Was ist Paracentese-Kinder?
Die Parazentese, auch Myringotomie oder Trommelfellschnitt genannt, ist ein HNO-Verfahren, bei dem eine kleine Öffnung im Trommelfell angelegt wird. Sie ermöglicht den Zugang zum Mittelohr und kann dazu dienen, dort vorhandene Flüssigkeit abzuleiten. Bei Kindern kommt der Eingriff unter anderem bei einem Paukenerguss oder einer Mittelohrentzündung infrage, wenn eine Entlastung des Mittelohrs angezeigt ist.
Der Eingriff zielt darauf ab, den Mittelohrraum zu entlasten und seine Belüftung zu verbessern. Die Öffnung wird üblicherweise mit einem feinen chirurgischen Instrument geschaffen; auch eine laserassistierte Durchführung ist möglich. Je nach Behandlungsziel und Befund kann zusätzlich ein Paukenröhrchen eingesetzt werden. Es hält die Verbindung zum Gehörgang vorübergehend offen und unterstützt so die Belüftung über einen längeren Zeitraum.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen vermittelt Grundlagen zur Ohranatomie und zur Funktion des Trommelfells. Er ordnet Mittelohrentzündung, Belüftungsstörung und Paukenerguss sowie mögliche Auslöser ein und erläutert Zweck und Planbarkeit der Parazentese. Auch die mögliche Paukenröhrcheneinlage und konservative beziehungsweise weitere Behandlungsalternativen werden thematisiert.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere die Einwilligung, die Narkoseaufklärung und den möglichen ambulanten Rahmen. Weitere Themen sind Kostenübernahme, Medikamentenanamnese, blutgerinnungshemmende Medikamente, Hörtest und Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf Narkose, Trommelfellschnitt und möglicher Paukenröhrcheneinlage. Er stellt den Schnitt mit Skalpell oder Laser sowie die Sichtkontrolle mittels Mikroskop oder Endoskop dar und behandelt die Absaugung von Mittelohrsekret und dessen mögliche mikrobiologische Untersuchung. Auch Venenzugang, Lagerung und Aufwachphase werden eingeordnet. So kennen Patientinnen und Patienten die möglichen Verfahren bereits vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken während des Eingriffs
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Mittelohrblutung, Geschmacksstörung, Verletzung der Gehörknöchelchenkette, Hörverschlechterung, Innenohrverletzung, Tinnitus, Gleichgewichtsstörung, lärmbedingte Innenohrschädigung, allergische Reaktion, Unverträglichkeitsreaktion, Hautausschlag, Juckreiz, Schwellung, Übelkeit, Husten, Atemnot, Krampfanfälle, Herzrasen, Kreislaufschock.
Risiken nach dem Eingriff
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Blut- oder Flüssigkeitsabgang aus dem Ohr, chronische Knocheneiterung, persistierende Trommelfellperforation, Mittelohrentzündung, Wundheilungsstörung, erneute Belüftungsstörung der Ohrtrompete.
Weiterer Verlauf und Verhalten zu Hause
Der Aufklärungsbogen erläutert die Überwachung nach dem Eingriff, die Entlassung und die weitere Erholung. Er behandelt die Heilung des Trommelfells, Schmerzbehandlung, mögliche Ohrentropfen, Warnzeichen, Kontrolltermine und Hörtests. Ergänzend werden Themen der häuslichen Pflege, Hygiene und Alltagsgestaltung aufgegriffen.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.