ambulanten Rahmen. Weitere Themen sind die Erfassung von Medikamenten und Gesundheitsunterlagen sowie Aspekte rund um Rauchen, Nüchternheit und Alkoholkonsum.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der Entfernung von Halszysten und Fistelgängen. Er beschreibt die je nach Lage und Ausdehnung variierenden Hautschnitte sowie mögliche zusätzliche Schritte, darunter die Entfernung der Rachenmandel oder eines Knochenanteils und das Einlegen einer Drainage. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Vorgehensweisen bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Verletzung von Halsnerven, Schulterfunktionsstörung, Parese des unteren Gesichtsnervasts, Hypoglossusparese, Phrenikusparese, Vagus- oder Stimmbandnervenparese, Stimmstörung, Atemstörung, Schluckstörung, Aspiration und Aspirationspneumonie, Horner-Syndrom, Rachenblutung nach Mandelentfernung, Verletzung im Mund- und Rachenraum, Beeinträchtigung des weichen Gaumens, Nasale Sprache und nasaler Rückfluss von Speisen oder Flüssigkeiten, Zahnschäden, Geschmacksstörung, Hals- und Ohrenschmerzen, Verletzung des sensiblen Zungennervs, Rachenperforation, Nahtinsuffizienz, Anhaltende Verbindung zwischen Rachen und Umgebung, Halsweichteilhämatom, Einengung der Atemwege, Blutung und Nachblutung, Bluttransfusion, Thrombose, Embolie, Allergische oder Unverträglichkeitsreaktion, Schwere allergische Reaktion, Sehverlust nach örtlicher Betäubung, Infektion, Eiteransammlung, Blutvergiftung, Schädigung von Haut, Gewebe oder Nerven durch technische Verfahren, Schmerzen, Entzündung, Gewebsnekrose, Narbenbildung, Sensibilitätsstörung, Funktionsstörung oder Lähmung, Serom, Schwellung, Übermäßige Narbenbildung, Hautverfärbung, Bewegungseinschränkung, Wirbelverschiebung, Wundheilungsstörung, Wiederauftreten von Zyste oder Fistel.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Betreuung im Aufwachraum und auf der Station, die Mobilisierung sowie die Entlassung. Er behandelt außerdem Schmerztherapie, Wundheilung, mögliche Beschwerden, die Nachsorge und Besonderheiten nach einer zusätzlichen Mandelentfernung.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.