Was ist Submandibulektomie?
Die Submandibulektomie ist die chirurgische Entfernung der Glandula submandibularis, einer paarig angelegten Speicheldrüse im Bereich unterhalb des Unterkiefers. Der Eingriff gehört zum operativen Behandlungsspektrum der HNO-Heilkunde. Er kommt infrage, wenn eine Erkrankung gezielt an der Drüse behandelt werden muss.
Mögliche Anlässe sind gutartige oder bösartige Veränderungen, wiederkehrende Entzündungen sowie Speichelsteine, die sich mit anderen Verfahren nicht ausreichend behandeln lassen. Auch bei einer Eiteransammlung kann eine operative Versorgung erforderlich sein. Welche Behandlung angezeigt ist, hängt vom jeweiligen Befund ab.
Die Drüse wird in der Regel über einen äußeren Zugang im oberen Halsbereich freigelegt und entfernt. Je nach klinischer Situation kann der Eingriff in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose stattfinden. Die operative Planung richtet sich nach der betroffenen Seite und dem zugrunde liegenden Krankheitsbild.
Aufbau
Was der Aufklärungsbogen behandelt
Grundlegende Informationen
Der Aufklärungsbogen erläutert Lage und Funktion der Unterkieferspeicheldrüse sowie mögliche Gründe für ihre Entfernung. Er behandelt diagnostische und therapeutische Alternativen, darunter Gewebeentnahme, Verlaufskontrolle und weitere Behandlungsoptionen bei Tumoren, Entzündungen und Speichelsteinen. Auch die Speichelfunktion nach der Entfernung wird eingeordnet.
Vorbereitung
Der Aufklärungsbogen erläutert die erforderliche Vorbereitung für den Eingriff, insbesondere das Aufklärungsgespräch und die Einwilligung, die Betäubungsformen sowie den möglichen stationären oder ambulanten Rahmen. Weitere Themen sind die Medikamentenanamnese, medizinische Vorbefunde, das Rauchen und die Nüchternheit.
Ablauf
Der digitale Aufklärungsbogen erläutert den Ablauf des Eingriffs mit Schwerpunkt auf der operativen Freilegung und Entfernung der Unterkieferspeicheldrüse sowie dem Wundverschluss mit Drainage. Er beschreibt außerdem die Betäubungsformen, die Überwachung des Gesichtsnervs, die Lagerung und den Venenzugang. So kennen Patientinnen und Patienten die wesentlichen Schritte und Maßnahmen vor dem Aufklärungsgespräch, das der Bogen vorbereitet und dokumentiert, aber nicht ersetzt.
Risiken
Ein vollständiges Verständnis der Risiken ist wichtig. Daher werden die im Zusammenhang mit dem Eingriff stehenden Risiken in einfacher Sprache erklärt und mit den wissenschaftlich belegten Wahrscheinlichkeiten ausgeführt. Der Aufklärungsbogen erläutert die folgenden Risiken: Thrombose, Embolie, Haut- und Gewebeschädigung, Nervenverletzung, anhaltende Schmerzen, Entzündung, Gewebsnekrose, Narbenbildung, Sensibilitätsstörungen, Funktionsstörungen und Lähmungen, allergische Reaktionen und Unverträglichkeit, Sehverlust durch Verschluss von Sehnervgefäßen, Arzneimittelnebenwirkungen, Arzneimittelwechselwirkungen, neurologische Reaktionen, Atemstörungen, Blutdruckveränderungen, Herzrhythmusstörungen, Bradykardie, gastrointestinale Beschwerden, Leberfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Blutbildveränderungen, Pilzinfektion, Vermehrung antibiotikaresistenter Bakterien, Magen-Darm-Geschwüre, Magen-Darm-Blutungen, starke Verminderung weißer Blutkörperchen, Bronchospasmus, Hautverfärbungen, Narbenbeschwerden mit Schmerzen oder Bewegungseinschränkung, Konturveränderung mit Hauteinsenkung, Schwellung im Operationsgebiet, Schmerzen im Operationsgebiet, Sensibilitätsstörungen im Rachen, Kauprobleme, Schluckbeschwerden, Serom, Taubheitsgefühl im Wangenbereich, Blutung und Nachblutung, erheblicher Blutverlust, Aspiration von Blut, Sauerstoffmangel, Hirnschädigung, Infektionsübertragung durch Blutprodukte, Hämatom, Atemwegsbeeinträchtigung, Beeinträchtigung der Unterlippen- und Mundwinkelfunktion, Trinkbeschwerden, Sensibilitätsstörung der Zunge, Geschmacksstörung, Bewegungseinschränkung der Zunge, Sprechstörung, Wundinfektion, Sepsis, Nervenschmerzen, Abszess, Entzündung des Mundbodens, Schwellung am Kehlkopfeingang, Fistelbildung, Frey-Syndrom, Wiederauftreten der Erkrankung.
Weiterer Verlauf
Der Aufklärungsbogen erläutert die Betreuung im Aufwachraum, den weiteren stationären Verlauf und die Entlassung. Er behandelt außerdem die Mobilisierung, die Wundpflege, das Verhalten nach der Entlassung, mögliche Warnzeichen und deren ärztliche Abklärung sowie Nachuntersuchungen und die Beurteilung von Heilungsverlauf, Sport- und Arbeitsfähigkeit.
Passt sich an den Fall an
In medudoc enthält der Bogen nur, was für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten gilt. Diese Angaben bestimmen seinen Inhalt.
Mehrsprachig verfügbar
Der Bogen ist zweisprachig – deutsches Original und Übersetzung in einem Dokument. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung; die Übersetzung dient als Verständnishilfe.